Blaze PowerZone Connect 504

Der Blaze PowerZone Connect 504 kombiniert vier Kanäle mit viel Leistung in einer Höheneinheit. Jeder Kanal liefert 125 Watt an 8 oder 4 Ohm, die Systemleistung beträgt 500 Watt. Damit versorgt er etwa zwei große Räume mit je einem Stereopaar unsichtbarer Lautsprecher. Diese sitzen überspachtelt in Wand oder Decke und hängen passiv am Verstärker im Technikschrank. Powershare bündelt die Leistung bei Bedarf auf zwei Kanäle mit je 250 Watt. Für Anlagen mit 70 oder 100 Volt stehen zwei Ausgänge mit je 250 Watt bereit. Der volle Matrix-DSP verteilt die Eingangssignale frei und regelt Klang, Hochpass, Verzögerung und Vorrang. Eingerichtet wird der Verstärker über die Web-App PowerZone Control im Browser, per Kabel oder WLAN. Das Gehäuse belegt die halbe Breite eines Racks, ist 320 Millimeter tief und wiegt 2,8 Kilogramm. Die Leistungsaufnahme liegt bei 150 Watt, im Bereitschaftsbetrieb unter 0,5 Watt. Wer Dante braucht, wählt den PowerZone Connect 504D.
| Bauart | 4-Kanal DSP-Installationsverstärker, Class-D (Pascal UMAC), PowerZone Connect 1U Serie |
|---|---|
| Frequenzgang | 20 Hz – 20 kHz (+0 / -0,25 dB, 8 Ω Last, 3 dB unter Nennleistung) |
| Belastbarkeit | 4 × 125 W an 8 Ω / 4 Ω · 2 × 250 W an 70/100 V · Systemleistung 500 W · Powershare bis 2 × 250 W |
| Impedanz | 8 Ω / 4 Ω · 70 V / 100 V (Hi-Z) |
| Abmessungen | 221 × 44 × 320 mm (1 HE, halbe Rack-Breite) |
| Gewicht | 2,8 kg |
| Besonderheiten | Voller Matrix-DSP; Web-App PowerZone Control über RJ45 oder integrierten WLAN-Zugangspunkt; Mehrzonen-Setup, Eingangsmischung, Vorrang/Ducking, EQ, Hochpass, Delay, Presets; konfigurierbare GPIO; S/PDIF-Ein-/Ausgang; Leistungsaufnahme 150 W, Standby < 0,5 W; ErP/Energy Star, UL gelistet; Dante-Variante: Connect 504D |
Manche Häuser haben zwei Räume, in denen Musik eine große Rolle spielt. Das kann das Wohnzimmer mit offener Küche sein und dazu ein Musikzimmer oder ein Gästeraum im Dachgeschoss. Unsichtbare Lautsprecher bleiben dort nach dem Einbau verborgen. Zur Wahl stehen etwa Modelle aus der Invisible Series von Sonance oder Paneele der LineaRadiance-Reihe von Stealth Acoustics. Nach dem Einsetzen kommt Spachtelmasse darüber und anschließend die Wandfarbe. Die Lautsprecher sind passiv, die Leistung kommt aus einem Verstärker im Technikschrank. Der PowerZone Connect 504 teilt seine vier Kanäle dafür in zwei Stereozonen auf. Jede Zone hat eigene Lautstärke und kann eine eigene Quelle spielen. Während im Wohnzimmer ein Konzert läuft, hört jemand im Musikzimmer etwas ganz anderes. Mit 125 Watt je Kanal bleibt auch für große Räume Reserve. Alternativ lassen sich vier einzelne Räume mit je einem Kanal betreiben. Das passt etwa zu Bad, Flur, Ankleide und Gästezimmer. Als Verstärkerlinie von Sonance stammt Blaze vom selben Hersteller wie die Invisible Series. Wie viel Leistung ein Raum wirklich braucht, ermittelt Ihr Fachbetrieb bei der Planung. Dabei zählen Raumgröße, Anzahl der Lautsprecher und die gewünschte Lautstärke.
Jeder der vier Kanäle gibt 125 Watt an 8 oder 4 Ohm ab, zusammen 500 Watt. Mit Powershare lässt sich diese Summe auf zwei Ausgänge konzentrieren. Diese erhalten dann je bis zu 250 Watt. Das hilft, wenn ein Raum deutlich mehr braucht als ein anderer. Ein großes Wohnzimmer bekommt so mehr Reserve als ein ruhiges Arbeitszimmer. Laut Datenblatt arbeitet der Verstärker zwischen 20 Hz und 20 kHz. Die Endstufen nutzen Class-D-Technik nach dem UMAC-Verfahren von Pascal. In größeren Gebäuden mit langen Kabelwegen ist der Betrieb mit 70 oder 100 Volt üblich. Dafür stellt der 504 zwei Ausgänge mit je 250 Watt bereit. An einer solchen Linie lassen sich viele Lautsprecher anschließen, die einen Übertrager besitzen. Auch in der Invisible Series gibt es dafür passende Ausführungen. Ihr Fachbetrieb prüft vorab, welche Betriebsart das Gebäude braucht. Ein Hinweis zum Tiefton: Die Woofer IS10W und IS15W betreibt man laut Sonance an den eigenen DSP-Endstufen des Herstellers. Der 504 ist dafür nicht vorgesehen. Ähnlich ist es bei Stealth Acoustics: Deren Bass-Paneele bekommen eine Endstufe, die für Subwoofer gebaut ist. Die vier Kanäle des 504 bleiben damit frei für die Lautsprecher in Wand und Decke.
Die Web-App PowerZone Control steckt im Verstärker selbst. Ihr Fachbetrieb ruft sie im Browser auf, über das Netzwerkkabel oder das eingebaute WLAN. Software muss dafür niemand installieren. In der Web-App werden Zonen angelegt und Quellen gemischt. Der Matrix-DSP bietet Equalizer, Hochpass, Delay und Presets. Damit lässt sich der Klang an jeden Raum anpassen. Bei Lautsprechern hinter Putz ist das sinnvoll. Derselbe Lautsprecher klingt in einem hohen Raum mit Glasfront anders als in einem Zimmer mit vielen Polstern. Mit dem Delay lassen sich weit entfernte Lautsprecher zeitlich auf die nahen abstimmen. Sonance selbst rät in der Anleitung zur Invisible Series, den Klang über DSP-Presets abzustimmen. Solche Einstellungen speichert der Fachbetrieb im Verstärker. Vorrang und Ducking senken die Musik ab, sobald eine Durchsage kommt. Über konfigurierbare GPIO-Anschlüsse reagiert der Verstärker auf Schaltsignale. Ein S/PDIF-Eingang nimmt digitale Tonsignale auf, ein S/PDIF-Ausgang gibt sie weiter. Änderungen lassen sich später jederzeit vornehmen, ohne an Wand oder Decke etwas zu öffnen. Ein Laptop oder Tablet mit Browser reicht dem Fachbetrieb dafür. Für Sie als Bewohner bleibt die Technik damit unsichtbar, so wie die Lautsprecher selbst.
Das Gehäuse misst 221 × 44 × 320 Millimeter und wiegt 2,8 Kilogramm. Es belegt eine Höheneinheit in halber Rackbreite, daneben bleibt Platz für weitere Technik. Die Leistungsaufnahme beträgt 150 Watt, im Bereitschaftsbetrieb weniger als 0,5 Watt. Er entspricht den Vorgaben von ErP und Energy Star und ist bei UL gelistet. Für die Planung gilt: Jeder Raum mit unsichtbaren Lautsprechern braucht Leitungen bis zum Technikschrank. Diese gehören in den Rohbau, denn nach dem Spachteln und Streichen ist ein Nachrüsten aufwendig. Bei zwei großen Räumen in Stereo sind das mindestens vier Lautsprecherleitungen. Wer später erweitern möchte, legt besser gleich ein paar Reserveleitungen. Im Schrank sollte Luft um den Verstärker zirkulieren können. Vor allem wenn weitere Technik direkt darüber oder darunter sitzt, ist Abstand wichtig. Ein Netzwerkanschluss erleichtert die Einrichtung über die Web-App. Für Subwoofer plant der Fachbetrieb eine separate Endstufe ein. Wer Musik und Durchsagen über ein Dante-Netzwerk verteilt, greift zur Ausführung PowerZone Connect 504D. Sie bietet dieselbe Leistung mit zusätzlicher Dante-Schnittstelle. Für mehr Zonen gibt es Modelle mit acht Kanälen, ebenfalls in einer Höheneinheit.