Blaze PowerZone Connect 508

Der Blaze PowerZone Connect 508 bringt acht unabhängige Kanäle in einer einzigen Höheneinheit unter. Damit versorgt er zum Beispiel vier Räume mit je einem Stereopaar: Wohnzimmer, Küche, Bad und Schlafzimmer. Dort sitzen die Lautsprecher unsichtbar in Wand oder Decke, überspachtelt und gestrichen. Pro Kanal stehen 60 Watt an 8 oder 4 Ohm zur Verfügung, die Systemleistung beträgt 500 Watt. Mit Powershare können zwei Kanäle je bis zu 250 Watt abrufen. Für 70- und 100-Volt-Anlagen stehen vier Ausgänge mit je 125 Watt bereit. Der Matrix-DSP verteilt die Quellen auf alle Zonen und regelt Klang, Hochpass und Verzögerung. Durchsagen lassen sich gezielt in einzelne Zonen schicken, die Musik wird dabei automatisch leiser. Eingerichtet wird der 508 über die Web-App PowerZone Control, die sich im Browser öffnet. Das Gehäuse nutzt die volle Rackbreite von 440 Millimetern und wiegt 3,5 Kilogramm. Die Leistungsaufnahme gibt der Hersteller mit 150 Watt an. Im Standby genügen dem Verstärker weniger als 0,5 Watt.
| Bauart | 8-Kanal DSP-Installationsverstärker, Class-D (Pascal UMAC), PowerZone Connect 1U Serie |
|---|---|
| Frequenzgang | 20 Hz – 20 kHz (+0 / -0,25 dB, 8 Ω Last, 3 dB unter Nennleistung) |
| Belastbarkeit | 8 × 60 W an 8 Ω / 4 Ω · 4 × 125 W an 70/100 V · Systemleistung 500 W · Powershare bis 2 × 250 W |
| Impedanz | 8 Ω / 4 Ω · 70 V / 100 V (Hi-Z) |
| Abmessungen | 440 × 44 × 320 mm (1 HE, volle Rack-Breite) |
| Gewicht | 3,5 kg |
| Besonderheiten | Acht unabhängige Kanäle auf 1 HE; voller Matrix-DSP; Web-App PowerZone Control über RJ45 oder integrierten WLAN-Zugangspunkt; Mehrzonen-Setup, Eingangsmischung, zonenselektive Durchsagen mit Vorrang/Ducking, EQ, Hochpass, Delay, Presets; konfigurierbare GPIO; S/PDIF-Ein-/Ausgang; Leistungsaufnahme 150 W, Standby < 0,5 W; ErP/Energy Star, UL gelistet |
Wer mehrere Räume mit unsichtbaren Lautsprechern ausstattet, braucht viele Verstärkerkanäle. Einzelne Verstärker für jeden Raum füllen schnell einen ganzen Technikschrank. Außerdem braucht jeder davon Strom, Lüftung und Verkabelung. Der PowerZone Connect 508 fasst acht Kanäle in einer Höheneinheit zusammen. Vier Stereozonen sind damit möglich, etwa Wohnzimmer, Küche, Bad und Schlafzimmer. Ebenso lassen sich acht kleinere Räume mit je einem Lautsprecher bedienen, zum Beispiel Flur, Gäste-WC oder Ankleide. Auch Mischformen gehen, etwa drei Stereoräume und zwei Räume in Mono. Welche Aufteilung sinnvoll ist, ergibt sich aus dem Grundriss und den Wünschen im Haushalt. Die Lautsprecher selbst sieht man nicht. In der Invisible Series von Sonance und bei den LineaRadiance-Paneelen von Stealth Acoustics verschwinden sie unter Spachtelmasse und Wandfarbe. Als passive Bauteile hängen sie am Verstärker im Technikschrank oder Hauswirtschaftsraum. Weil Blaze die Verstärkerlinie von Sonance ist, gibt es beides vom selben Hersteller. Jede Zone hat ihre eigene Lautstärke und kann ihre eigene Quelle spielen. Der Verstärker selbst arbeitet unbemerkt im Hintergrund. So hört die Familie morgens im Bad Nachrichten, während in der Küche Musik läuft.
An jedem der acht Ausgänge stehen 60 Watt bereit, an 8 wie an 4 Ohm. Zusammen kommt der Verstärker auf 500 Watt Systemleistung. Powershare erlaubt es, die Leistung auf zwei Kanäle mit je bis zu 250 Watt zu verlagern. Das ist nützlich, wenn ein großer Wohnraum mehr Reserve braucht als die übrigen Zonen. Das Datenblatt nennt einen Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz. Die Class-D-Endstufen basieren auf der UMAC-Technik von Pascal. In größeren Gebäuden, etwa in einer Praxis oder einem Büro mit vielen Deckenlautsprechern, kommt oft eine 70- oder 100-Volt-Anlage zum Einsatz. Der 508 bietet dafür vier Ausgänge mit je 125 Watt. Sonance hat für solche Anlagen unsichtbare Lautsprecher mit Übertrager im Programm. Ihr Fachbetrieb wählt die Betriebsart passend zum Gebäude. Zum Tiefton gilt: Sonance legt im Datenblatt fest, dass die Woofer IS10W und IS15W an Sonance-DSP-Endstufen laufen. Der 508 ist dafür nicht vorgesehen. Bass-Paneele von Stealth Acoustics treibt eine separate Subwoofer-Endstufe an. Alle übrigen Lautsprecher in Wand und Decke finden an den acht Kanälen Platz. Für ein Einfamilienhaus mit vier Zonen bleibt die Technik so übersichtlich.
Eine Besonderheit des 508 sind zonenselektive Durchsagen. Eine Ansage kann gezielt in einzelne Räume gehen, etwa nur in Küche und Flur. In den übrigen Zonen läuft die Musik ungestört weiter. Wo die Durchsage ankommt, senkt Ducking die Musik ab, und der Vorrang sorgt dafür, dass die Ansage gut zu verstehen ist. Im Alltag kann das etwa ein Ruf zum Essen sein, der nur die Kinderzimmer erreicht. Für den Klang bietet der Matrix-DSP Equalizer, Hochpass, Delay und Presets. Unsichtbare Lautsprecher klingen hinter Putz nicht in jedem Raum gleich. Ein Badezimmer mit Fliesen klingt heller und halliger als ein Schlafzimmer mit Vorhängen. Mit dem Equalizer lässt sich der Klang darauf abstimmen. Ein Hochpass entlastet kleine Lautsprecher von Tönen, die sie ohnehin nicht wiedergeben. Wer Lautsprecher der Invisible Series einbaut, findet in deren Einbauanleitung den Rat, mit DSP-Klangvorgaben zu arbeiten. Ihr Fachbetrieb speichert solche Einstellungen als Presets. So bleibt ein bewährter Stand gespeichert. Alles wird in der Web-App PowerZone Control eingerichtet. Der Zugang läuft über den Browser, wahlweise per Netzwerkkabel oder über das WLAN des Verstärkers. Konfigurierbare GPIO-Anschlüsse verbinden den Verstärker mit Schaltsignalen anderer Technik. Ein S/PDIF-Ein- und -Ausgang nimmt digitale Signale auf und gibt sie weiter.
Anders als die kleineren Modelle der Serie mit zwei und vier Kanälen nutzt der 508 die volle Breite eines Racks. Er misst 440 × 44 × 320 Millimeter und wiegt 3,5 Kilogramm. Trotz acht Kanälen belegt er nur eine Höheneinheit. Darüber und darunter bleibt so Platz für Streamer, Netzwerk und weitere Verstärker. Im Betrieb nennt Sonance eine Leistungsaufnahme von 150 Watt, im Bereitschaftsbetrieb sind es unter 0,5 Watt. ErP- und Energy-Star-Vorgaben sind eingehalten, eine UL-Listung liegt vor. Bei so vielen Zonen laufen viele Leitungen im Technikschrank zusammen. Deshalb lohnt eine saubere Planung schon im Rohbau. Von jedem Raum führt eine Lautsprecherleitung zum Schrank, bei Stereozonen zwei. Eine Beschriftung der Leitungen erleichtert später die Zuordnung. Das zahlt sich aus, wenn nach Jahren ein Raum umgebaut wird. Für die Web-App ist ein Netzwerkanschluss am Schrank hilfreich. Ein Subwoofer bekommt seine eigene Endstufe, die mit eingeplant werden sollte. Auch der Lüftungsabstand im Rack gehört in die Planung. Reicht die Leistung je Kanal nicht aus, führt die Serie mit stärkeren Modellen weiter.