Sonance IS-ENCL-S

Ein unsichtbarer Lautsprecher steckt in der Wand, und eine Wand hat zwei Seiten. Ohne Zusatz gibt die offene Rückseite einen Teil der Musik an den Raum dahinter weiter, meist als dumpfen Bass. Das Einbaugehäuse IS-ENCL-S wird hinten an den IS6 geschraubt und schließt diesen Weg. Der Hersteller nennt eine breitbandige Minderung von 20 Dezibel, also deutlich weniger Mitlaufen im Nebenzimmer. Im Inneren sorgen eine schwingungsdämpfende Membran und asymmetrisch gesetzte Absorber dafür, eine Gummidichtung und eine luftdichte Kabeldurchführung schließen die Fuge. Für Sie zählen zwei Maße: Das Gehäuse ist 359 mal 359 Millimeter groß, und mit ihm braucht der Einbau 86 Millimeter Tiefe statt rund 68. Beides muss vor dem Verputzen stimmen, weil danach nichts mehr zu ändern ist. Gebraucht wird das Gehäuse überall dort, wo hinter der Wand geschlafen, gearbeitet oder behandelt wird. Für die drei Modelle mit eingebautem Gehäuse gilt das nicht, dort entfällt der Zusatz vollständig.
| Bauart | Schalldämmgehäuse für unsichtbare Lautsprecher (Sound Isolating Enclosure) |
|---|---|
| Einbautiefe | 86 mm mit angebautem Gehäuse (Lautsprecher allein ca. 68 mm) |
| Abmessungen | 359 × 359 × 86 mm (B × H × T) |
| Gewicht | 2,7 kg |
| Besonderheiten | Für Sonance IS6; nach Herstellerangabe 20 dB breitbandige Minderung der Schallübertragung; Korpus aus MDF und Aluminium mit schwingungsdämpfender Membran und asymmetrischen Absorbern; Gummidichtung zum Lautsprecher, luftdichte Kabeldurchführung mit Mutter, Befestigung mit mitgelieferten Schrauben in der Nut der Rückseite; nicht erforderlich für IS6T, IS8T und IS15W (Gehäuse eingebaut); Messung IS8 mit mittlerem Gehäuse: STC 30; Rohbau-Platzhalter (Preconstruction Brackets) für Wandplatten 12,5 und 16 mm erhältlich |
Ein Lautsprecher, den man nicht sieht, bleibt für das Ohr ein Lautsprecher. Er bewegt eine Fläche, und diese Fläche strahlt nach vorn in Ihren Raum und nach hinten in den Hohlraum der Wand. Steht dort nur Dämmwolle zwischen zwei Ständern, verteilt sich die Energie und kommt im Zimmer dahinter wieder heraus. Besonders der Bass macht das hörbar, weil tiefe Töne lange Wellen haben und sich von einer Gipsplatte kaum aufhalten lassen. Das Ergebnis kennt jeder, der schon einmal neben einem Wohnzimmer geschlafen hat: Man versteht keine Musik, man hört ein Pochen. Das Einbaugehäuse IS-ENCL-S setzt dem ein Ende, indem es die Rückseite des IS6 fest umschließt. Statt in die Wand zu arbeiten, arbeitet der Lautsprecher dann gegen ein abgeschlossenes Volumen. Der Hersteller gibt dafür eine breitbandige Minderung der Schallübertragung von 20 Dezibel an, und das ist im Nebenraum ein hörbarer Unterschied. Vor der Wand ändert sich nichts: Sie sehen weiterhin eine glatte, gestrichene Fläche. Zwei Dinge bleiben dabei unverändert: die Technik vor der Wand und die Bedienung. Der Lautsprecher hängt weiter am gewohnten Verstärker, und im Zimmer ist nach dem Streichen nichts zu sehen. Der Unterschied zeigt sich nur auf der anderen Seite der Wand, und zwar sofort.
Das Gehäuse ist kein gebogenes Blech, sondern ein gebauter Korpus aus MDF und Aluminium. Darin arbeiten eine schwingungsdämpfende Membran und Absorber, die absichtlich nicht symmetrisch sitzen, damit sich stehende Wellen im Inneren nicht aufschaukeln. Diese Bauweise kennt der Hersteller aus hochwertigen HiFi-Lautsprechern und hat sie für die unsichtbare Reihe übernommen. Entscheidend für das Ergebnis ist aber nicht das Material, sondern die Dichtheit. Zwischen Gehäuse und Lautsprecher liegt eine Gummidichtung, die unter der Kante bleiben muss. Das Kabel läuft durch eine luftdichte Durchführung, deren Mutter nach dem Einziehen festgezogen wird. Bleibt an einer dieser beiden Stellen eine Lücke, entweicht dort genau das, was das Gehäuse zurückhalten soll. Deshalb lohnt eine kurze Kontrolle, bevor die Wand geschlossen wird: Sitzt die Dichtung rundum, ist die Mutter fest, sind alle Schrauben gleichmäßig angezogen? Wer das vor dem Spachteln prüft, muss später nichts öffnen. Geliefert wird das Gehäuse einzeln, zusammen mit den Schrauben für die Befestigung. Gehen Schrauben verloren, verweist der Hersteller auf seinen technischen Dienst; passende Ersatzteile gehören zum Produkt und nicht in den nächsten Baumarkt.
Zwei Zahlen gehören auf den Zettel, bevor gebaut wird. Die erste ist die Größe: 359 mal 359 Millimeter, bei einem Gewicht von 2,7 Kilogramm. Die zweite ist die Tiefe: Mit angebautem Gehäuse braucht der Einbau 86 Millimeter, ohne Gehäuse genügen rund 68. Diese knapp zwei Zentimeter entscheiden, ob eine vorhandene Vorsatzschale passt oder ob sie tiefer werden muss. Ein gewöhnliches Ständerwerk mit 75 Millimetern plus Platte nimmt das Maß ohne Weiteres auf. Eine sehr flache Aufdopplung dagegen reicht nicht, und das merkt man am besten vor dem Einbau und nicht danach. Das Gewicht hängt übrigens nicht an der Platte, sondern gehört ins Ständerwerk, so wie der Lautsprecher selbst. Wird im Rohbau schon vor dem Lautsprecher gearbeitet, hält ein Platzhalter des Herstellers die Stelle frei; es gibt ihn für Platten von 12,5 und 16 Millimetern. Besprechen Sie beides früh mit Trockenbauer und Elektriker, denn beide arbeiten genau an dieser Stelle. Gleiches gilt für die Decke: Dort hängt die Masse über Kopf, und die Abhängung muss sie aufnehmen. Ein Gehäuse von 2,7 Kilogramm ist nicht schwer, aber es gehört an einen tragenden Punkt und nicht an die Platte.
Die Antwort hängt nicht vom Klang ab, sondern davon, was hinter der Wand liegt. Brauchen werden Sie es, wenn dort ein Schlafzimmer, ein Kinderzimmer, ein Arbeitszimmer oder eine fremde Wohnung anschließt. Dasselbe gilt für die Decke: Unter einem Wohnraum mit Lautsprechern liegt oft ein Zimmer, in dem jemand schläft. Nicht brauchen werden Sie es an einer Außenwand, an einer Wand zum Keller oder zum Abstellraum und überall dort, wo dahinter niemand gestört wird. Und drei Modelle der Reihe brauchen gar keines, weil sie es eingebaut haben: der IS6T, der IS8T und der IS15W. Für den IS6 ist das IS-ENCL-S die passende Größe; die größeren Lautsprecher der Reihe haben ihre eigenen Gehäuse. Rechnen Sie das Gehäuse von Anfang an mit ein, nicht als späteren Zusatz. Es kostet keinen zusätzlichen Platz im Zimmer und keinen Handgriff am fertigen Raum, aber es verlangt die Entscheidung vor dem Verputzen. Danach bleibt nur die Wahl zwischen leiser Musik und einem unruhigen Nachbarraum. Ein letzter Hinweis zur Reihe: Für jeden unsichtbaren Lautsprecher gibt es die passende Baugröße, klein zum IS6, mittel zum IS8 und zum IS10W, groß zum IS10. Wer mehrere Räume ausstattet, bestellt deshalb nicht dasselbe Gehäuse für alle Stellen.