Sonance IS10W

Der Sonance IS10W ist der unsichtbare Tieftöner der Reihe und dafür gedacht, einer vollständig verborgenen Anlage das Fundament zu geben, das ihr sonst fehlt. Wie die Vollbereichsmodelle wird er vor dem Verputzen in Wand oder Decke gesetzt, anschließend überputzt oder überzogen und mitgestrichen; danach ist von ihm nichts mehr zu sehen. Ein 10-Zoll-Woofer aus Glasfaser arbeitet auf eine großflächige, akustisch entkoppelte Schallwand und bringt die fertige Oberfläche im Tiefton in Bewegung. Er überträgt ausschließlich den Bereich von 35 bis 250 Hertz, verträgt 200 Watt und liegt bei 6 Ohm. Hoch- und Mitteltöner besitzt er nicht, denn er ergänzt vorhandene Lautsprecher, statt sie zu ersetzen. Der Rahmen misst etwa 409 mal 613 Millimeter bei knapp sieben Zentimetern Tiefe, angesteuert wird er über einen Subwooferausgang. Sinnvoll ist er in größeren Wohnräumen, in Medienräumen, in Schlafzimmern und überall dort, wo kein Gehäuse im Raum stehen darf.
| Bauart | Unsichtbarer Bass-Woofer (Basserweiterung) |
|---|---|
| Treiber | 10" Glasfaser-Woofer auf großer Air-Pulse-Membran |
| Hochtöner | — |
| Frequenzgang | 35 Hz – 250 Hz (±3 dB) |
| Belastbarkeit | 200 W |
| Impedanz | 6 Ω nominal |
| Wirkungsgrad | 87 dB (2,83 V / 1 m) |
| Ausschnitt | Einbaurahmen ca. 409 × 613 mm |
| Einbautiefe | ca. 68 mm |
| Abmessungen | 409 × 613 × 80 mm (B × H × T) |
| Gewicht | 10,1 kg je Stück (Versandgewicht) |
| Gitter und Oberfläche | kein Gitter – wird überputzt und überstrichen |
| Besonderheiten | reiner Tieftöner; ergänzt Invisible-Vollbereichsmodelle; an Subwoofer-Verstärker |
Ein Subwoofer ist in den meisten Wohnräumen das unpraktischste Möbelstück der Anlage. Er braucht Stellfläche, er steht selten dort, wo er akustisch hingehört, sondern dort, wo er nicht stört, und optisch lässt er sich kaum einordnen. Der Sonance IS10W löst das anders: Er wird in die Wand oder Decke eingebaut, überputzt oder überzogen und mitgestrichen, und danach ist an dieser Stelle nichts mehr zu sehen. Der Bass kommt aus der Fläche selbst. Für Sie heißt das ein spürbares Fundament unter Musik und Film, ohne dass der Raum einen einzigen Subwoofer zeigt und ohne dass eine Ecke geopfert werden muss. Gedacht ist dieses Modell nicht als eigenständiger Lautsprecher, sondern als Ergänzung. Es übernimmt ausschließlich den Bereich von 35 bis 250 Hertz und arbeitet mit den unsichtbaren Vollbereichsmodellen zusammen, die darüber weiterspielen. Genau diese Arbeitsteilung ist der Grund, warum sich eine vollständig verborgene Anlage damit deutlich erwachsener anhört, als es eine reine Flächenlösung allein je könnte. Und weil der Tiefton nicht aus einer Ecke, sondern aus einer breiten Wandfläche kommt, lässt er sich schlechter orten, was im Alltag als angenehm empfunden wird.
Im Bass zählt vor allem eines: bewegte Luft. Genau deshalb ist dieses Modell so gebaut, wie es gebaut ist. Ein 10-Zoll-Woofer aus Glasfaser arbeitet auf eine großflächige Schallwand, die vom Rahmen akustisch entkoppelt ist. Sie bewegt sich nur wenig, dafür auf ganzer Fläche, und die später aufgetragene Schicht schwingt gleichmäßig mit. Weil er keine Mitten und Höhen übertragen muss, ist die gesamte Konstruktion auf den Tiefton hin ausgelegt, und das hört man: Der Bass wirkt eher trocken und konturiert als schwammig. Eine Bassreflexöffnung gibt es nicht, also auch kein Strömungsgeräusch und keinen Schlitz, der in der Wand sichtbar bliebe. Angesteuert wird der IS10W wie ein gewöhnlicher Subwoofer über einen entsprechenden Ausgang am Verstärker oder Prozessor. Dort legen Sie fest, wie laut er mitspielt und ab welcher Tonhöhe er die Arbeit übernimmt. In größeren Räumen lassen sich mehrere Subwoofer verteilen, was den Bass über die Sitzplätze hinweg gleichmäßiger macht, als es eine einzelne Bassquelle in einer Ecke jemals schafft. Wichtig ist dabei, diese Grenze nicht zu hoch zu legen, damit die Stimmenlage vollständig bei den Vollbereichsmodellen bleibt und der Woofer wirklich nur trägt.
Bei einem Standsubwoofer schieben Sie das Gehäuse ein paar Mal durch den Raum, bis der Bass an Ihrem Platz stimmt. Diese Möglichkeit haben Sie hier nicht, und das ist der ehrlichste Hinweis zu diesem Produkt. Der IS10W wird in die offene Wand oder Decke gesetzt, verkabelt, überputzt und gestrichen; ab dem Anstrich ist seine Position unveränderlich. Eine Korrektur bedeutet Öffnen, Neuaufbau und ein komplett neu gestrichenes Wandfeld. Deshalb gehört die Frage, wo der Bass entstehen soll, in die frühe Planung und nicht auf die Baustelle. Grundsätzlich gilt: Nähe zu Ecken und Kanten verstärkt den Tiefton, die Mitte einer langen Wand liefert oft die gleichmäßigere Verteilung, und Ihr Hörplatz sollte bei dieser Überlegung schon feststehen. Der Rahmen von rund 409 mal 613 Millimetern braucht ein freies Wandfeld, knapp sieben Zentimeter Tiefe müssen im Aufbau vorhanden sein, und die Leitung wird gleich mitgelegt. Wer diese Punkte vorher klärt, bekommt ein Ergebnis, an dem nie wieder etwas verändert werden muss. Wer sie überspringt, korrigiert später mit Werkzeug statt mit Reglern. Ein kurzer gemeinsamer Blick auf den Grundriss erspart hier viel Ärger, weil er zwei Fragen auf einmal klärt: Welches Wandfeld bleibt frei, und wo genau werden Sie später sitzen.
Für welche Räume ist dieses Modell die richtige Größe? In einem Wohnzimmer üblicher Größe, in einem Arbeits- oder Schlafraum und in einem Medienzimmer mit normalem Anspruch ergänzt ein einzelner Subwoofer die unsichtbaren Vollbereichsmodelle sehr überzeugend. Sie gewinnen Wärme im Grundton, ein hörbares Fundament unter Bassläufen und deutlich mehr Ruhe im übrigen Klangbild, weil die Vollbereichsmodelle den Tiefton nicht mehr allein stemmen müssen. Was ein Zehnzöller in der Wand nicht leistet, ist der körperlich spürbare Druck eines großen Heimkinos mit tiefen Filmeffekten. Dafür gibt es in derselben Reihe deutlich größere unsichtbare Woofer, und in einem echten Kinoraum sollten Sie zu denen greifen oder mehrere Einheiten vorsehen. Auch das gehört zur Wahrheit: Unsichtbarer Bass ist immer eine Frage der verfügbaren Wandfläche, nicht des guten Willens. Wählen Sie dieses Modell, wenn Ihnen ein sauberes, unaufdringliches Fundament wichtiger ist als maximaler Druck und wenn im Raum wirklich kein Gehäuse stehen soll. Sinnvoll ist er außerdem als Nachrüstung im Zuge einer Sanierung, wenn ohnehin Wände geöffnet werden und die vorhandene Anlage im Tiefton bislang zu dünn geblieben ist.