Blaze PowerZone Connect 122 – zwei Kanäle für einen Raum mit Lautsprechern hinter Putz
Blaze by Sonance · PowerZone Connect 1U Serie

Blaze PowerZone Connect 122 – zwei Kanäle für einen Raum mit Lautsprechern hinter Putz

Der Blaze PowerZone Connect 122 ist ein kleiner Verstärker mit zwei Kanälen für einen einzelnen Raum. Er passt gut zu unsichtbaren Lautsprechern, die in Wand oder Decke sitzen und überspachtelt werden. Solche Lautsprecher sind passiv und brauchen einen Verstärker an anderer Stelle. Der 122 übernimmt diese Aufgabe aus dem Technikschrank oder dem Hauswirtschaftsraum. Jeder Kanal liefert 60 Watt an 8 oder 4 Ohm. Mit Powershare kann ein einzelner Kanal bis zu 125 Watt abgeben. Für Anlagen mit 70 oder 100 Volt steht ein Ausgang mit 125 Watt bereit. Ein digitaler Signalprozessor regelt Klang, Verzögerung und Vorrang für Durchsagen. Eingerichtet wird alles über die eingebaute Web-App PowerZone Control, per Netzwerkkabel oder über das eigene WLAN des Verstärkers. Für digitale Quellen wie Fernseher oder Streamer gibt es einen S/PDIF-Eingang. Das Gehäuse ist 221 Millimeter breit und belegt eine Höheneinheit in halber Rackbreite. Im Bereitschaftsbetrieb braucht er weniger als 0,5 Watt.

Ein Raum, zwei Kanäle, nichts zu sehen

Unsichtbare Lautsprecher verschwinden ganz in der Wand oder Decke. Sonance baut sie in der Invisible Series, Stealth Acoustics in den LineaRadiance-Paneelen. Nach dem Einbau werden sie überspachtelt und mit der Wandfarbe gestrichen. Im Raum bleibt nur eine glatte Fläche ohne Gitter und ohne Rahmen. Die Technik dahinter ist passiv, sie braucht also einen Verstärker, der woanders steht. Für einen einzelnen Raum reicht dafür der PowerZone Connect 122. Seine zwei Kanäle versorgen ein Stereopaar, etwa im Schlafzimmer, im Bad oder im Arbeitszimmer. Ebenso lassen sich zwei kleine Räume getrennt mit je einem Lautsprecher bedienen. Der Verstärker selbst sitzt im Technikschrank, im Keller oder im Hauswirtschaftsraum. Von dort führt eine Lautsprecherleitung in den Raum. Bei einem Stereopaar sind es zwei Leitungen, für jeden Lautsprecher eine. Mehr braucht es an der Wand nicht: kein Display, keine Fernbedienung, keine Bedienknöpfe. Blaze ist die Verstärkerlinie von Sonance. Wer unsichtbare Lautsprecher dieses Herstellers einsetzt, bekommt beides aus einem Haus. Für den ersten Raum mit Musik kann ein kleiner Verstärker ein sinnvoller Einstieg sein. Für weitere Räume gibt es größere Modelle der Serie mit vier oder acht Kanälen.

Leistung für Wand und Decke

Jeder der beiden Kanäle gibt 60 Watt ab, an 8 Ohm ebenso wie an 4 Ohm. Zusammen ergibt das eine Systemleistung von 125 Watt. Mit der Funktion Powershare lässt sich diese Summe auf einen einzigen Kanal bündeln. Das hilft, wenn nur ein Lautsprecher angeschlossen ist, der mehr Reserve braucht. Laut Datenblatt reicht der Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz. Die Endstufe arbeitet in Class-D-Technik auf Basis von Pascal UMAC. In größeren Gebäuden hängen oft viele Lautsprecher an einer langen Leitung, etwa in einer Praxis oder einem Büro. Dafür beherrscht der 122 den Betrieb mit 70 oder 100 Volt und liefert dort einen Ausgang mit 125 Watt. Sonance bietet für solche Anlagen eigene unsichtbare Modelle mit Übertrager an. Ihr Fachbetrieb wählt die passende Betriebsart bei der Planung. Wichtig zu wissen: Für die Sonance-Woofer IS10W und IS15W schreibt Sonance eigene DSP-Endstufen vor. Der 122 übernimmt deshalb die übrigen Lautsprecher im Raum. Wer ein Bass-Paneel von Stealth Acoustics plant, braucht dafür ebenfalls eine eigene Endstufe für Subwoofer. Über diese Aufteilung spricht man am besten schon vor dem Einbau mit dem Fachbetrieb.

Klangregelung im Browser

Ein Lautsprecher hinter Putz klingt in jedem Raum ein wenig anders. Fliesen im Bad werfen den Schall stärker zurück als Vorhänge und Polster im Schlafzimmer. Deshalb lohnt eine Klangregelung, die sich für jeden Raum einstellen lässt. Der PowerZone Connect 122 hat dafür einen vollen Matrix-DSP eingebaut. Er bietet einen Equalizer, ein Hochpassfilter, eine Verzögerung und abrufbare Voreinstellungen. Sonance empfiehlt in der Einbauanleitung der Invisible Series, mit DSP-Klangvorgaben zu arbeiten. Ihr Fachbetrieb legt solche Einstellungen im Verstärker an und speichert sie. Für die Einrichtung dient die Web-App PowerZone Control, die fest eingebaut ist. Sie öffnet sich im Browser, entweder über ein Netzwerkkabel am RJ45-Anschluss oder über das integrierte WLAN. Eine eigene Software muss niemand installieren. Ein Telefon, Tablet oder Laptop mit Browser genügt. Mehrere Quellen lassen sich mischen, zum Beispiel Musik und eine Durchsage. Mit Vorrang und Ducking wird die Musik leiser, sobald eine Ansage kommt. Über konfigurierbare GPIO-Kontakte kann der Verstärker auf Schaltsignale reagieren. Ein digitaler S/PDIF-Eingang nimmt Ton von Fernseher oder Streamer auf, ein S/PDIF-Ausgang reicht ihn weiter. Spätere Änderungen am Klang erledigt der Fachbetrieb ebenfalls im Browser.

Einbau, Leitungen und Planung

Mit 221 Millimetern nimmt der Verstärker nur die halbe Breite eines Racks ein. Er ist 44 Millimeter hoch, 214 Millimeter tief und wiegt 2 Kilogramm. In einem Technikschrank bleibt daneben Platz für Netzwerk, Streamer oder einen zweiten Verstärker. Das UREC-Netzteil mit Leistungsfaktorkorrektur hält den Verbrauch im Bereitschaftsbetrieb unter 0,5 Watt. Schutzschaltungen sichern gegen Kurzschluss, Gleichspannung, Unterspannung, Übertemperatur und Überlast. ErP und Energy Star werden erfüllt, eine UL-Listung liegt ebenfalls vor. Wer neu baut oder saniert, sollte die Leitungen früh planen. Zu jedem Raum mit unsichtbaren Lautsprechern gehört eine eigene Lautsprecherleitung vom Technikschrank. Nach dem Verputzen lässt sich das kaum noch nachholen, ohne Wände zu öffnen. Auch eine Netzwerkdose am Schrank ist sinnvoll, damit die Web-App bequem erreichbar ist. Rund um den Verstärker sollte etwas Luft bleiben. Soll später ein zweiter Raum dazukommen, ergänzt man einfach ein weiteres Modell der Serie. Die Bedienung im Browser bleibt dabei dieselbe. Wer Audio über ein Dante-Netzwerk verteilt, findet mit dem PowerZone Connect 122D die passende Ausführung.

Technische Daten Blaze PowerZone Connect 122

Bauart2-Kanal DSP-Installationsverstärker, Class-D (Pascal UMAC), PowerZone Connect 1U Serie
Frequenzgang20 Hz – 20 kHz (+0 / -0,25 dB, 8 Ω Last, 3 dB unter Nennleistung)
Belastbarkeit2 × 60 W an 8 Ω / 4 Ω · 1 × 125 W an 70/100 V · Systemleistung 125 W · Powershare bis 125 W auf einem Kanal
Impedanz8 Ω / 4 Ω · 70 V / 100 V (Hi-Z)
Abmessungen221 × 44 × 214 mm (1 HE, halbe Rack-Breite)
Gewicht2 kg
BesonderheitenVoller Matrix-DSP; Konfiguration über eingebaute Web-App PowerZone Control per RJ45 oder integriertem WLAN-Zugangspunkt; Mehrzonen-Setup, Eingangsmischung, Vorrang/Ducking, EQ, Hochpass, Delay, Presets; konfigurierbare GPIO; S/PDIF-Ein-/Ausgang; UREC-Netzteil mit PFC, Standby < 0,5 W; Schutz gegen Kurzschluss, DC, Unterspannung, Übertemperatur und Überlast; ErP/Energy Star, UL gelistet; Dante-Anbindung nur beim PowerZone Connect 122D

Herstellerdokumente

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