Ratgeber Planung im Bau
Ratgeber 01

Unsichtbare Lautsprecher planen: Rohbau, Position, Leitungen

Ein unsichtbarer Lautsprecher wird eingebaut, bevor gespachtelt und verputzt wird. Damit unterscheidet er sich von einem Deckenlautsprecher mit Gitter, den man später wieder herausnehmen kann. Wer das früh berücksichtigt, bekommt am Ende eine glatte Wand, aus der Musik kommt.

Warum der Platz vor dem Verputzen feststehen muss

Einen Standlautsprecher kann man so lange im Raum verschieben, bis er gut klingt. Das geht hier nicht. Der Lautsprecher wird in die offene Wand oder Decke eingebaut, angeschlossen, überspachtelt und gestrichen. Danach lässt er sich nicht mehr versetzen. Wer ihn trotzdem verschieben will, muss die Wand öffnen, neu verschließen und die ganze Fläche neu streichen.

Deshalb sollten drei Dinge geklärt sein, solange die Wand noch offen ist. Woher soll die Musik kommen? Wo sitzen oder stehen Sie meistens? Und welche Möbel, Bilder oder Regale kommen später an diese Wand? An der Einbaustelle selbst dürfen keine Leitungen, Rohre oder tragenden Teile im Weg sein.

Das Kabel gehört in die Elektroplanung

Das Lautsprecherkabel wird zusammen mit Steckdosen und Licht geplant und verlegt. Bei Einbetoniergehäusen wird schon im Rohbau ein Leerrohr bis zum Gehäuse geführt. Danach bleibt das Gehäuse bis zum Innenausbau verschlossen, und der Bau geht ganz normal weiter.

Für die Elektronik braucht es einen Platz außerhalb der Wand. Unsichtbare Lautsprecher sind passiv und haben keine Regler, die man nach dem Verputzen noch erreichen müsste. Verstärker, Streamer und bei unsichtbaren Subwoofern die eigene Endstufe stehen im Technikschrank oder in einem Nebenraum.

Die Reihenfolge auf der Baustelle

Solange die Wand offen ist, werden zuerst die Wechsel im Ständerwerk und, falls vorgesehen, das Gehäuse eingebaut. Dann wird das Kabel eingezogen und geprüft. Erst danach wird die Wand mit Platten verschlossen oder betoniert. Die Öffnung bleibt bis zum Schluss abgedeckt, damit kein Bauschutt und keine Spachtelmasse hineinfallen. Wenn der Innenausbau fast fertig ist, wird der Lautsprecher eingesetzt, ausgerichtet und verspachtelt. Danach wird gestrichen.

Manche Entscheidungen lassen sich dabei sogar aufschieben. B-System verwendet für den Sonance IS8 und den IS10W dasselbe Einbetoniergehäuse. Die Stelle kann also vorbereitet werden, bevor feststeht, welches der beiden Modelle dort eingebaut wird.

Welche Größe für welchen Raum

Die Modelle unterscheiden sich vor allem in der Größe. Ein 6,5-Zoll-Modell wie der Sonance IS6 oder der Stealth Acoustics LR116 passt in Flur, Gäste-WC, Ankleide oder ein kleines Schlafzimmer, also für Sprache, leise Hintergrundmusik oder Fernsehton. Im Wohnzimmer sind 8-Zoll-Modelle die richtige Wahl, weil sie mehr Bass liefern und Stimmen und Instrumente voller klingen.

Wer Musik wirklich hören will, plant den Bass gleich mit. Der Ratgeber „Bass ohne Kasten“ beschreibt, wie unsichtbare Subwoofer die übrigen Lautsprecher ergänzen.

Kurz gefragt

Kann ich unsichtbare Lautsprecher später versetzen?

Nein. Nach dem Verputzen und Streichen bleibt der Lautsprecher an seinem Platz. Wer ihn versetzen will, muss die Wand öffnen, neu verputzen und die ganze Fläche neu streichen.

Wer plant den Einbau?

Der Fachhändler stimmt Platz, Gehäuse und Kabel mit Elektro und Trockenbau ab. Über die Bezugsquellenanfrage nennen wir Ihnen einen Fachhändler in Ihrer Nähe.

Passende Produkte

Für Wand und Decke · Einbaugehäuse

Weiterlesen