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Unsichtbare Lautsprecher

Stereo aus einem Paneel

Stereo aus einem Paneel: beide Kanäle in einer Fläche, wo im Raum nur eine Einbaustelle frei ist.

Wenn im Raum nur Platz für einen Lautsprecher ist

Für Stereo braucht man normalerweise zwei Lautsprecher an zwei Stellen, und die gibt es nicht in jedem Raum. Im Flur sind Türen im Weg, im Bad die Dusche, in der Küche die Schränke. In einem schmalen Raum sitzen zwei Lautsprecher so nah beieinander, dass kaum noch Stereo zu hören ist. Für solche Fälle gibt es einen unsichtbaren Stereo-Lautsprecher, der beide Kanäle aus einem Paneel wiedergibt. Er wird wie jeder andere unsichtbare Lautsprecher in Wand oder Decke eingebaut, überspachtelt und gestrichen. Wer Lautsprecher unsichtbar einbauen möchte und nur eine Stelle frei hat, bekommt damit eine gute Lösung für Hintergrundmusik und Fernsehton. Auch dieser Lautsprecher hat kein Gitter und strahlt mit rund 170 Grad sehr breit ab. In kleinen Räumen ist das ein Vorteil, weil der Ton auch direkt an der Wand gleichmäßig bleibt. Dazu kommt weniger Aufwand: ein Ausschnitt, ein Kabel und eine Stelle zum Spachteln. Im Bad, wo Fliesen und Spiegel viel Wand belegen, entscheidet das oft darüber, ob dort überhaupt Musik möglich ist. Daher kommt auch der Name dieser Bauart: Stereo aus einem Paneel.

Technik und Maße des LR224S

Der Stealth LR224S gehört zur LineaRadiance-Reihe. Er misst 606 mal 403 Millimeter, ist 83 Millimeter tief und wiegt 8,2 Kilogramm. Darin arbeitet ein flacher 8-Zoll-Tieftöner, der von beiden Kanälen angesteuert wird. Dazu kommen zwei Neodym-Hochtöner mit 30 Millimetern, einer für links und einer für rechts. Der Frequenzbereich reicht von 45 Hertz bis 20 Kilohertz. Jeder Kanal verträgt 120 Watt, der Hersteller empfiehlt mindestens 60 Watt je Kanal. Die Impedanz beträgt 8 Ohm, der Wirkungsgrad 83 Dezibel. Vier Schutzschaltungen, die sich selbst zurücksetzen, sichern die Wege ab. Die eingebaute Rückkammer lässt sich abnehmen, dann sinkt die Einbautiefe auf 72 Millimeter. Ein zusätzliches Einbaugehäuse braucht der Lautsprecher im Trockenbau deshalb nicht. Für den Wandaufbau heißt das: ein Ausschnitt, ein stabiler Wechsel im Ständerwerk und zwei Verstärkerkanäle. Die Membran besteht wie bei den anderen Modellen der Reihe aus Fidelity Glass Advanced. Der Rahmen hat einen Easy-Tape-Rand, der mit der Wand verspachtelt wird. So sitzt der Lautsprecher bündig in der Gipskartonplatte. Bestellt wird also ein Lautsprecher je Raum und nicht zwei.

Angeschlossen wie zwei Lautsprecher

Obwohl nur ein Lautsprecher in der Wand sitzt, wird er wie ein Paar angeschlossen. Vom Verstärker kommen zwei Kanäle, links und rechts. Jeder Kanal versorgt seinen eigenen Hochtöner, den Tieftöner teilen sich beide. Für Monobetrieb ist er nicht gedacht, an nur einem Verstärkerkanal würde man ihn nur zur Hälfte nutzen. Planen Sie deshalb von Anfang an ein vieradriges Kabel zur Einbaustelle ein. Eine Grenze hat diese Bauart: Links und rechts liegen nur rund 40 Zentimeter auseinander, ein breites Stereobild entsteht dabei nicht. Für Hintergrundmusik und Fernsehton in Küche, Bad und Flur spielt das keine Rolle. An einem Platz, an dem bewusst Musik gehört wird, sind zwei getrennte Lautsprecher die bessere Wahl. Es kommt also weniger auf den Klang an als darauf, wie viel Platz der Raum bietet. Achten Sie außerdem auf die Leistung. Bei 83 Dezibel Wirkungsgrad sind die empfohlenen 60 Watt je Kanal das Minimum. Im Bad oder Flur reicht das, in einer offenen Küche mit Essbereich darf es mehr sein. Eine kräftigere Endstufe muss ja nicht voll aufgedreht werden, sie hat dann einfach Reserve.

Wann zwei Lautsprecher besser sind

Zwei getrennte Lautsprecher ergeben ein breiteres Stereobild und mehr Bass, im Wohnzimmer sind sie der Normalfall. Für die übrigen Räume gilt eine einfache Reihenfolge: Erst prüfen, ob zwei Lautsprecher Platz haben, und nur wenn das nicht geht, den Stereo-Lautsprecher wählen. In der Decke lassen sich zwei kleine Modelle oft leichter unterbringen als in der Wand, weil dort keine Möbel und Türen im Weg sind. Ein Blick auf die Modelle für Wand und Decke lohnt sich deshalb. Sinnvoll ist der Stereo-Lautsprecher auch als Ergänzung: im Bad neben der Anlage im Wohnzimmer, im Flur für Hintergrundmusik oder im Gästezimmer, wo wenig Aufwand gewünscht ist. Wie der Einbau abläuft, zeigt die Einbauanleitung, die Planung im Rohbau beschreibt der Ratgeber. Welche Lösung zu Ihrem Grundriss passt, klärt der Fachhändler, den Ihnen die Bezugsquellenanfrage nennt. Weil die Rückkammer eingebaut ist, braucht der Lautsprecher im Trockenbau kein zusätzliches Einbaugehäuse. In Beton und Mauerwerk muss dagegen eine Nische vorbereitet werden, das gehört in die Abstimmung mit dem Rohbau. Für ein Gästebad oder einen schmalen Flur ist der Stereo-Lautsprecher damit oft die einfachste Lösung.

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