IS6
Unsichtbarer Einbaulautsprecher (In-Wall/In-Ceiling)
KIUnsichtbare Lautsprecher für Wand und Decke: Paneele in 6,5, 8 und 10 Zoll für Trockenbau, Beton und Mauerwerk.
Der Wunsch ist in fast jedem Projekt gleich: Musik im Wohnzimmer, in der Küche, im Schlafzimmer oder im Bad, aber keine Lautsprecher, die man sieht. Unsichtbare Lautsprecher für Wand und Decke machen das möglich. Sie werden vor dem Verputzen eingebaut und danach überspachtelt, tapeziert oder gestrichen. Am Ende sieht man nur eine glatte Wand oder Decke, und von dort kommt die Musik. Lautsprecher unsichtbar in der Wand einzubauen, ist in fast jedem Raum möglich. Eine Ständerwand im Trockenbau ist ebenso geeignet wie eine abgehängte Decke, bei Beton und Mauerwerk kommt ein Einbaugehäuse dazu. Einen zweiten Vorteil merkt man beim Hören. Beide Hersteller geben einen Abstrahlwinkel von rund 170 Grad an, waagerecht und senkrecht. Der Ton verteilt sich dadurch gleichmäßig im Raum, ob man auf dem Sofa sitzt oder in der Küche steht. In Räumen, in denen Möbel, Bilder und Fenster die Wände belegen, ist diese Bauart oft die einzige Möglichkeit. Beim nächsten Renovieren wird die Stelle einfach mitgestrichen, ein Gitter zum Abnehmen und Reinigen gibt es nicht.
Unsichtbarer Einbaulautsprecher (In-Wall/In-Ceiling)
Unsichtbarer Einbaulautsprecher (In-Wall/In-Ceiling)
Unsichtbarer Einbaulautsprecher (Spitzenmodell)
Unsichtbarer 2-Wege-Flachlautsprecher (überstreichbar), Wand/Decke
Unsichtbarer 8" 2-Wege-Flachlautsprecher (überstreichbar), Wand/Decke
Unsichtbarer 8" 3-Wege-Flachlautsprecher (überstreichbar), Wand/Decke
Unsichtbarer Dual-8" 3-Wege-Flachlautsprecher (überstreichbar), Wand/Decke
Je größer der Tieftöner, desto mehr Bass und Lautstärke schafft ein Lautsprecher. Für Bad, Flur, Ankleide oder ein kleines Arbeitszimmer genügen 6,5 Zoll. Der Sonance IS6 hat einen Frequenzbereich von 50 Hertz bis 30 Kilohertz und verträgt 100 Watt. Der Stealth LR116 arbeitet von 45 Hertz bis 20 Kilohertz, ebenfalls mit 100 Watt. In Wohn- und Essräumen sind 8 Zoll die übliche Größe. Der Sonance IS8 beginnt bei 40 Hertz und verträgt 160 Watt, der Stealth LR224 120 Watt. Wo Sprache und Filmton wichtig sind, hat der dreiwegige LR324 einen eigenen Weg für die Mitten. Für große Wohnbereiche und Wohnraumkinos gibt es die größten Modelle. Der Sonance IS10 hat einen 10-Zoll-Tieftöner, beginnt bei 35 Hertz und verträgt 200 Watt. Der Stealth LR430 hat zwei 8-Zoll-Tieftöner und beginnt ebenfalls bei 35 Hertz. Als Faustregel gilt: Je größer der Raum und je lauter Sie hören, desto größer das Modell. Im Zweifel ist das größere Modell, etwas leiser gedreht, die bessere Wahl. Auch die Rahmenmaße zeigen den Unterschied: 409 mal 409 Millimeter beim kleinen Sonance-Modell, 409 mal 613 bei 8 Zoll und 409 mal 728 beim größten.
Die Decke ist die richtige Wahl, wenn ein Raum gleichmäßig beschallt werden soll und die Wände frei bleiben sollen. Das gilt für Küche, Essbereich und Flur und für Räume, die später vielleicht anders eingerichtet werden. Die Wand ist besser, wenn Stereo oder Filmton im Vordergrund stehen, weil zwei Lautsprecher links und rechts ein echtes Stereobild ergeben. Für die Oberfläche gilt bei beiden Herstellern: Die Schicht muss dünn und elastisch bleiben. Putz, Malervlies, Farbe und Tapete sind möglich, bei Stealth Acoustics auch Textil und ausgewählter Strukturputz. Nicht geeignet sind dicke, harte Schichten und Armierungsgewebe, denn sie dämpfen den Klang. Sonance nennt in der Einbauanleitung höchstens drei Millimeter Spachtel über dem Lautsprecher. Wie dick die Schicht tatsächlich geworden ist, lässt sich mit dem DISC System messen. Gemessen wird nach dem Schleifen und vor dem Grundieren, denn danach lässt sich an der Schicht nichts mehr ändern. Die Arbeitsschritte zeigt die Einbauanleitung, die geeigneten Oberflächen beschreibt der Ratgeber Einbau und Oberflächen.
Sonance und Stealth Acoustics bauen ihre unsichtbaren Lautsprecher unterschiedlich. Die Invisible Series von Sonance hat einen Tieftöner aus Carbonfaser hinter einer akustisch entkoppelten Schallwand, die Höhen kommen von einer Biegewellenmembran. Die Rahmen sind 409 Millimeter breit, die Einbautiefe beträgt rund 68 Millimeter, die Impedanz 6 Ohm. Die LineaRadiance-Modelle von Stealth Acoustics haben eine Membran aus Fidelity Glass Advanced und eine abnehmbare Rückkammer. Sie sind 83 Millimeter tief, ohne Rückkammer 65 bis 72 Millimeter, und haben 8 Ohm. Für den Trockenbau bedeutet das: Stealth Acoustics liefert die Rückkammer mit, bei Sonance genügt der mit Mineralwolle gedämmte Hohlraum. Ein Einbaugehäuse ist bei beiden möglich, aber nicht vorgeschrieben. Der Wirkungsgrad liegt mit 82 bis 87 Dezibel etwas unter dem eines Einbaulautsprechers mit Gitter, der Verstärker sollte daher genug Leistung haben. Dafür bleibt die Wand geschlossen, und versteckte Lautsprecher dieser Art passen auch dort, wo ein Gitter stören würde. Die Modelle von Stealth Acoustics haben für jeden Weg eine Schutzschaltung, die sich selbst zurücksetzt: zwei beim Zweiwege-, drei beim Dreiwege-Modell. Welche Modelle in Ihrem Haus zusammenpassen, plant der Fachhändler, den Ihnen die Bezugsquellenanfrage nennt.
So planen Sie unsichtbare Lautsprecher: Platz vor dem Verputzen festlegen, Kabel mit der Elektroplanung verlegen und die Reihenfolge am Bau einhalten.
Lesen 02Unsichtbare Lautsprecher einbauen: bündig einsetzen, verspachteln, dann Farbe, Tapete, Textil oder Strukturputz. Was die Hersteller erlauben und was nicht.
Lesen 05Hotel, Praxis, Laden: Wie die Sonance IS6T und IS8T viele unsichtbare Lautsprecher an einer 70/100-Volt-Leitung betreiben und was vorher feststehen muss.
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