Sonance IS6 – Musik aus der verputzten Wand, ohne dass etwas zu sehen ist
Der Sonance IS6 ist der kleinste unsichtbare Einbaulautsprecher der Reihe und für Räume gedacht, in denen keine Technik zu sehen sein soll. Das Gehäuse verschwindet vollständig in Wand oder Decke; sichtbar bleibt am Ende nur die fertige Oberfläche. Einzuplanen sind ein Einbaurahmen von rund 409 mal 409 Millimetern und 68 Millimeter Bautiefe. Den Klang gibt die fertige Oberfläche selbst ab. Ein 6,5-Zoll-Woofer aus Carbonfaser und ein eigener Antrieb für Mitten und Höhen bringen eine flache, entkoppelte Schallwand zum Schwingen, die den Putz mitnimmt. Der Sechseinhalb-Zoll-Woofer aus Carbonfaser arbeitet dabei auf eine akustisch entkoppelte Schallwand. Mit rund 409 mal 409 Millimetern und knapp sieben Zentimetern Tiefe findet der Sechszöller auch in Wänden Platz, in denen ein größeres Modell nicht mehr unterzubringen wäre. Damit eignet er sich für Bad, Flur, Ankleide, Gästezimmer und Hotelzimmer, also überall dort, wo Ihnen eine ruhige Fläche wichtiger ist als hoher Pegel.
Musik im kleinsten Raum, ohne dass etwas zu sehen ist
Es gibt Räume, in denen ein Lautsprecher schlicht nicht auftauchen darf. Ein Gäste-WC, ein schmaler Flur, eine Ankleide, ein kleines Schlafzimmer: Sobald dort eine Blende an Decke oder Wand sitzt, zieht sie den Blick auf sich, und die sorgfältig gestaltete Fläche wirkt plötzlich unruhig. Der Sonance IS6 geht einen anderen Weg. Er wird in die Wand oder die Decke gesetzt, danach überputzt oder mit Tapete und Furnier überzogen und anschließend gestrichen wie alles ringsum. Wenn der Maler fertig ist, sehen Sie an dieser Stelle nichts mehr: keine Blende, kein Gitter, keine Fuge, keinen Rahmen. Trotzdem kommt Musik aus genau dieser Fläche, und zwar deutlich sauberer, als man einer glatten Wand zutraut. Der Sechszöller ist das kleinste Modell der unsichtbaren Reihe und für Räume gedacht, in denen Sie ohnehin nicht laut hören. Beim Waschen, beim Ankleiden, auf dem Weg durch den Flur, im Hotelzimmer. Für diese Aufgaben genügt seine Größe vollkommen, und das hat einen sehr praktischen Nebeneffekt. Er beansprucht nur rund 409 mal 409 Millimeter Fläche und knapp sieben Zentimeter Tiefe. Damit findet er auch dort Platz, wo für ein größeres Modell in der Wand kein Raum mehr bliebe.
So wird die fertige Wandfläche selbst zum Lautsprecher
Ein gewöhnlicher Einbaulautsprecher schiebt Luft durch die Öffnungen seines Gitters. Der IS6 hat kein Gitter, weil er nach einem anderen Prinzip arbeitet. Hinter dem Putz sitzt eine flache, akustisch entkoppelte Schallwand. Ein 6,5-Zoll-Woofer aus Carbonfaser regt sie im Bassbereich an, ein zweiter Antrieb versetzt sie im Mittel- und Hochtonbereich in feine Biegewellen. Die Schallwand gibt diese Bewegung an den aufgetragenen Putz weiter, und die fertige Oberfläche schwingt kontrolliert mit. Das erklärt zugleich, warum solche Lautsprecher anders klingen als eine Box: Der Schall verlässt eine verhältnismäßig große Fläche statt eines kleinen Konus, verteilt sich breiter im Raum und wirkt weniger punktförmig. Sie hören Musik, ohne sofort sagen zu können, wo genau sie herkommt, und im Bad oder im Flur ist das eher ein Vorteil als ein Mangel. Nach unten kommt er bis 50 Hertz, und das reicht für Stimmen, Radio und den größten Teil dessen, was im Bad oder im Flur läuft. Entscheidend für das Ergebnis ist die Sorgfalt beim Verputzen: Die Schicht darf weder zu dick noch zu hart werden, sonst verliert die Fläche genau die Beweglichkeit, von der alles abhängt.
Der Einbau gehört in den Rohbau, nicht ans Ende
Ein Punkt gehört ehrlich an den Anfang jeder Planung: Dieser Lautsprecher wird eingebaut, bevor gespachtelt und verputzt wird. Damit unterscheidet er sich grundlegend von einem Deckenlautsprecher, den man später aus seiner runden Öffnung wieder herausnehmen kann. Ist der IS6 erst überputzt und gestrichen, ist seine Position endgültig. Ihn zu versetzen bedeutet, die Wand an dieser Stelle zu öffnen, neu zu verputzen und die gesamte Fläche nachzustreichen. Deshalb sollten Sie sich früh festlegen: Wo stehen oder sitzen Sie später, aus welcher Richtung soll der Ton kommen, wie verlaufen die Leitungen, und wo liegen Schalter, Schränke und Türen. In der Praxis heißt das, Elektriker, Trockenbauer und Maler zusammenzubringen, bevor die erste Platte an der Wand hängt. Die Verkabelung wird gleich mitgelegt, denn eine nachträglich gezogene Leitung ist mindestens so aufwendig wie der Lautsprecher selbst. Wer den Gedanken dagegen erst in der Endphase aufgreift, zahlt jeden Meter doppelt: mit Staub, mit Trocknungszeiten und mit einer Wand, die anschließend komplett gestrichen werden muss. Diese Vorbedingung ist die einzige echte Auflage dieser Technik, und sie lässt sich gut erfüllen, wenn man sie rechtzeitig kennt.
Wo der Sechszöller passt und wo Sie größer denken sollten
Ehrlich zu sein bedeutet auch, die Grenzen zu benennen. Der IS6 ist kein Lautsprecher für den großen Wohnraum, in dem Sie sich abends hinsetzen, um bewusst und mit Nachdruck Musik zu hören. Er wird nicht besonders laut, nimmt keine großen Leistungen auf, und sein Bass endet dort, wo Musik gerade anfängt, ein Fundament zu bekommen. Für Stimmen, für ruhige Hintergrundmusik, für den Fernsehton im Nebenraum ist das genau richtig bemessen. Für Filmabende mit Wucht, für elektronische Musik mit tiefem Fundament oder für einen offenen Wohn-Essbereich sollten Sie zum größeren Modell greifen oder einen eigenen unsichtbaren Tieftöner ergänzen. Auch das gehört zur Wahrheit: Ein unsichtbarer Lautsprecher liefert den Bass, den seine Fläche hergibt, und diese Fläche ist beim Sechszöller bewusst klein gehalten. Sinnvoll ist er überall dort, wo Ihnen die ruhige Oberfläche mehr bedeutet als das letzte Dezibel. Also im Bad, im Ankleidezimmer, im Flur, im Gästezimmer oder in der Umkleide eines Ladens. Und er ist die naheliegende Wahl, wenn Sie ein Haus ohnehin durchgängig mit unsichtbaren Lautsprechern ausstatten. Für die Nebenräume brauchen Sie dann ein Modell, das dieselbe Handschrift trägt, aber deutlich weniger Wandfläche belegt.
Technische Daten IS6
| Bauart | Unsichtbarer Einbaulautsprecher (In-Wall/In-Ceiling) |
|---|---|
| Treiber | 6,5" Carbonfaser-Woofer (Air Flex) |
| Hochtöner | Wave-Flex-Antrieb (Biegewellenmembran) |
| Frequenzgang | 50 Hz – 30 kHz (±3 dB) |
| Belastbarkeit | 100 W |
| Impedanz | 6 Ω nominal |
| Wirkungsgrad | 84 dB (2,83 V / 1 m) |
| Ausschnitt | Einbaurahmen ca. 409 × 409 mm |
| Einbautiefe | ca. 68 mm |
| Abmessungen | 409 × 409 × 80 mm (B × H × T) |
| Gewicht | 14,4 kg je Paar (Versandgewicht) |
| Gitter und Oberfläche | kein Gitter – wird überputzt/tapeziert/furniert und überstrichen |
| Besonderheiten | Motion Flex Technologie; akustisch entkoppelte Schallwand |