STLRX85
Unsichtbares 3-Wege-Zweipanel-Spitzenmodell mit Dual-8"-Bandpass-Bass (überstreichbar), Wand/Decke
KIUnsichtbare Lautsprecher mit Bandpass-Bass: Dreiwege-Paneele für Räume, in denen bewusst Musik gehört wird.
Die meisten unsichtbaren Lautsprecher sind für Musik im Hintergrund gedacht. Für Räume, in denen bewusst Musik gehört wird, gibt es eine Stufe darüber: ein Dreiwege-Paneel mit eigenem Bassteil, das in einer Bandpass-Kammer arbeitet. Diese Bauweise holt deutlich mehr Lautstärke und Tiefgang aus einer verputzten Wand. Das passt zu einem Wohnzimmer, in dem abends wirklich Musik läuft, oder zu einer Heimkino-Front ohne sichtbare Technik. Wer Lautsprecher unsichtbar in der Wand plant und trotzdem hohe Lautstärke möchte, ist mit dieser Bauart richtig. Sie braucht allerdings mehr Platz in der Wand als ein einzelner Vollbereichslautsprecher, weil je Seite zwei Paneele eingebaut werden. Außerdem braucht sie einen kräftigen Verstärker. Beides lässt sich im Rohbau gut planen, nachträglich kaum. Das Modell gehört zur eXtended-Reihe von Stealth Acoustics und ist dort das Spitzenmodell. Geliefert wird es als Satz aus zwei Paneelen je Seite. Für Hintergrundmusik in Küche oder Flur ist dieses Modell dagegen zu groß. Wie es aufgebaut ist und wann ein zusätzlicher Subwoofer sinnvoll ist, erklären die folgenden Abschnitte.
Beim Stealth STLRX85 sitzen zwei flache 8-Zoll-Tieftöner in einer abgestimmten Kammer, aus der der Schall durch eine Öffnung austritt. Eine solche Bandpass-Bauweise arbeitet in einem begrenzten Frequenzbereich mit höherem Wirkungsgrad. Aus derselben Membranfläche kommt dort also mehr Lautstärke. Der Hersteller gibt einen Frequenzbereich von 35 Hertz bis 20 Kilohertz an, eine Belastbarkeit von 300 Watt und einen Schalldruck bis 105 Dezibel. Die Mitten übernehmen vier Neodym-Mitteltöner mit 30 Millimetern, die Höhen ein Hochtöner mit 25 Millimetern. Einen zusätzlichen Hochpassfilter braucht der Verstärker laut Hersteller nicht. Empfohlen sind mindestens 120 Watt, bei 84 Dezibel Wirkungsgrad ist mehr Leistung gut angelegt. Der Wirkungsgrad liegt damit im Bereich der anderen Modelle, die Belastbarkeit mit 300 Watt aber deutlich darüber. Mit einem kräftigen Verstärker holt man also mehr Lautstärke heraus, ohne den Lautsprecher zu überlasten. Wichtig ist, dass der Verstärker diese Leistung auch dauerhaft liefern kann. Für ein großes Wohnzimmer ist das ein deutlicher Unterschied zu den Vollbereichsmodellen.
Der STLRX85 besteht aus zwei Paneelen: Das Mittel-Hochton-Paneel misst 305 mal 403 Millimeter, das Bass-Paneel 762 mal 403 Millimeter. Beide bilden zusammen einen Lautsprecher und werden übereinander oder nebeneinander in dieselbe Wand eingebaut. Die Einbautiefe beträgt 64 bis 70 Millimeter, also weniger als bei den LineaRadiance-Modellen mit 83 Millimetern. Das hilft bei dünnen Vorsatzschalen. Ein Stereopaar aus vier Paneelen wiegt rund 28 Kilogramm. Das Gewicht muss vom Ständerwerk getragen werden und nicht von der Gipskartonplatte. Drei Schutzschaltungen, die sich selbst zurücksetzen, sichern die Wege, der Abstrahlwinkel liegt bei rund 170 Grad. Für die Planung heißt das: zwei Ausschnitte je Seite, zwei Wechsel im Ständerwerk und ein Kabel. Üblich ist das Mittel-Hochton-Paneel auf Ohrhöhe und das Bass-Paneel darunter, weil man tiefe Töne kaum orten kann. Halten Sie im Plan fest, welches Paneel oben sitzt. Die Wechsel im Ständerwerk sollten so liegen, dass beide Paneele ohne Lücke übereinander oder nebeneinander passen. Ordnet man beide sauber in einer Linie an, ist später nicht zu erkennen, dass es zwei sind.
Mit 35 Hertz spielt dieses Modell tiefer als alle Vollbereichslautsprecher der beiden Reihen. In vielen Wohnzimmern ist ein zusätzlicher Subwoofer deshalb nicht nötig. Eine Grenze gibt es trotzdem. Die unsichtbaren Subwoofer beginnen bei 30, 32 und 20 Hertz und bewegen über ihre größere Fläche mehr Luft. Für Filmton mit spürbarem Tiefbass sind sie die richtige Wahl. Eine sinnvolle Aufteilung ist daher: Für Musik und Fernsehton auf hohem Niveau reicht das Dreiwege-Paneel allein, für ein Wohnraumkino mit Effekten kommt ein Subwoofer dazu. Auch zusammen bleibt alles unsichtbar in der Wand. Wie man den Bass plant, beschreibt der Ratgeber Bass ohne Kasten, die Planung im Rohbau der Ratgeber zur Planung. Den Einbau übernimmt der Fachhändler, den Ihnen die Bezugsquellenanfrage nennt. Denken Sie auch an den Platz: Ein Stereopaar bedeutet vier Paneele, vier Ausschnitte und vier Wechsel, das gehört früh in die Zeichnung. Fehlt dieser Platz, ist ein Vollbereichslautsprecher mit eigenem Subwoofer die einfachere Lösung. Wer später vielleicht einen Subwoofer ergänzen möchte, sollte das Kabel dafür trotzdem schon im Rohbau verlegen. So bleibt die Wahl offen.