Unsichtbare Lautsprecher

Musik aus der Wand, ohne dass etwas zu sehen ist

Unsichtbare Lautsprecher werden vor dem Verputzen in Wand oder Decke eingebaut und danach überspachtelt, tapeziert oder gestrichen. Anschließend sieht die Stelle aus wie der Rest der Wand: kein Gitter, kein Rahmen, nur die fertige Oberfläche.

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Unsichtbare Lautsprecher für Wand und Decke

Diese Vollbereichslautsprecher werden vor dem Verputzen eingebaut und danach mitgestrichen. Die Modelle unterscheiden sich vor allem in der Größe: 6,5 Zoll reichen für Flur, Bad und kleine Räume, 8 Zoll sind die richtige Wahl für Wohn- und Essbereich.

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Häufige Fragen zu unsichtbaren Lautsprechern

Kann man über den Lautsprecher streichen?

Ja, dafür sind unsichtbare Lautsprecher gemacht. Sie werden überspachtelt und danach wie die übrige Wand mit Farbe, Malervlies oder leichter Tapete versehen. Bei Stealth Acoustics sind auch Textil und ausgewählter Strukturputz möglich, bei Sonance laut Hersteller auch Furnier. Auch beim nächsten Renovieren wird einfach darübergestrichen.

Wie tief muss die Wand sein?

Die Lautsprecher sind flach. Der Sonance IS6 braucht rund 68 Millimeter Einbautiefe, der Stealth Acoustics LR224 83 Millimeter mit Rückkammer und 72 Millimeter ohne. Damit passen sie in eine normale Ständerwand. Wer im Trockenbau zusätzlich ein Einbaugehäuse setzt, rechnet mit dessen Höhe von 97 Millimetern.

Geht das auch in fertigen Räumen?

Ja, aber nur mit Aufwand. Der Lautsprecher wird vor dem Spachteln eingesetzt, deshalb muss die Wand oder Decke an dieser Stelle geöffnet und danach wieder verschlossen, verspachtelt und neu gestrichen werden. Am einfachsten ist der Einbau im Neubau oder bei einer Renovierung, bei der ohnehin gespachtelt wird.

Wie funktioniert das ohne Gitter?

Bei einem normalen Einbaulautsprecher kommt der Schall durch das Gitter. Ein unsichtbarer Lautsprecher hat stattdessen eine flache, akustisch entkoppelte Schallwand, die von den Treibern bewegt wird. Die dünne Spachtelschicht darauf schwingt mit, deshalb ist die Musik auch durch Putz und Farbe gut zu hören.

Woher kommt der Bass?

Vollbereichsmodelle wie der Sonance IS6 geben Töne ab etwa 50 Hertz wieder, der Stealth Acoustics LR224 ab 45 Hertz. Für kräftigeren Bass gibt es unsichtbare Subwoofer, etwa den Sonance IS10W für 35 bis 250 Hertz oder die Subwoofer von Stealth Acoustics. Sie sind passiv und brauchen eine eigene Endstufe, bei Stealth Acoustics zum Beispiel die SA255.

Eignen sich unsichtbare Lautsprecher für Hotels und Praxen?

Ja. Dafür gibt es die 70/100-Volt-Modelle Sonance IS6T und IS8T. Viele Lautsprecher hängen an einer gemeinsamen Leitung, und an jedem wird über den eingebauten Übertrager eingestellt, wie viel Leistung er bekommt. Das spart Kabel in Gebäuden mit vielen Räumen.

Klingen unsichtbare Lautsprecher schlechter als sichtbare?

Nein, aber sie klingen anders: Weil sie sehr breit abstrahlen, klingt es im ganzen Raum gleichmäßig und nicht nur an einem Platz. Der Wirkungsgrad liegt mit 82 bis 87 Dezibel etwas niedriger als bei Lautsprechern mit Gitter, mit einem ausreichend starken Verstärker reicht das in Wohnräumen gut für Musik und Filmton. Wer an einem festen Platz sehr genau hören möchte, ist mit klassischen Lautsprechern besser bedient.

Lautsprecher unsichtbar einbauen: geht das in Trockenbau und in Beton?

In beiden Fällen ja, nur mit unterschiedlichem Aufwand. Im Trockenbau wird der Lautsprecher in die offene Ständerwand oder die abgehängte Decke eingesetzt, bei Bedarf mit einem Gehäuse aus MDF. In Beton und Mauerwerk kommt ein Einbetoniergehäuse oder ein Einputzrahmen dazu, der vor dem Betonieren oder vor dem Verputzen eingebaut wird. Wichtig ist in beiden Fällen, dass die Wand an dieser Stelle noch offen ist.

Geht das in einer Mietwohnung?

Technisch ja, aber nur mit Zustimmung der Vermieterin oder des Vermieters. Für den Einbau wird die Wand oder Decke geöffnet, und der Lautsprecher bleibt danach fest eingebaut. Ist der Vermieter nicht einverstanden, sind sichtbare Lautsprecher die bessere Lösung. Klären Sie das am besten vor der Planung.

Tapete oder Putz: was ist besser?

Beides geht, solange die Schicht dünn bleibt. Üblich sind Spachtel mit Farbe, Malervlies oder eine leichte Tapete, bei Stealth Acoustics auch Textil und ausgewählter Strukturputz. Dicke, harte Schichten und Armierungsgewebe sind nicht geeignet, weil sie den Klang dämpfen. Sonance erlaubt höchstens drei Millimeter Spachtel über dem Lautsprecher.

Spanndecke mit Schallwandler oder Paneel im Trockenbau: was ist der Unterschied?

Bei einer Spanndecke sitzt ein Körperschallwandler, auch Exciter genannt, auf der Folie und bringt sie zum Schwingen. Ein unsichtbarer Lautsprecher ist dagegen ein kompletter Lautsprecher mit eigener Membran und Frequenzweiche, dessen Frequenzgang, Belastbarkeit und Wirkungsgrad im Datenblatt stehen. Er wird in eine feste Wand oder Decke aus Trockenbau, Beton oder Mauerwerk eingebaut. Welche Lösung passt, hängt davon ab, was in Ihrem Raum ohnehin gebaut wird.

Was kostet ein unsichtbarer Lautsprecher?

Der Aufwand setzt sich aus vier Teilen zusammen: Lautsprecher, gegebenenfalls Einbaugehäuse, Verstärker und Einbau mit Trockenbau, Elektro und Maler. Vor allem der Einbau hängt vom Zustand der Baustelle ab, deshalb erstellt der Fachhändler ein Angebot für das ganze Vorhaben. Über die Bezugsquellenanfrage nennen wir Ihnen einen Fachhändler in Ihrer Nähe.