Deckeneinbau: Schalldämmgehäuse hinter der Gipskartondecke
Unsichtbare Lautsprecher

Einbaugehäuse

Einbaugehäuse für unsichtbare Lautsprecher: aus MDF für den Trockenbau, als Einbetoniergehäuse für Beton und Mauerwerk.

Warum ein Einbaugehäuse sinnvoll sein kann

Ein unsichtbarer Lautsprecher gibt Schall nach vorn in den Raum ab, aber auch nach hinten in die Wand. Was dort passiert, beeinflusst den Klang. Der Hohlraum zwischen zwei Ständern ist in jedem Bau anders groß, und damit klingt auch der Bass jedes Mal etwas anders. Ein Einbaugehäuse für unsichtbare Lautsprecher sorgt für ein festes Volumen, schützt die Rückseite vor Dämmwolle, Staub und Mörtel und hält den Schall vom Nebenraum fern. Das Ergebnis lässt sich besser vorhersagen, und im Nebenraum bleibt es ruhiger. Im Trockenbau ist ein Gehäuse nicht vorgeschrieben. Die Einbauanleitungen beider Hersteller verlangen dort nur einen mit Mineralwolle gedämmten Hohlraum, und die Modelle von Stealth Acoustics haben ihre Rückkammer ohnehin dabei. Wer Lautsprecher unsichtbar in der Wand plant, sollte diese Frage im Rohbau klären, weil man später nicht mehr hinter den Lautsprecher kommt. Es gibt drei Fälle: Für den Trockenbau gibt es passende Gehäuse aus MDF, für Beton und Mauerwerk Einbetoniergehäuse und Einputzrahmen. Für bewohnte Nebenräume kommen zusätzlich Schalldämmgehäuse in Frage.

14 von 14 Produkten

Trockenbau: Gehäuse aus MDF

Für Ständerwände und abgehängte Decken gibt es die Gehäuse der Reihe Dryboxx Invisible. Sie bestehen aus weißem MDF, sind auf Gehrung geschnitten und innen mit Noppenschaumstoff ausgekleidet. Dazu gehören eine Entkopplungsmatte, eine Platzhalter-Platte und eine gedruckte Anleitung. Jedes Gehäuse passt genau zu einem Lautsprecher. Für den IS6 misst es 555 mal 555 Millimeter bei 20 Litern. Für IS8 und IS10W sind es 670 mal 550 Millimeter bei 24,35 Litern, für den IS10 910 mal 555 Millimeter bei 33,4 Litern. Die Gehäuse sind 97 Millimeter hoch, innen 85 Millimeter, und passen zu Rastermaßen von 400, 500 und 625 Millimetern. Zwei Rohreinführungen mit Gummistopfen nehmen Leerrohre bis 25 Millimeter auf. Für die klassischen Modelle von Stealth Acoustics gibt es die Reihe Dryboxx Invisible Stealth in drei Größen mit denselben Volumen. Die Platzhalter-Platte bleibt während der Bauzeit in der Öffnung und wird erst beim Einsetzen des Lautsprechers entfernt. So geht die Stelle beim Bauen nicht verloren. Die Entkopplungsmatte verhindert, dass sich Schwingungen auf die Wand übertragen. Eingesetzt wird das Gehäuse zwischen den Ständern, bevor die Platten montiert werden.

Beton und Mauerwerk: einbetonieren oder einputzen

In Betondecken, Betonwänden und gemauerten Wänden kommen die Gehäuse der Reihe Euroboxx Invisible zum Einsatz. Der Grundkörper besteht aus EPS und EPP mit einem eingeklebten OSB-Deckel auf der Rückseite und wird einbetoniert. Ein Rahmen im Inneren lässt sich um 0 bis 40 Millimeter in der Höhe verstellen. So schließt die Öffnung später genau mit dem Putz ab. Die Volumen reichen von 16,7 Litern für den IS6 über 24,6 und 29 Liter bis zu 43,75 Litern für den langen IS10-2W. Die Einbautiefe beträgt höchstens 100 Millimeter. Ausbrechbare Öffnungen oben und unten nehmen Leerrohre mit 20 und 25 Millimetern auf. Außerdem gibt es die MC FRAMES in 22 Varianten: als offene Einputzrahmen für Mauerwerk und als geschlossene Betongehäuse mit dem Zusatz D. Alle haben Dämmmaterial, eine Platzhalterplatte und eine umlaufende Rissbrücke für höchstens drei Millimeter Spachtel. Für die Nische gilt eine einfache Regel: in Breite und Höhe 10 bis 15 Millimeter größer als der Rahmen und mindestens so tief wie der Rahmen. Was passt, hängt vom Baufortschritt ab: Einbetoniergehäuse kommen vor dem Betonieren in die Schalung, Einputzrahmen in eine Nische im fertigen Mauerwerk.

Wann ein Schalldämmgehäuse nötig ist

Wichtig ist auch, was auf der anderen Seite der Wand liegt. Ist dort ein Schlafzimmer, ein Kinderzimmer oder eine andere Wohnung, kommt ohne zusätzliche Dämmung ein Teil der Musik dort an, vor allem der Bass. Dafür gibt es die Schalldämmgehäuse IS-ENCL S, IS-ENCL M und IS-ENCL L, die hinten an den Lautsprecher geschraubt werden. Der Hersteller nennt eine Minderung der Schallübertragung um 20 Dezibel über den ganzen Frequenzbereich. Für den IS8 mit dem mittleren Gehäuse wurde die Schalldämmklasse STC 30 gemessen. Die Zuordnung ist festgelegt: S passt zum IS6, M zum IS8 und IS10W, L zum IS10. Mit Gehäuse beträgt die Einbautiefe 86 statt rund 68 Millimeter, das muss im Wandaufbau berücksichtigt werden. Wer Lautsprecher verstecken möchte, sollte also auch an die Nachbarn denken. Welche Lösung zu Ihrer Wand passt, beschreibt der Ratgeber Gehäuse hinter der Wand. Bei IS6T, IS8T und IS15W ist das Gehäuse schon eingebaut, ein Schalldämmgehäuse entfällt dort. Notieren Sie, welches Gehäuse an welcher Stelle sitzt. Wird das Haus später erweitert, ist das die erste Frage.

Passende Ratgeber