Ein Lautsprecher, der in der Fläche verschwindet, und das Gehäuse dahinter
B-System · Dryboxx Invisible

Ein Lautsprecher, der in der Fläche verschwindet, und das Gehäuse dahinter

Marke: B-System Serie: Dryboxx Invisible Bauart: Einbaugehäuse

Der Sonance IS8 gehört zu den Lautsprechern, die man nach dem Einbau nicht mehr findet: Er wird in die Decke oder Wand eingelassen, überspachtelt und mitgestrichen. Damit er dabei nicht an Klang verliert, gehört hinter ihn ein geschlossenes Gehäuse – und das ist die B-System Dryboxx für den IS8. Sie ist ausschließlich für dieses Modell gemacht, ihre Öffnung entspricht genau dem Einbaumaß des Lautsprechers, sodass beim Zuschneiden nichts schiefgehen kann. Das Gehäuse schließt gut 24 Liter Luft ein, was dem Lautsprecher einen vollen, ruhigen Bass verschafft, statt ihn im Hohlraum der Konstruktion verhallen zu lassen. Innen ist er mit Schaumstoff ausgekleidet, damit nichts nachhallt, und eine Matte zwischen Lautsprecher und Fläche hält Vibrationen von der Decke fern. Er ist flach gehalten und passt damit auch dann, wenn über der Decke wenig Platz ist. Sichtbar bleibt nach dem Streichen nichts mehr; nur der Klang verrät, dass in dieser Fläche überhaupt etwas eingebaut ist.

Musik aus einer glatten Fläche

Stellen Sie sich ein Wohnzimmer vor, in dem keine Lautsprecher zu sehen sind: keine Gitter, keine Ränder, keine Kanten. Nur eine ruhige, gestrichene Decke – und trotzdem Musik im ganzen Raum. Genau das leistet ein unsichtbarer Lautsprecher wie der Sonance IS8. Er wird in die Fläche eingesetzt, überspachtelt und im selben Farbton gestrichen wie alles ringsum. Für Räume, in denen die Einrichtung im Vordergrund stehen soll, ist das die konsequenteste Lösung. Sie hat allerdings eine Bedingung: Was hinter dem Lautsprecher liegt, muss vorher stimmen, denn hinterher kommt niemand mehr heran. Ohne Gehäuse arbeitet seine Rückseite in den Hohlraum der Decke, und wie groß und wie gedämmt der ist, entscheidet die Konstruktion. Die Einbauanleitung verlangt dort eine Dämmung aus Mineralwolle, mehr nicht. Ein geschlossenes Gehäuse geht einen Schritt weiter: Es gibt dem Chassis in jedem Bau denselben Rückraum und hält die Beplankung aus dem Spiel. Dazu kommt der Raum über der Decke: Was dorthin abgegeben wird, kann im Zimmer darüber ankommen. Ein Gehäuse schließt diesen Weg und macht aus einer offenen Konstruktion einen abgeschlossenen Rückraum.

Das Gehäuse ist auf diesen einen Lautsprecher zugeschnitten

Bei sichtbaren Lautsprechern lässt sich ein Ausschnitt notfalls noch mit einer Blende kaschieren. Bei einem überspachtelten Modell gibt es diese Reserve nicht: Die Öffnung muss genau passen, sonst zeichnet sich die Stelle später in der fertigen Fläche ab. Aus diesem Grund gibt es für den IS8 kein Allzweckgehäuse, sondern eines mit fest vorgegebener Öffnung im Maß des Lautsprechers. Sie bestellen es also zum Lautsprecher und nicht zum Raum, und der Handwerker muss weder messen noch anzeichnen. Innen stehen gut 24 Liter Luft zur Verfügung. Das klingt nach wenig, ist für einen eingebauten Lautsprecher aber genau das Volumen, das ihm einen sauberen, tiefen Bass gibt. Und vor allem eines, das sich nicht verändert, egal wie der Hohlraum dahinter aussieht. Achten Sie nur darauf, dass Gehäuse und Lautsprechermodell wirklich zusammengehören. Die verwandten Modelle derselben Baureihe haben andere Öffnungen, und ein Verwechseln fällt erst auf, wenn die Fläche schon zu ist. In der Praxis heißt das für Sie: Nennen Sie beim Bestellen einfach den Lautsprecher, dann stimmt der Rest von allein. Heben Sie außerdem die beiliegende Anleitung auf, bis der Einbau abgeschlossen ist. Notieren Sie darauf, welches Modell zu diesem Gehäuse gehört, denn das wird beim Setzen des Lautsprechers noch einmal gebraucht.

Wenig Platz über der Decke? Kein Problem

Viele Wohnungen haben keine großzügig abgehängte Decke, sondern nur ein paar Zentimeter Luft unter der Rohdecke, gerade genug für Leitungen und Spots. Dieses Gehäuse ist deshalb bewusst flach gehalten: Es baut knapp zehn Zentimeter hoch und findet damit auch in einem schmalen Deckenaufbau Platz. Statt in die Höhe geht es in die Fläche, denn der IS8 selbst ist lang und schmal geschnitten. Für Sie heißt das in der Praxis: Prüfen Sie nicht, wie hoch das Gehäuse ist, sondern wie lang. Die Öffnung ist deutlich über einen halben Meter lang, und sie muss so liegen, dass sie nicht mit einem Träger der Deckenkonstruktion, einer Leuchte oder einer Revisionsklappe kollidiert. Diese Abstimmung mit dem Trockenbauer sollten Sie führen, bevor irgendetwas geschnitten wird. Danach ist die Lage endgültig, weil die Fläche darüber verschlossen und gestrichen wird und sich eine Korrektur nicht mehr unsichtbar ausbessern lässt. Nehmen Sie sich vor dem Anzeichnen einen Moment für die Sitzposition. Ein Lautsprecher genau über dem Sofa klingt anders als einer, der zwei Meter daneben in der Ecke sitzt. Und weil sich die Lage später nicht mehr ändern lässt, ist diese Viertelstunde gut angelegt.

Einmal richtig eingebaut, danach vergessen

Der Ablauf ist einfach, wenn die Reihenfolge stimmt. Das Gehäuse wird gesetzt, solange die Decke noch offen ist, das Kabel wird eingezogen und einmal durchgemessen, dann wird beplankt. Die Öffnung bleibt verschlossen, bis der Lautsprecher kommt, damit kein Bauschutt hineinfällt – den bekommt niemand später wieder heraus. Eingesetzt wird er vor dem Spachteln, Schleifen und Streichen, denn die Spachtelschicht zieht sich dünn über ihn hinweg. Legen Sie das Kabel unbedingt in ein Leerrohr, das bis zum Verstärkerplatz durchläuft. Sollte später einmal ein anderes Kabel nötig sein, ziehen Sie es einfach nach, statt eine fertig gestrichene Decke zu öffnen. Ist das erledigt, gibt es an diesem Einbau nichts mehr zu tun. Der Lautsprecher sitzt geschützt in einem dichten Gehäuse, Staub und Insekten aus dem Deckenhohlraum kommen nicht an ihn heran. Und Sie haben einen Raum, in dem Musik spielt, ohne dass man sagen könnte, woher genau. Was danach bleibt, ist eine Decke ohne jede Technik und ein Klang, der nicht aus einer Ecke kommt, sondern im ganzen Raum steht. Für den Alltag heißt das vor allem Ruhe: keine Kabel, keine Ständer, keine Geräte, die abgestaubt werden wollen.

Technische Daten Dryboxx Invisible IS8

BauartAuf den Sonance IS8 zugeschnittenes Einbaugehäuse aus MDF für Trockenbauwände und abgehängte Decken
Ausschnitt540 × 250 mm (Aussparungsmaß passend zu Sonance IS8 und Sonance IS10W)
Einbautiefe85 mm Innenhöhe bei 97 mm Gehäusehöhe und 101 mm Gesamthöhe laut Herstellerzeichnung
Abmessungen670 × 550 × 97 mm (L × B × H)
BesonderheitenInnenvolumen 24,35 l; MDF weiß, auf Gehrung geschnitten; Akustik-Noppenschaumstoff innen; inkl. Entkopplungsmatte, Platzhalter-Platte aus Waben-Kunststoff und gedruckter Installationsanleitung; 2 Rohreinführungen mit Gummipfropfen bis 25 mm; Rastermaße 400/500/625 mm; im Herstellerdatenblatt gemeinsam für Sonance IS8 und IS10W geführt

Herstellerdokumente

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