Dryboxx Invisible IS6
Auf den Sonance IS6 zugeschnittenes Einbaugehäuse aus MDF für Trockenbauwände und abgehängte Decken
Wenn ein Lautsprecher überputzt wird, sehen Sie am Ende nur noch Wand. Hinter dieser Fläche braucht er allerdings Luft, und zwar eine festgelegte Menge. Bleibt der Hohlraum in der Trockenbauwand offen, verteilt sich der Schall nach hinten in die Konstruktion, der Bass wird dünn, und zwei gleiche Lautsprecher klingen in zwei Räumen unterschiedlich. Genau das verhindert dieses Bauteil: Es schließt ein Volumen von 20,00 bis 33,40 Liter ein, je nach Größe, und koppelt es zugleich von Profilen und Beplankung ab. Für Sie als Nutzer hat das zwei Folgen. Der Klang wird vorhersagbar, weil nicht die Bauweise der Wand darüber entscheidet, sondern ein Bauteil mit festen Maßen. Und die Nachbarschaft hört weniger, weil kaum Schall in die Konstruktion wandert. Nebenbei schützt der Korpus den Lautsprecher vor Staub und vor Dämmwolle, die sonst von hinten an die Membran kommt. Was Sie dafür brauchen, ist eine Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt, nämlich vor dem Beplanken der Wand. Danach ist der Einbau nur noch mit Öffnen der Fläche möglich. Ein Einbaugehäuse ist also kein Zubehör, sondern der Grund dafür, dass ein überputzter Lautsprecher verlässlich klingt.
Auf den Sonance IS6 zugeschnittenes Einbaugehäuse aus MDF für Trockenbauwände und abgehängte Decken
Auf den Sonance IS8 zugeschnittenes Einbaugehäuse aus MDF für Trockenbauwände und abgehängte Decken
Auf den Sonance IS10 zugeschnittenes Einbaugehäuse aus MDF für Trockenbauwände und abgehängte Decken
Auf den Sonance IS10W zugeschnittenes Einbaugehäuse aus MDF für Trockenbauwände und abgehängte Decken
Die Reihe ist nicht universell, sondern zugeschnitten. Für den kleinen Sonance IS6 misst der Korpus 555 mal 555 mal 97 Millimeter mit einer Aussparung von 340 mal 250 Millimetern. Für den mittleren IS8 sind es 670 mal 550 mal 97 Millimeter mit einem Ausschnitt von 540 mal 250 Millimetern; derselbe Korpus ist beim Hersteller auch für den IS10W vorgesehen. Für den großen IS10 stehen 910 mal 555 mal 97 Millimeter mit einer Aussparung von 655 mal 250 Millimetern bereit. Gibt es bei Ihnen eine Ausführung mit Übertrager, den IS6T, führt der Hersteller dafür ein eigenes Bauteil mit 105 Millimetern Höhe. Wichtig ist bei allen Größen dieselbe Zahl: 85 Millimeter Innenhöhe, 97 Millimeter Höhe des Korpus und 101 Millimeter mit allem. Ihre Wand muss also mindestens diese Tiefe hergeben, und dahinter sollte noch Luft für die Leitung bleiben. Eine übliche Vorsatzschale auf 100 Millimeter Ständerwerk genügt. Eine dünne Konstruktion vor einer Massivwand reicht dagegen nicht, und eine Betonwand selbst braucht ohnehin ein anderes Bauteil. Eine abgehängte Decke bietet dieselbe Möglichkeit wie eine Wand. Fragen Sie deshalb früh nach der Tiefe der geplanten Konstruktion; sie ist später nicht mehr zu ändern, ohne die Fläche zu öffnen.
Mitgeliefert wird mehr als der Korpus, und jedes Teil hat einen Grund. Die Entkopplungsmatte liegt zwischen Bauteil und Unterkonstruktion, damit keine Schwingung in die Wand übergeht; das hört man vor allem im Nachbarraum. Der Akustik-Noppenschaumstoff im Inneren bricht stehende Wellen, die in einem rechtwinkligen Volumen entstehen und einzelne Töne betonen würden. Die Platzhalter-Platte aus Waben-Kunststoff hält die Aussparung frei, solange auf der Baustelle gearbeitet wird, und verhindert, dass Spachtelmasse oder Staub in das Volumen fällt. Zwei Rohreinführungen mit Gummipfropfen nehmen Leerrohre bis 25 Millimeter auf, oben und unten, damit die Leitung von der günstigeren Seite kommen kann; ungenutzte Pfropfen bleiben dicht. Dazu kommt eine gedruckte Anleitung, die am Einbautag beim Handwerker liegen sollte und nicht im Büro. Das Material selbst ist weißes MDF mit auf Gehrung geschnittenen Kanten. Es ist steif, schwer und nimmt keine Form an, die das Volumen verändert, und genau darauf kommt es an. Eingebaut ist alles zusammen in wenigen Minuten, wenn am Einbautag alle Teile beisammen sind. Matte, Platzhalter und Anleitung gehören deshalb zum Gehäuse und nicht in eine andere Kiste. Dann kann der Handwerker in einem Durchgang arbeiten.
Diese Entscheidung fällt mitten im Rohbau oder im Umbau, nicht beim Einrichten. Richtig ist die Reihenfolge: Ständerwerk stellen, Korpus zwischen die Profile setzen, Leerrohr anschließen, dann beplanken, dann den Lautsprecher einsetzen und erst danach verputzen. Alles, was danach kommt, bedeutet Öffnen und Nacharbeiten an einer fertigen Fläche. Sprechen Sie deshalb früh mit dem Trockenbauer, nicht erst mit dem Maler. Zwei Dinge sollten Sie dabei festhalten lassen. Erstens die Lage mit Maßbezug zu zwei festen Kanten, weil später nichts mehr zu erkennen ist und bei jeder Arbeit an der Wand danach gesucht wird. Zweitens die Frage nach dem Untergrund: In einer Trockenbauwand oder einer abgehängten Decke ist dieses Bauteil richtig, in Beton oder Mauerwerk gehört ein Gehäuse zum Einbetonieren dorthin. Wer beides vorher klärt, hat am Ende eine Wand, an der nichts zu sehen ist, und einen Klang, der nicht vom Zufall abhängt. Ein praktischer Hinweis noch: Lassen Sie sich die eingebauten Teile fotografieren, bevor beplankt wird. Ein Bild von der offenen Wand ist später mehr wert als jede Beschreibung.