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Unsichtbare Lautsprecher

Für 70/100-Volt-Anlagen

Unsichtbare Lautsprecher für 70- und 100-Volt-Anlagen: viele Räume an einer Leitung, für Hotel, Praxis und Laden.

Viele Lautsprecher an einer Leitung

In einem Wohnzimmer hängen zwei Lautsprecher an einem Verstärker. In einem Hotel, einer Praxis, einem Laden oder einem Büro sind es zwanzig oder vierzig, verteilt über Flure, Zimmer und Wartebereiche. Für solche Anlagen gibt es die 70- oder 100-Volt-Technik. Alle Lautsprecher hängen an einer gemeinsamen Leitung, und jeder bekommt über seinen Übertrager nur die Leistung, die für seinen Raum eingestellt ist. Das spart Kabel, erlaubt lange Leitungen ohne große Verluste und lässt sich zentral regeln. Der Verstärker steht dabei an einer Stelle im Technikraum. Zusammen mit unsichtbaren Lautsprechern entsteht so eine unsichtbare Beschallung, die im ganzen Gebäude gleich klingt. Gäste, Patienten und Kunden hören die Musik, sehen aber keine Technik. Wer Lautsprecher unsichtbar einbauen lässt und viele Räume ausstatten möchte, plant deshalb von Anfang an mit dieser Technik statt mit einzelnen Paaren an 8 Ohm. Der Unterschied liegt im Übertrager. Bei 8 Ohm teilen sich die Lautsprecher die Leistung des Verstärkers, und ab einer bestimmten Anzahl wird die Impedanz zu niedrig. Bei 70 oder 100 Volt bekommt dagegen jeder Lautsprecher über seine Leistungsstufe eine feste Leistung.

IS6T und IS8T: Leistung einstellen statt Ohm rechnen

Für solche Anlagen hat Sonance zwei Modelle der Invisible Series mit eingebautem Übertrager. Der IS6T hat einen 6,5-Zoll-Tieftöner aus Carbonfaser und einen Frequenzbereich von 50 Hertz bis 30 Kilohertz. Er lässt sich auf 30, 15 oder 7,5 Watt einstellen. Der IS8T hat einen 8-Zoll-Tieftöner, beginnt bei 40 Hertz und bietet 60, 30 oder 15 Watt. Für einen Flur reicht oft die kleinste Stufe. Beide arbeiten an 70 oder 100 Volt und lassen sich auch mit 6 Ohm an einem normalen Verstärker betreiben. Das ist praktisch, wenn in einem Gebäude beide Techniken vorkommen. Die Rahmen messen 409 mal 409 beziehungsweise 409 mal 613 Millimeter, die Einbautiefe beträgt rund 68 Millimeter, der Wirkungsgrad 84 und 86 Dezibel. Der Übertrager hat einen Laminatkern, was Verzerrungen im Bass gering hält. Beide Modelle haben ihr Gehäuse schon eingebaut, ein zusätzliches Einbaugehäuse ist hier also nicht nötig. Die Leistungsstufe wird beim Einbau eingestellt und liegt danach unter der fertigen Wand. Sie muss deshalb vorher zum Raum passen. In einem Hotel mit vielen gleichen Zimmern bekommt so jedes Zimmer dieselbe Einstellung.

So wird die Anlage geplant

Geplant wird über die Summe der eingestellten Leistungen. Zählen Sie die Leistung aller Lautsprecher an einer Leitung zusammen und wählen Sie einen Verstärker, der diese Summe mit Reserve liefert. Rund ein Viertel mehr ist eine gute Faustregel. Die Leistung wird je Raum eingestellt: Für einen Flur reichen 7,5 Watt, ein Wartebereich mit vielen Menschen braucht 15 oder 30 Watt. Je kleiner die Stufe, desto leiser der Lautsprecher und desto mehr Lautsprecher passen an eine Leitung. Weil die Spannung hoch und der Strom klein ist, gibt es auch auf langen Strecken nur geringe Verluste. Trotzdem gehört der Kabelquerschnitt in die Planung, ebenso die Frage, wie viele Leitungen ein Gebäude braucht. Je länger die Leitung und je mehr Leistung daran hängt, desto dicker sollte das Kabel sein. Wie eine solche Anlage berechnet wird, beschreibt der Ratgeber 70-Volt-Anlagen. Notieren Sie für jeden Raum, welche Leistungsstufe eingestellt wurde, und geben Sie diese Liste mit den Unterlagen weiter. Wirkt später ein Zimmer zu leise, schaut man zuerst in diese Liste. Ohne sie bleibt nur, die Wand zu öffnen.

Worauf es in Hotel, Praxis und Laden ankommt

In Hotels und Praxen zählt neben dem Klang vor allem die Ruhe im Nebenraum. Zwei Hotelzimmer teilen sich eine Wand, Behandlungsraum und Wartebereich liegen nebeneinander. Der Lautsprecher darf den Schallschutz der Wand deshalb nicht schwächen. Weil IS6T und IS8T ihr Gehäuse eingebaut haben, ist die Rückseite bereits geschlossen. Wo höhere Anforderungen gelten, kommt es auf den Schallschutz der Wand selbst an. Planen Sie auch die Bedienung mit: Zentrale Lautstärke, Zeitsteuerung und Durchsagen gehören von Anfang an dazu. Für Durchsagen in einzelnen Bereichen lassen sich getrennte Leitungen vorsehen. Für Ausschreibungen sind Leistungsstufen, Rahmenmaß und Einbautiefe die wichtigsten Angaben. Welche Leitungen, Leistungsstufen und Verstärker in Ihrem Gebäude zusammenpassen, plant der Fachhändler. Einen Fachhändler in Ihrer Nähe finden Sie über die Bezugsquellenanfrage. Für die Oberfläche gelten dieselben Regeln wie bei allen unsichtbaren Lautsprechern: Putz, Malervlies, Farbe und Tapete sind möglich, dicke und harte Schichten nicht. Im Hotel ist das praktisch, weil die Wand beim nächsten Renovieren einfach mitgestrichen wird.

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