Sonance IS8T – gleichmäßiger Ton über viele Räume, ohne sichtbare Technik
Der Sonance IS8T ist die Linienvariante des unsichtbaren Achtzöllers und für größere Zonen gedacht, in denen keine Technik zu sehen sein darf. Akustisch entspricht er dem passiven Modell: Ein 8-Zoll-Woofer aus Carbonfaser und ein eigener Antrieb für Mitten und Höhen versetzen eine entkoppelte Schallwand in Bewegung, die den aufgetragenen Putz mitnimmt. Nach unten reicht er dabei spürbar weiter als der Sechszöller und wird zugleich etwas lauter. Nach dem Streichen bleibt nichts sichtbar, weder Gitter noch Rahmen noch Fuge. Der eingebaute Übertrager erlaubt die Abgriffe 60, 30 und 15 Watt an 70 oder 100 Volt, alternativ den Betrieb an 6 Ohm. So teilen sich viele Lautsprecher eine einzige Leitung, was in großen Gebäuden Verkabelung spart. Der Rahmen misst etwa 409 mal 613 Millimeter bei knapp sieben Zentimetern Tiefe. Typische Einsatzorte sind Hotellobbys, Restaurants, Empfangsbereiche, Spa-Zonen und anspruchsvolle Verkaufsflächen mit hohem Gestaltungsanspruch.
Gleichmäßiger Ton über Lobby, Flur und Verkaufsraum
In einer Hotellobby, einem Restaurant oder einer hochwertigen Verkaufsfläche fällt Beschallung meistens dann auf, wenn sie schlecht gemacht ist. Zu laut an einer Stelle, zu leise an der nächsten, und überall Blenden an der Decke, die im Widerspruch zum gestalteten Raum stehen. Der Sonance IS8T löst beide Probleme auf einmal. Weil er vor dem Verputzen eingebaut und danach mitgestrichen wird, verschwindet er restlos in Wand oder Decke. Und weil er für den Betrieb an einer gemeinsamen Leitung ausgelegt ist, lassen sich viele Lautsprecher gleichmäßig über die Fläche verteilen, statt wenige laut aufzudrehen. Für Ihre Gäste bedeutet das einen Raum, der überall angenehm klingt und in dem sich Gespräche führen lassen. Für Sie bedeutet es, dass Materialien, Farben und Beleuchtung ohne Rücksicht auf Lautsprecherraster geplant werden können. Der Achtzöller ist dabei das größere der beiden Modelle für Linienbetrieb und liefert mehr Fläche und mehr Leistung als sein kompakter Bruder. Also genau das, was großzügige Räume mit hohen Decken brauchen. Weil sich die Lautsprecher gleichmäßig verteilen lassen, muss nirgends aufgedreht werden, damit auch die entfernteste Ecke noch versorgt ist.
Höhere Abgriffe für größere und lautere Zonen
Der praktische Unterschied zum kleineren Linienmodell steckt in den wählbaren Leistungsstufen. Über den eingebauten Übertrager lassen sich je Lautsprecher drei Leistungsstufen wählen, von zurückhaltend bis kräftig. Damit lässt sich derselbe Lautsprechertyp sehr unterschiedlich einsetzen: in einem ruhigen Flur mit der kleinsten Stufe, in einer belebten Lobby mit der größten. Alle gewählten Stufen zusammen ergeben die Last, die der Verstärker tragen muss, und weil sich diese Rechnung einfach aufstellen lässt, bleibt auch eine weit verzweigte Anlage überschaubar. Soll eine einzelne Zone besonders gut klingen, nimmt man sie aus der gemeinsamen Leitung heraus und versorgt sie wie einen ganz normalen Lautsprecher; gemischte Anlagen sind also möglich. Akustisch ändert der Übertrager nichts: Es bleibt derselbe 8-Zoll-Woofer aus Carbonfaser und derselbe Antrieb für Mitten und Höhen, die zusammen eine entkoppelte Schallwand bewegen und den Putz mitschwingen lassen. Was Sie hören, ist deshalb identisch mit dem passiven Modell, nur die Art der Verkabelung unterscheidet sich. Für spätere Umbauten ist das praktisch, weil sich einzelne Zonen ergänzen lassen, ohne die vorhandene Verkabelung anzurühren.
Vor dem Verputzen liegt alles fest, danach nichts mehr
Diese Technik verlangt Disziplin in der Bauplanung, und darüber sollte man vor der Entscheidung sprechen. Die Lautsprecher werden in die offene Wand oder Decke gesetzt, verkabelt und dann überputzt, gespachtelt und gestrichen. Ab diesem Punkt kommt niemand mehr heran. Das betrifft die Position, den gewählten Abgriff und die Leitungsführung gleichermaßen. In größeren Objekten führt das zu einer klaren Arbeitsweise: Die Zonen werden zuerst auf dem Plan festgelegt, jedem Lautsprecher wird seine Leistungsstufe zugeordnet, und diese Zuordnung wird dokumentiert, damit spätere Betreiber nicht raten müssen. Die Abstimmung mit Trockenbau, Elektro und Malerarbeiten gehört in dieselbe Phase, denn drei Gewerke arbeiten unmittelbar an derselben Stelle. Der Aufwand entsteht dadurch fast vollständig vor der Fertigstellung. Danach hat man eine Anlage, an der nichts zu warten und nichts zu reinigen ist, weil es kein Gitter gibt, in dem sich Staub sammelt. Für Objekte mit langen Nutzungszyklen ist das ein handfester Vorteil, und in denkmalgeschützten oder besonders sorgfältig gestalteten Räumen ist es oft der einzige Weg, überhaupt zu beschallen. Wer diese Reihenfolge einhält, bekommt eine Anlage, über die im laufenden Betrieb schlicht nicht mehr gesprochen werden muss.
Reserven und Grenzen des unsichtbaren Achtzöllers
Was darf man von diesem Modell erwarten? In gehobenen Innenräumen mit normaler bis großzügiger Deckenhöhe liefert es einen tragfähigen, gleichmäßigen Klang mit gutem Grundton und sauberen Stimmen. Der Bass setzt ab 40 Hertz ein und genügt für Musik im Hintergrund vollkommen. Es liefert ausdrücklich keine Beschallung für laute Umgebungen, in denen viele Menschen gegen die Musik ansprechen. Und es ersetzt keine Anlage mit Subwoofern, wenn Musik den Raum tragen und nicht begleiten soll. Für einen Club, eine große Halle oder eine Fläche mit hohem Grundgeräuschpegel sind sichtbare Lautsprecher schlicht die bessere Technik. Wo dagegen Ruhe, Gestaltung und ein durchgängiges Erscheinungsbild zählen, spielt der unsichtbare Achtzöller seine Stärke aus: in Lobbys, Restaurants, Spa-Bereichen, Empfangszonen, Galerien und Verkaufsräumen mit Anspruch. Verglichen mit dem kleineren Linienmodell bringt er mehr Fläche, mehr Tiefgang und höhere Abgriffe mit und ist damit die Wahl, sobald ein Raum über eine reine Nebenzone hinausgeht. Innerhalb der unsichtbaren Reihe ist er damit das Arbeitstier für alles, was größer als eine Nebenzone und ruhiger als eine Bühne ist.
Technische Daten IS8T
| Bauart | Unsichtbarer Einbaulautsprecher, 70/100 V |
|---|---|
| Treiber | 8" Carbonfaser-Woofer (Air Flex) |
| Hochtöner | Wave-Flex-Antrieb, 29 in² Biegewellenmembran |
| Frequenzgang | 40 Hz – 30 kHz (±3 dB) |
| Belastbarkeit | Abgriffe 60 / 30 / 15 W (70/100 V) |
| Impedanz | 6 Ω / 70 V / 100 V |
| Wirkungsgrad | 86 dB (2,83 V / 1 m) |
| Ausschnitt | Einbaurahmen ca. 409 × 613 mm |
| Einbautiefe | ca. 68 mm |
| Abmessungen | 409 × 613 × 98 mm (B × H × T) |
| Gewicht | 11,45 kg je Stück |
| Gitter und Oberfläche | kein Gitter – wird überputzt und überstrichen |
| Besonderheiten | Sonance-Laminatkern-Übertrager; Motion Flex |