Damit später niemand sieht, wo die Musik herkommt
B-System · Euroboxx Invisible

Damit später niemand sieht, wo die Musik herkommt

Es gibt Lautsprecher, die man nach dem Einbau schlicht nicht mehr findet. Sie werden in die Wand oder Decke gesetzt, verspachtelt, überstrichen – und dann ist da nur noch eine glatte Fläche, aus der Musik kommt. Der Sonance IS6 ist so ein Lautsprecher. Damit das funktioniert, braucht er einen Platz, der genau für ihn vorbereitet ist, und den schafft dieses Gehäuse. Es wird eingebaut, während das Haus noch im Rohbau ist, und hält an der geplanten Stelle einen sauberen Hohlraum frei. Besonders durchdacht ist ein verstellbarer Rahmen im Inneren: Mit ihm wird der Lautsprecher später genau auf die Höhe der fertigen Wandoberfläche gebracht, damit sich nichts abzeichnet, wenn Sonnenlicht flach über die Wand streift. Bis zum Einzug bleibt alles hinter einem Schutzdeckel verschlossen. Und wenn der Lautsprecher am Ende eingesetzt und überstrichen ist, gibt es in diesem Raum keinen sichtbaren Hinweis mehr auf Technik. Das ist Technik, die sich vollständig zurücknimmt.

Ein Lautsprecher, den niemand sieht

Die meisten Menschen kennen Lautsprecher als Gegenstände: Kästen im Regal, runde Gitter in der Decke, Leisten unter dem Fernseher. Ein unsichtbarer Lautsprecher gehört in keine dieser Kategorien. Er wird in die Wand gesetzt, mit dem Wandaufbau verspachtelt und anschließend genauso gestrichen oder tapeziert wie alles ringsum. Wer den Raum später betritt, sieht eine glatte Wand und hört trotzdem Musik – und braucht meist einen Moment, bis er begreift, woher sie kommt. Diese Wirkung verlangt allerdings Vorbereitung: Der Platz muss vorhanden sein, bevor die Wand fertig ist. In eine fertige Betonwand lässt sich eine Öffnung dieser Größe nicht mehr vernünftig einbringen. Genau deshalb gibt es dieses Gehäuse. Es wird im Rohbau eingebaut und hält den Platz frei, während um es herum weitergebaut wird. Für Sie heißt das: Die Entscheidung für unsichtbare Lautsprecher fällt früh, dafür ist sie danach vollständig unsichtbar – im besten Sinne. Vielleicht hilft ein Vergleich: Niemand käme auf die Idee, eine Steckdose erst dann einzuplanen, wenn die Wand bereits gestrichen ist. Bei unsichtbaren Lautsprechern verhält es sich genauso, nur dass die benötigte Öffnung erheblich größer ausfällt.

Der Trick mit der verstellbaren Höhe

Bei einem unsichtbaren Lautsprecher entscheidet ein einziger Millimeter über den Gesamteindruck. Sitzt seine Fläche etwas zu tief, entsteht eine flache Mulde; sitzt sie zu hoch, zeichnet sich ein leichter Buckel ab. Auffallen wird beides nicht bei Deckenlicht, sondern an einem sonnigen Nachmittag, wenn das Licht flach über die Wand streicht – und dann sieht man es für immer. Deshalb hat der Hersteller in das Gehäuse einen Rahmen eingebaut, der sich in der Höhe verstellen lässt, und zwar um bis zu 40 Millimeter. Das heißt um deutlich mehr, als jeder übliche Putzaufbau stark ist. Der Handwerker richtet den Lautsprecher damit nicht am rohen Beton aus, sondern an der Oberfläche, die am Ende tatsächlich entsteht. Für Sie ist das der Unterschied zwischen einer Wand, die perfekt aussieht, und einer, an der man immer diese eine Stelle sucht. Sagen Sie Ihrem Maler und Ihrem Verputzer vorher Bescheid, dass hier etwas Besonderes sitzt. Beruhigend ist dabei, dass diese Einstellung kein Bauherr selbst vornimmt, sondern der Fachbetrieb, der den Lautsprecher einsetzt. Ihre Aufgabe besteht allein darin, rechtzeitig darauf hinzuweisen, dass an dieser Stelle etwas in der Wand steckt. Ein kurzer Hinweis an alle Beteiligten zu Beginn erspart lange Gespräche am Ende.

Warum das Gehäuse zuerst kommt

Der zeitliche Ablauf ist bei dieser Lösung ungewohnt, aber schnell erklärt. Zuerst kommt das leere Gehäuse in die Wand oder Decke, lange bevor jemand an Musik denkt. Dann wird weitergebaut: Beton, Estrich, Putz, Fenster, Türen, Böden. Der Lautsprecher selbst kommt erst spät, wenn die Handwerker fast fertig sind; danach wird er dünn überputzt und zusammen mit der Wand gestrichen. Bis dahin ist das Gehäuse mit einem festen Deckel verschlossen, damit weder Bauschutt noch Staub hineingelangen – ein Detail, das auf einer echten Baustelle mehr bedeutet, als es klingt. Für Sie heißt das vor allem eines: Sie müssen früh sagen, wo Sie Musik hören möchten, aber erst spät entscheiden, wie das Ergebnis klingen soll. Nutzen Sie diese Zeit. Zwischen Rohbau und Einzug liegen meist viele Monate, in denen Sie in Ruhe hören, vergleichen und mit Ihrem Fachbetrieb sprechen können. Was Sie dagegen nicht verschieben können, ist die Frage, an welcher Wand es passieren soll. Ein Punkt wird dabei häufig unterschätzt: Auch die Leitung gehört in diese frühe Phase. Verlegt wird zunächst nur ein leeres Rohr, durch das später das eigentliche Kabel gezogen wird. Das wirkt wie ein Umweg, ist aber der Grund dafür, dass sich in zehn Jahren noch etwas ändern lässt, ohne die Wand zu öffnen.

So bleibt der Raum, wie er gedacht war

Der eigentliche Grund für unsichtbare Lautsprecher ist selten die Technikbegeisterung, sondern fast immer die Gestaltung. Es gibt Räume, in denen ein Lautsprecher schlicht stört: eine ruhige weiße Wand im Essbereich, eine Sichtbetonfläche, ein Zimmer, in dem eine Bilderwand hängen soll. In solchen Räumen möchte man Musik, aber kein Gerät. Genau dort spielt diese Lösung ihre Stärke aus. Nach dem Streichen ist die Wand eine Wand, und das bleibt sie auch dann, wenn Sie später umräumen, neu tapezieren oder die Möbel wechseln. Ein weiterer Punkt wird oft übersehen: Weil kein Gerät im Raum steht, gibt es auch nichts, worüber man stolpert, was verstaubt oder was ein Kind herunterziehen könnte. Für Familien und für kleine Räume ist das ein handfester Vorteil. Was bleibt, ist ein Zimmer, das genauso aussieht wie geplant, und Musik, die einfach da ist, ohne dass man ihr einen Ort zuweisen könnte. Wenn Sie unsicher sind, ob diese Bauweise zu Ihrem Raum passt, hilft eine einfache Frage: Würde Sie ein sichtbarer Lautsprecher an dieser Stelle stören? Lautet die Antwort ja, ist die unsichtbare Ausführung die richtige Wahl. Lautet sie nein, gibt es einfachere Wege, und dann sollten Sie diese gehen.

Technische Daten Euroboxx Invisible IS6

BauartEinbetoniergehäuse für den unsichtbaren Sonance IS6 in Betondecken, Betonwänden und gemauerten Wänden
AusschnittAussparungsmaß 411 × 411 mm
Einbautiefemax. 100 mm
Abmessungen490 × 490 × 125 mm
SchutzartBrandschutzklasse B1
BesonderheitenInnenvolumen 16,70 l; innenliegender höhenverstellbarer Rahmen 0–40 mm zur Ausrichtung auf die Putzebene; Grundkörper EPS/EPP, EPS grau 50 kg/m³ mit rückseitig eingeklebtem gequarztem OSB-Deckel, Innendämmung Noppenschaumstoff grau 15 mm; Ausbruchstellen oben und unten für Elektroleerrohre 20 und 25 mm; Lieferumfang mit Schutzdeckel 411 × 411 × 12,5 mm und Montage-Set

Herstellerdokumente

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