Serie B System Euroboxx InvisibleKI
B-System · Serie · Unsichtbare Subwoofer

Euroboxx Invisible – Einbaugehäuse zum Einbetonieren

In Beton entscheidet der Rohbau, nicht der Innenausbau

Wenn Sie unsichtbare Lautsprecher in einer Betondecke oder in einer massiven Wand wollen, liegt die Entscheidung früher als gedacht. In einer Trockenbauwand lässt sich ein solcher Lautsprecher auch später noch unterbringen. In Beton nicht: Dort muss der Hohlraum eingegossen werden, und was nach dem Betonieren fehlt, ist nur mit Stemmen nachzuholen. Diese Reihe ist genau dafür gemacht. Die Baukörper werden in die Schalung gesetzt und mit eingegossen. Nach dem Ausschalen bleibt ein geschlossenes Volumen von 16,70 bis 43,75 Liter, je nach Größe, in dem der Lautsprecher später sitzt. Für Sie bedeutet das zwei Dinge. Erstens klingt die Anlage in jedem Raum gleich, weil nicht die Bauweise entscheidet, sondern ein Bauteil mit festen Maßen. Zweitens bleibt Ihre Decke eine Decke: Es gibt keine Abhängung, keine Klappe und keinen Kasten, der in den Raum ragt. Was Sie dafür brauchen, ist eine Entscheidung im Rohbau, also oft Monate vor dem Einzug. Sprechen Sie deshalb mit dem Architekten und nicht erst mit dem Elektriker. Ein Einbaugehäuse für Beton ist kein Zubehör, sondern ein Bauteil des Rohbaus, und es steht in der Schalung neben Dosen und Rohren.

Welche Größe Ihr Lautsprecher braucht

Die Reihe ist nicht universell, sondern auf die unsichtbaren Modelle zugeschnitten. Für den IS6 misst der Baukörper 490 mal 490 mal 125 Millimeter, die Öffnung in der Fläche 411 mal 411 Millimeter. Für den IS8 sind es 695 mal 490 mal 125 Millimeter bei einer Öffnung von 615 mal 411 Millimetern. Dieselbe Ausführung ist beim Hersteller auch für den IS10W vorgesehen, beide teilen sich also einen Baukörper. Für den IS10 stehen 810 mal 490 mal 125 Millimeter bei 730 mal 411 Millimetern bereit. Die größte Einheit gehört zum IS10-2W und baut 1190 mal 490 mal 125 Millimeter bei einer Öffnung von 1089 mal 411 Millimetern. Wichtig ist bei allen dieselbe Zahl: 125 Millimeter Bauhöhe bei höchstens 100 Millimetern Einbautiefe. Ihre Decke oder Wand muss diese Tiefe hergeben, und zwar zusätzlich zur Bewehrung. Das ist die Frage, die vor allem anderen zu klären ist, und sie gehört dem Statiker und dem Architekten, nicht dem Lautsprecherhändler. Danach ist die Auswahl eine einfache Zuordnung. Halten Sie sich dabei an die Liste des Herstellers und nicht an das ähnlichste Maß, denn die Aussparung muss zum Lautsprecher passen und nicht ungefähr stimmen.

Der verstellbare Rahmen rettet die Oberfläche

Ein Detail dieser Reihe ist wichtiger als jede andere Angabe: der innenliegende, höhenverstellbare Rahmen mit 40 Millimetern Spielraum. Beton wird nicht millimetergenau, und eine Schalung verschiebt sich. Ohne Verstellung müsste die Front genau in der späteren Putzebene liegen, sonst entsteht eine Kante, die später sichtbar bleibt. Mit dem Rahmen wird die Front nach dem Ausschalen auf die fertige Oberfläche gebracht, und zwar vom Handwerker und mit Werkzeug, nicht mit Spachtelmasse. Daran hängt am Ende, ob die Fläche wirklich glatt wirkt. Zum Lieferumfang gehört außerdem ein Schutzdeckel, der die Öffnung bis zum Innenausbau verschließt, damit kein Beton, kein Mörtel und kein Staub in das Volumen gelangt. Innen liegt grauer Noppenschaumstoff von 15 Millimetern, der stehende Wellen bricht. Der Körper selbst besteht aus EPS und EPP mit einem rückseitig eingeklebten OSB-Deckel, hält also dem Druck beim Betonieren stand. Die Reihe trägt die Brandschutzklasse B1, und diese Angabe braucht Ihr Architekt für die Unterlagen. Mitgeliefert wird außerdem ein Montage-Set, mit dem der Körper in der Schalung gehalten wird, damit er beim Betonieren in Lage bleibt.

Der Zeitpunkt und zwei Dinge für die Unterlagen

Der richtige Zeitpunkt ist die Schalung. Der Baukörper wird dort befestigt, das Leerrohr an einer der vorbereiteten Ausbruchstellen angeschlossen, dann wird betoniert. Nach dem Ausschalen folgt die Ausrichtung des Rahmens, erst zum Innenausbau kommt der Lautsprecher hinein, und zuletzt wird verputzt und gestrichen. Alles, was in dieser Kette fehlt, kostet später eine Öffnung in einer massiven Decke. Zwei Dinge sollten Sie sich festhalten lassen. Erstens die Lage jeder Einheit mit Maßbezug zu zwei festen Kanten, denn nach dem Verputzen ist nichts mehr zu erkennen. Zweitens die Lage der Leerrohre, weil eine Leitung in Beton nicht umgelegt werden kann. Ein praktischer Hinweis noch: Lassen Sie die Schalung mit den eingebauten Teilen fotografieren, bevor betoniert wird. Ein solches Bild ist später mehr wert als jede Beschreibung. Wenn Sie in einer Trockenbauwand oder in einer abgehängten Decke arbeiten, ist diese Reihe übrigens nicht die richtige; dort führt der Hersteller eigene Ausführungen für den Trockenbau. Fragen Sie im Zweifel vor der Bestellung nach, denn die beiden Reihen lassen sich nicht tauschen. Und noch ein Hinweis zur Erwartung: Der Lautsprecher kommt erst zum Innenausbau hinein, bis dahin bleibt nur ein verschlossener Deckel in der Fläche zu sehen.