Eine Wand, die spielt, und der Platz, den sie dafür braucht
Ein unsichtbarer Lautsprecher ist keine Box, die man aufstellt, sondern ein Bauteil, das in die Wand gehört. Das macht ihn so reizvoll und zugleich anspruchsvoll: Der Platz für ihn muss geschaffen werden, solange die Wand noch entsteht. Dieses Gehäuse übernimmt genau diese Aufgabe für den Sonance IS8. Es wird im Rohbau in Beton oder Mauerwerk gesetzt und hält dort einen Hohlraum frei, der in Form, Tiefe und Volumen zu diesem Lautsprecher passt. Ein verstellbarer Rahmen im Inneren sorgt dafür, dass die Lautsprecherfläche später exakt in der Höhe der fertigen Wand liegt – das ist der Unterschied zwischen unsichtbar und beinahe unsichtbar. Bis zum Einbau bleibt alles hinter einem festen Deckel geschützt. Am Ende sehen Sie eine glatte, gestrichene Wand, in der Sie beim besten Willen nichts entdecken, und hören dennoch Musik im ganzen Raum. Was Sie dafür brauchen, ist kein technisches Wissen, sondern nur die frühe Entscheidung, an welcher Wand das später einmal geschehen soll.
Eine Wand, die spielt, ohne dass man es sieht
Stellen Sie sich einen Essbereich vor, in dem eine durchgehende weiße Wand steht, ohne Regal, ohne Bild, ohne Technik. Genau dort möchten viele Menschen Musik hören und genau dort stört jeder sichtbare Lautsprecher. Die unsichtbare Bauweise löst diesen Widerspruch, indem sie den Lautsprecher zum Teil der Wand macht. Er wird in die vorbereitete Öffnung gesetzt, ringsum verspachtelt und anschließend gestrichen wie die ganze Fläche. Was bleibt, ist eine Wand. Was Sie hören, ist Musik, die aus dem Raum selbst zu kommen scheint und die sich nicht auf einen Punkt zurückführen lässt. Das ist ein angenehmer Klangeindruck, gerade beim Essen, beim Kochen oder beim Lesen, weil sich niemand vor einen Lautsprecher setzen muss. Damit dieses Bild entsteht, braucht die Wand allerdings eine Vorbereitung, die sehr früh geschieht, nämlich zu einem Zeitpunkt, an dem das Haus noch grau und ungemütlich ist. Genau das ist der Grund, warum über diese Lösung so oft zu spät gesprochen wird. Wer erst beim Einrichten merkt, dass ihm ein Lautsprecher im Weg steht, hat die Gelegenheit bereits verpasst. Wer dagegen im Rohbau kurz daran denkt, bekommt später etwas, das sich mit keinem nachträglichen Umbau mehr herstellen lässt.
Ein Gehäuse für zwei Lautsprecher der Serie
Eine Kleinigkeit, die für Sie einfacher ist, als sie klingt: Der Hersteller verwendet für zwei verschiedene Lautsprecher dieser Baureihe dasselbe Gehäuse. Für Sie bedeutet das vor allem Gelassenheit bei der Planung. Wenn Sie sich noch nicht endgültig festgelegt haben, welches der beiden Modelle in einem bestimmten Raum sitzen soll, ist das kein Hindernis. Sie können den Platz trotzdem schon vorbereiten lassen, ohne eine falsche Entscheidung zu riskieren. Der Hohlraum passt in beiden Fällen. Das ist deshalb angenehm, weil die Wahl des Lautsprechers oft erst dann fällt, wenn man den fertigen Raum vor sich sieht. Dann weiß man, wie groß er wirkt und wo man sich tatsächlich aufhält. Auf der Baustelle vereinfacht es die Sache zusätzlich: Es gibt nur einen Kasten, den alle kennen, und nicht zwei ähnlich aussehende, die man verwechseln könnte. Was Sie trotzdem festlegen sollten, ist die Stelle in der Wand. Nehmen Sie sich dafür ein paar Minuten mit dem Grundriss und überlegen Sie, wo Sie sich in diesem Raum tatsächlich aufhalten werden. Musik sollte dorthin kommen, wo Sie sitzen, essen oder kochen, nicht dorthin, wo zufällig noch Platz an der Wand ist. Diese eine Überlegung entscheidet später mehr über Ihren Höreindruck als jedes technische Detail.
Millimeterarbeit, die Ihnen der Rahmen abnimmt
Der heikelste Moment kommt, sobald der Lautsprecher eingesetzt ist und die abschließende Putzschicht aufgetragen wird, die auch über ihn dünn hinwegläuft. Seine Fläche muss deshalb exakt in der Ebene der umgebenden Wand liegen, denn schon eine kleine Abweichung wird sichtbar, sobald Licht flach darüber streicht. Weil niemand vorher weiß, wie stark der Putz an genau dieser Stelle tatsächlich aufträgt, hat der Hersteller einen verstellbaren Rahmen eingebaut. Der Handwerker schiebt den Lautsprecher damit so weit vor oder zurück, bis er bündig sitzt, und zwar in einem Bereich von bis zu 40 Millimetern. Das heißt mit deutlich mehr Spielraum, als jeder übliche Wandaufbau braucht. Für Sie ist das der Unterschied zwischen einer Wand, an der man nichts erkennt, und einer, an der man beim Vorbeigehen immer wieder hinschaut. Sprechen Sie diesen Punkt beim Verputzer an, bevor er anfängt – hinterher lässt sich eine unsauber ausgerichtete Fläche nur mit einigem Aufwand richten. Beruhigend ist dabei, dass diese Arbeit ohnehin in die Hand eines Fachbetriebs gehört. Sie selbst müssen nichts einstellen und nichts nachmessen; es genügt, dass Sie den Punkt rechtzeitig ansprechen und die Beteiligten voneinander wissen.
Vom Rohbau bis zum ersten Ton
Der Weg zu einer unsichtbaren Beschallung ist lang, aber unkompliziert, wenn man die Reihenfolge kennt. Im Rohbau wird das Gehäuse gesetzt und die Leitung als Leerrohr herangeführt. Danach passiert monatelang nichts: Der Bau geht weiter, das Gehäuse bleibt verschlossen, niemand muss daran denken. Wenn der Innenausbau fast fertig ist, wird der Deckel abgenommen, der Lautsprecher eingesetzt und ausgerichtet. Anschließend übernimmt der Maler, und mit dem letzten Anstrich verschwindet der Lautsprecher endgültig. Erst dann wird angeschlossen und zum ersten Mal gehört. Diese Reihenfolge hat einen angenehmen Nebeneffekt: Die aufwendigen Arbeiten liegen früh, die schönen liegen spät. Wenn Sie einziehen, ist alles fertig, und der Raum sieht so aus, wie Sie ihn sich vorgestellt haben – nur dass er zusätzlich Musik kann. Rechnen Sie damit, dass Besucher eine Weile suchen, bevor sie fragen. Und rechnen Sie damit, dass Sie es selbst nach einigen Wochen vergessen haben. Genau das ist das Ziel: eine Anlage, die man nicht sieht, nicht bedient und über die man nicht nachdenkt, sondern die einfach da ist, wenn man Musik möchte.
Technische Daten Euroboxx Invisible IS8
| Bauart | Einbetoniergehäuse für den unsichtbaren Sonance IS8 in Betondecken, Betonwänden und gemauerten Wänden |
|---|---|
| Ausschnitt | Aussparungsmaß 615 × 411 mm |
| Einbautiefe | max. 100 mm |
| Abmessungen | 695 × 490 × 125 mm |
| Schutzart | Brandschutzklasse B1 |
| Besonderheiten | Beim Hersteller geführt als Euroboxx Invisible IS8/IS10W – identisches Gehäuse für beide Lautsprecher; Innenvolumen 24,60 l; höhenverstellbarer Rahmen 0–40 mm; Grundkörper EPS/EPP, EPS grau 50 kg/m³ mit rückseitig eingeklebtem gequarztem OSB-Deckel, Innendämmung Noppenschaumstoff grau 15 mm; Ausbruchstellen oben und unten für Elektroleerrohre 20 und 25 mm; Schutzdeckel 615 × 411 × 12,5 mm und Montage-Set im Lieferumfang |