Sonance IS-ENCL-M – damit der Bass nicht im Nachbarzimmer landet
Der IS8 und der Bass-Woofer IS10W sitzen in derselben Fläche, und für beide ist das mittlere Einbaugehäuse IS-ENCL-M vorgesehen. Es wird hinten angeschraubt, bevor der Lautsprecher in die offene Wand oder Decke kommt. Danach arbeitet die Rückseite gegen ein abgeschlossenes Volumen und nicht mehr in den Hohlraum des Bauteils. Der Hersteller gibt eine breitbandige Minderung der Schallübertragung von 20 Dezibel an; für die Verbindung aus IS8 und diesem Gehäuse wurde die Schalldämmklasse STC 30 gemessen. Das Gehäuse ist 359 mal 563 Millimeter groß, und mit ihm braucht der Einbau 86 Millimeter Tiefe statt rund 68. Vor allem beim Woofer lohnt es sich, denn tiefe Töne wandern am leichtesten durch eine leichte Wand oder eine Decke. Entscheiden müssen Sie das, solange die Fläche offen ist, denn nach dem Spachteln bleibt die Stelle verschlossen. Im Zimmer selbst sehen Sie weiterhin nichts, auch das Einbaugehäuse verschwindet vollständig in der Konstruktion.
Der Bass ist das eigentliche Thema
Wenn Nachbarn oder Familie Musik hören, versteht man selten die Melodie, sondern hört ein Pochen. Das liegt an der Physik: Tiefe Töne haben lange Wellen, und eine leichte Wand oder eine Holzbalkendecke hält sie kaum auf. Beim IS8 ist das relevant, beim IS10W ist es der Kern der Sache, denn dieser Woofer macht ausschließlich Tiefton. Beide Modelle passen in dieselbe Fläche von 409 mal 613 Millimetern, und für beide gehört das mittlere Einbaugehäuse dazu. Es schließt die Rückseite ab, sodass die Energie nicht in den Hohlraum geht und von dort weiterwandert. Der Hersteller nennt eine breitbandige Minderung der Schallübertragung von 20 Dezibel, und für den IS8 mit diesem Gehäuse wurde die Klasse STC 30 gemessen. Die Messung zeigt auch, wo die Grenze liegt: Bei tiefen Frequenzen bleibt mehr übrig als bei hohen. Völlige Ruhe im Nebenzimmer gibt es bei kräftigem Bass also nicht, wohl aber einen Unterschied, den man sofort bemerkt. Ohne Gehäuse ist die Wand an dieser Stelle offen, und das hört man auf der anderen Seite. Für Sie ist die Sache damit einfach zu entscheiden: Es geht nicht um besseren Klang im eigenen Raum, sondern um Ruhe im anderen. Vor der Wand bleibt alles, wie es ist, und auch die Bedienung ändert sich nicht. Der Lautsprecher hängt weiter am gewohnten Verstärker.
Was sich in Ihrer Wand ändert
Von außen ändert sich nichts: Vor der Wand bleibt eine glatte Fläche in Ihrer Farbe, Ihrer Tapete oder Ihrem Furnier. Was sich ändert, ist der Aufbau dahinter. Das Gehäuse ist 359 mal 563 Millimeter groß und sitzt innerhalb der Fläche, die der Lautsprecher ohnehin beansprucht; eine größere Öffnung braucht es nicht. Was es braucht, ist Tiefe: 86 Millimeter mit Gehäuse gegenüber rund 68 Millimetern ohne. Diese knapp zwei Zentimeter entscheiden, ob eine geplante Vorsatzschale ausreicht oder ob sie dicker werden muss. Bei einer Decke ist das meist unkritisch, weil dort ohnehin abgehängt wird. Das Gewicht gehört ins Ständerwerk oder an die Abhängung und nicht an die Gipsplatte, so wie der Lautsprecher selbst. Sprechen Sie beides früh mit dem Trockenbauer ab, weil er die Auswechslung herstellt, in der Lautsprecher und Gehäuse später sitzen. Wird die Wand erst im Rohbau vorbereitet, hält ein Platzhalter des Herstellers die Stelle frei, erhältlich für Wandplatten von 12,5 und 16 Millimetern. Fragen Sie außerdem nach dem Zeitpunkt. Solange die Wand offen ist, kostet das Gehäuse nur einen Handgriff, danach eine neue Oberfläche. Die Entscheidung gehört deshalb in dieselbe Woche wie die Festlegung der Lautsprecherpositionen.
Wie es montiert wird und worauf es dabei ankommt
Zusammengebaut wird außerhalb der Wand, auf einer ebenen Fläche, und zwar in dieser Reihenfolge. Zuerst wird das Lautsprecherkabel durch die luftdichte Durchführung geschoben, deren Mutter dafür gelockert werden kann. Dann kommt das Gehäuse in die Nut auf der Rückseite der Schallwand, und die beiliegenden Schrauben werden über Kreuz angezogen. Dabei gilt eine klare Regel des Herstellers: geringes Drehmoment, gleichmäßig verteilt, auf keinen Fall überdrehen. Die Gummidichtung muss rundum unter der Kante des Gehäuses liegen, denn sie macht die Verbindung dicht. Zuletzt wird die Mutter der Durchführung festgezogen, womit das Kabel gehalten und die letzte Öffnung geschlossen ist. Danach wird angeschlossen, die Funktion geprüft und erst dann gespachtelt. Diese Reihenfolge ist keine Formsache: Nach dem Verputzen ist die Stelle dicht, und jede Korrektur bedeutet eine neue Oberfläche. Gehen Schrauben verloren, verweist der Hersteller auf seinen technischen Dienst, denn passende Teile gehören zum Produkt. Geliefert wird je Lautsprecher ein Gehäuse, die Schrauben liegen bei. Mehr Teile sind nicht nötig, weil die Nut auf der Rückseite des Lautsprechers die Verbindung vorgibt.
Wann Sie es brauchen und welche Größe wohin gehört
Die Entscheidung hängt an der Frage, was hinter der Wand oder unter der Decke liegt. Schläft dort jemand, arbeitet dort jemand oder wohnt dort eine andere Partei, gehört das Gehäuse dazu. Grenzt die Wand an einen Abstellraum, an das Treppenhaus oder nach draußen, können Sie darauf verzichten. Beim Woofer unter einem Wohnraum lohnt es praktisch immer, weil die Decke sonst der direkte Weg nach unten ist. Achten Sie auf die richtige Größe: Zum IS6 gehört die kleine, zum IS8 und zum IS10W die mittlere, zum IS10 die große. Drei Modelle brauchen keines, weil sie es eingebaut haben, nämlich der IS6T, der IS8T und der IS15W. Rechnen Sie die Gehäuse von Anfang an mit, nicht als Zusatz am Ende. Sie kosten keinen Platz im Zimmer und keine Bedienung, sondern nur eine Entscheidung zur richtigen Zeit. Wer sie verschiebt, entscheidet sich faktisch dagegen, weil die Wand dann längst zu ist. Wenn Sie mehrere Räume ausstatten, lohnt eine Liste: Raum, Lautsprecher, Gehäuse ja oder nein. Diese Liste beantwortet später jede Frage, auch die, warum ein Zimmer ruhig ist und ein anderes nicht.
Technische Daten IS-ENCL-M
| Bauart | Schalldämmgehäuse für unsichtbare Lautsprecher (Sound Isolating Enclosure) |
|---|---|
| Einbautiefe | 86 mm mit angebautem Gehäuse (Lautsprecher allein ca. 68 mm) |
| Abmessungen | 359 × 563 × 86 mm (B × H × T) |
| Gewicht | 5,4 kg (Versandgewicht) |
| Besonderheiten | Für Sonance IS8 und IS10W; nach Herstellerangabe 20 dB breitbandige Minderung der Schallübertragung; Messung IS8 mit diesem Gehäuse: STC 30 (Terzbänder 125–4000 Hz); Korpus aus MDF und Aluminium mit schwingungsdämpfender Membran und asymmetrischen Absorbern; Gummidichtung zum Lautsprecher, luftdichte Kabeldurchführung mit Mutter, Befestigung mit beiliegenden Schrauben in der Nut der Rückseite; nicht erforderlich für IS6T, IS8T und IS15W (Gehäuse eingebaut); Rohbau-Platzhalter (Preconstruction Brackets) für Wandplatten 12,5 und 16 mm erhältlich |
Herstellerdokumente
- Datenblatt Zubehör Invisible SeriesPDF · Stand 2024-03-21 · Herstellerdokument
- Schalldämmung (STC)PDF · Stand 2024-03-25 · Herstellerdokument
- Pegelkurve SchalldämmungPDF · Stand 2022-03-17 · Herstellerdokument
- AnleitungPDF · Stand 2023-01-12 · Herstellerdokument
- EinbauanleitungPDF · mediacraft Dokument
- CAD-ZeichnungPDF · Stand 2020-10-09 · Herstellerdokument