Dryboxx Invisible Stealth
Auf die unsichtbaren Lautsprecher von Stealth Acoustics zugeschnittene Einbaugehäuse aus MDF für Trockenbauwände und abgehängte Decken

Ein unsichtbarer Lautsprecher von Stealth Acoustics ist eine Platte, die in die Wand kommt, verputzt und gestrichen wird. Danach sehen Sie eine Fläche und sonst nichts. Was Sie hören, hängt allerdings nicht nur von dieser Platte ab, sondern auch von dem Raum, der hinter ihr liegt. Wird dort einfach der Hohlraum der Wand genutzt, entscheidet jedes Mal etwas anderes über den Klang: die Breite des Ständerwerks, die Menge an Dämmwolle, eine Leitung, die zufällig dahinter läuft. Zwei gleich aussehende Wände klingen dann unterschiedlich. Diese Reihe nimmt diese Unsicherheit heraus. Der Korpus aus weißem MDF schließt hinter dem Lautsprecher ein festes Volumen ein, je nach Größe 20,00, 24,35 oder 33,40 Liter. Er liegt auf einer Entkopplungsmatte, damit möglichst wenig Schall in die Konstruktion wandert. Innen ist Akustik-Noppenschaumstoff schon eingebaut. Für Sie heißt das zweierlei: Der Klang ist planbar, und im Nachbarraum ist weniger zu hören. Was Sie dafür brauchen, ist ein Entschluss zum richtigen Augenblick, nämlich solange die Wand noch offen ist. Die Reihe ist für Trockenbauwände und abgehängte Decken gebaut, also für die Fälle, in denen eine Vorsatzschale oder eine Abhängung vorhanden ist.
Hier liegt der Unterschied zu allen anderen Einbaugehäusen, und er wird am häufigsten übersehen. Einige Lautsprecher von Stealth Acoustics sind mehrteilig: Der Tiefton sitzt in einer eigenen Platte, Mitten und Höhen in einer zweiten. Beim LRX-85 ist das so. Jede dieser Platten braucht ihren eigenen Raum, und damit braucht ein einziger Kanal zwei Korpusse — einen kleinen für den Mittel-Hochton-Teil und einen großen für den Tiefton. Bei einer Front aus links, Mitte und rechts sind das sechs Stück und nicht drei. Wenn Ihr Angebot drei nennt, fragen Sie nach, bevor bestellt wird. Bei den einteiligen Modellen ist es einfacher. Der LR 6G kommt in die kleine Größe, der LR 8G, der SLR 8G, der LRX-83 und der B 22G in die mittlere. Der LR 3G und der B 30G brauchen die große. Die Zuordnung steht beim Hersteller, sie ist nicht Auslegungssache. Lassen Sie sie sich mit der Bestellung bestätigen, denn der Korpus wird Wochen vor dem Lautsprecher gebraucht. Fragen Sie außerdem nach, welcher Teil in welchen Korpus gehört. Die Korpusse sehen einander ähnlich, und eine Verwechslung fällt erst auf, wenn der Tiefton im kleinen Volumen sitzt. Eine Zeile in der Bestellung genügt, um das auszuschließen.
Die drei Größen unterscheiden sich nicht nur im Volumen, sondern auch in der Form. Die kleine ist 555 mal 430 Millimeter groß, die mittlere 555 mal 670 Millimeter, die große 910 mal 555 Millimeter. Die lange Seite liegt also je Größe anders, und das bestimmt, wie der Korpus in die Wand kommt. Gleich ist bei allen die Tiefe: 97 Millimeter am Korpus, 109 Millimeter mit allem. Eine übliche Vorsatzschale auf 100 Millimeter Ständerwerk nimmt das auf. Eine Vorgabe sollten Sie allerdings kennen, weil sie den Trockenbauer betrifft: Diese Reihe ist auf ein Ständerraster von 625 Millimetern ausgelegt, und nur darauf. Ist die Wand mit 400 oder 500 Millimetern Achsmaß aufgestellt, braucht es ein zusätzliches Profil. Für die Zuleitung sind zwei Einführungen mit Gummipfropfen vorhanden, oben und unten, passend für Leerrohre bis 25 Millimeter. Bis der Lautsprecher montiert wird, bleibt eine Platte aus OSB in der Öffnung und hält sie frei. Beiliegend sind außerdem die Entkopplungsmatte und eine gedruckte Anleitung. Beides gehört an die Baustelle und nicht in Ihren Ordner, weil es der Handwerker braucht. Fragen Sie beim Einbau danach, ob die Matte wirklich untergelegt wurde; sie ist der Grund, dass im Nachbarraum weniger zu hören ist.
Diese Reihe gehört in eine Bauphase, nicht in eine Einkaufsliste. Der Korpus wird zwischen die Profile gesetzt, bevor die Platten auf die Wand kommen; danach ist er nur erreichbar, wenn eine fertige Fläche wieder geöffnet wird. Sprechen Sie deshalb mit dem Trockenbauer und nicht mit dem Maler. Zwei weitere Dinge gehören in dasselbe Gespräch. Erstens der Untergrund: Für Trockenbauwände und abgehängte Decken ist die Reihe gemacht. Eine Massivwand aus Beton oder Mauerwerk verlangt ein anderes Bauteil, das eingegossen wird. Zweitens die Zahl der Korpusse, denn geteilte Systeme brauchen zwei je Kanal. Lassen Sie sich zum Schluss notieren, welche Größe an welcher Stelle sitzt, mit Maßbezug zu zwei festen Kanten und mit der Höhe über dem Fertigboden. Nehmen Sie außerdem Fotos auf, solange die Wand offen ist. Beides ist in zehn Jahren mehr wert als jede Beschreibung, weil dann nur noch eine glatte Fläche zu sehen ist. Ein letzter Hinweis: Bei einem größeren Umbau mit vielen Einheiten lohnt eine Liste mit Raum, Lautsprechermodell und Größe. Sie erspart am Einbautag und bei späteren Arbeiten jede Suche.