Sonance DISC System – Zubehör, das die Schicht über dem Lautsprecher prüft
Unsichtbare Lautsprecher werden eingespachtelt, und erst diese Schicht macht sie unsichtbar. Sie darf aber nicht zu dick werden, weil die Membran darunter schwingen muss. Wie dick die Schicht tatsächlich ist, zeigt dieses Zubehör: Das Handmessgerät DG-1 misst den Abstand zwischen der fertigen Oberfläche und vier Stahlscheiben, die hinter der Membran eingebaut sind. Es ist vorkalibriert und zeigt die Dicke der Schicht direkt in Millimetern, ohne dass irgendetwas angebohrt oder geöffnet wird. Gemessen wird, nachdem gespachtelt, geglättet, getrocknet und geschliffen wurde, aber bevor grundiert, gestrichen oder tapeziert wird. In diesem Moment lässt sich noch etwas ändern, später nicht mehr. Die Messung übernimmt der Fachbetrieb, der die Lautsprecher einbaut, zusammen mit Trockenbau und Maler. Für Sie zählt das Ergebnis: eine glatte Wand, aus der Musik kommt, ohne dass der Lautsprecher mit seiner eigenen Oberfläche kämpft. Gemessen wird an allen vier Ecken, maßgeblich ist der kleinste Wert.
Die Schicht entscheidet mit, wie es klingt
Bei einem unsichtbaren Lautsprecher ist die Wand Teil des Lautsprechers. Die Membran sitzt hinter der Oberfläche, und was darauf aufgetragen wird, schwingt mit. Deshalb ist die Dicke der Spachtelschicht keine Frage der Optik, sondern eine technische Größe. Wird zu viel aufgetragen, bremst die Masse die Bewegung: Der Klang wird stumpf, die Höhen verlieren an Luft, und der Antrieb arbeitet gegen zusätzliches Gewicht. Wird zu wenig aufgetragen, bleibt die Fläche vielleicht sichtbar oder ungleichmäßig. Der Hersteller nennt in seinen Einbauanleitungen eine Obergrenze von drei Millimetern. Das Schwierige daran ist nicht die Zahl, sondern die Kontrolle am Bau: Eine fertige, glatte Fläche sieht bei zwei und bei fünf Millimetern gleich aus. Genau deshalb gibt es dieses Zubehör. Es macht aus einer Schätzung eine Zahl, und zwar zu dem Zeitpunkt, an dem sich noch etwas ändern lässt. Am Ende soll die Wand aussehen wie eine Wand, und der Lautsprecher soll trotzdem frei arbeiten. Dazu kommt die Lebensdauer. Eine Membran, die dauerhaft gegen zu viel Masse arbeitet, wird stärker belastet als eine, die frei schwingt. Die Messung ist deshalb nicht nur eine Frage des Klangs, sondern auch eine Frage der Haltbarkeit.
Wie die Messung abläuft
Das Verfahren ist einfacher, als es klingt. In allen vier Ecken hinter der Membran sitzen kleine Stahlscheiben, die zum Lautsprecher gehören und beim Einbau mit eingebaut werden. Das Handmessgerät DG-1 arbeitet mit einem magnetischen Sensor und bestimmt den Abstand zwischen der Oberfläche und diesen Scheiben. Weil es auf die Dicke der Membran vorkalibriert ist, steht auf der Anzeige direkt die Dicke der Schicht darüber, in Millimetern. Damit die Scheiben gefunden werden, liegt ein magnetischer Locator bei, der an ihrer Kante spürbar einrastet; zusätzlich hilft die Schablone, die jedem unsichtbaren Lautsprecher beiliegt. Gemessen wird an allen vier Ecken, weil eine Schicht selten überall gleich dick ist. Nichts davon hinterlässt eine Spur an Ihrer Wand: Das Verfahren arbeitet zerstörungsfrei, es wird nur eine Sonde aufgesetzt. Im Koffer liegen das Messgerät, die Messsonde mit Kabel, der Locator und eine Kalibrierscheibe. Die ausführliche Anleitung des Herstellers steht als Unterlage zum Herunterladen bereit. Der niedrigste Wert an den vier Ecken ist der maßgebliche. Eine Fläche, die an einer Ecke dünner ist, sagt mehr über die Arbeit aus als ein Mittelwert, der nichts auslässt und nichts zeigt.
Wer das Gerät einsetzt und wann
Dieses Zubehör ist nicht für den Haushalt gedacht, sondern für den Betrieb, der die Lautsprecher einbaut. Er bringt es mit, misst nach dem Schleifen und hält die Werte fest. Der richtige Zeitpunkt ist eng: nach dem Spachteln, Glätten, Trocknen und Schleifen, aber vor der Grundierung und jedem Anstrich. Wird später gemessen, hilft das Ergebnis nicht mehr, weil eine zu dicke Schicht dann nur mit Aufwand abzutragen ist. Für Sie als Bauherr lohnt es sich deshalb, diesen Schritt früh anzusprechen und ihn in den Ablauf einzuplanen, gemeinsam mit Trockenbauer und Maler. Fragen Sie Ihren Fachbetrieb, ob er mit dem DISC System arbeitet und ob er die Messwerte je Lautsprecher notiert. Das ist keine Formalität: Die Notiz ist nach Jahren der einzige Beleg dafür, dass die Fläche im vorgesehenen Bereich liegt. Wie der Einbau insgesamt abläuft, steht in der [Einbauanleitung](/wissenswertes/einbauanleitung-sonance/). Welche Oberflächen zulässig sind, erklärt der Ratgeber [Einbau und Oberflächen](/ratgeber/einbau-und-oberflaechen/). Fragen Sie außerdem, ob der Betrieb die Werte notiert und Ihnen übergibt. Diese Notiz gehört zu den Unterlagen Ihres Hauses, so wie die Position der Leitungen und die Zuordnung der Kanäle.
Für welche Lautsprecher es passt
Verwendbar ist das System mit allen aktuellen Modellen der unsichtbaren Reihe. Dazu gehören die Vollbereichslautsprecher in ihren Größen, die Ausführungen für Verteilanlagen mit Übertrager und die unsichtbaren Subwoofer. Die Stahlscheiben sind bei diesen Modellen bereits eingebaut, Sie müssen also nichts bestellen oder ergänzen. Gebraucht wird nur das Messgerät, und zwar einmal je Betrieb und nicht einmal je Lautsprecher. Wenn in einem Haus mehrere Flächen entstehen, zeigt sich der Nutzen besonders deutlich: Alle Stellen lassen sich auf dieselbe Schichtdicke bringen, sodass sie gleich klingen. Ohne Messung entstehen Unterschiede, die man erst hört, wenn die Wände gestrichen sind. Für ein einzelnes Zimmer kann ein Betrieb das Gerät bei einem anderen Vorhaben ohnehin dabeihaben; fragen Sie einfach danach. Entscheidend ist nicht, wem das Gerät gehört, sondern dass gemessen wird, bevor der Maler kommt. Dann bleibt die Wand glatt und der Klang genau so, wie er geplant war. Und wenn Sie später einmal neu streichen lassen, hilft derselbe Wert noch einmal: Jede weitere Lage addiert sich zur bestehenden Schicht. Ein Blick in die alten Unterlagen erspart dann die Frage, wie viel noch möglich ist.
Technische Daten DISC System
| Bauart | Messsystem für die Putzstärke über unsichtbaren Lautsprechern (Zubehör, Invisible Series) |
|---|---|
| Besonderheiten | Handmessgerät DG-1 mit magnetischem Sensor; misst zerstörungsfrei die Dicke der Spachtel- oder Putzschicht über der Membran, in mm; auf die Membrandicke vorkalibriert; vier Stahlscheiben sind in den Ecken hinter der Membran eingebaut (DISC = Depth Identification Sensing Calibration); Messung nach Spachteln, Glätten, Trocknen und Schleifen, vor Grundierung, Anstrich oder Tapete; Lieferumfang: Messgerät, Messsonde mit Kabel, magnetischer Locator, Kalibrierscheibe, Koffer; verwendbar mit allen aktuellen Modellen der Invisible Series |