LR24W
Unsichtbarer Dual-8" Subwoofer (2 überstreichbare Paneele), Wand/Decke
Bevor Sie ein Modell aussuchen, lohnt eine ehrliche Frage: Wofür soll der Raum eigentlich klingen? Musik im Hintergrund, Fernsehton am Abend und ein Filmabend mit voller Lautstärke verlangen sehr Unterschiedliches. Und die Invisible Series von Stealth Acoustics ist breit genug, um alle drei zu bedienen, wenn man richtig auswählt. Für begleitende Musik in kleineren Räumen genügt das kompakte 6,5-Zoll-Modell LR116, das saubere Mitten und Höhen liefert, ohne Aufmerksamkeit zu verlangen. Für den Wohnraum, in dem auch einmal bewusst gehört wird, ist das 8-Zoll-Modell LR224 der sinnvolle Regelfall, weil die größere Membranfläche spürbar mehr Grundton bringt und Stimmen dadurch Körper bekommen. Sobald ein Fernseher oder ein Projektor ins Spiel kommt und Dialoge über Effekten verständlich bleiben sollen, wird es anspruchsvoller: Dann sind die Dreiwege-Modelle LR324 und LR430 die richtige Klasse, weil eine eigene Mitteltonsektion die Sprachlage entlastet. Wer diese Frage am Anfang klärt, spart sich die häufigste Enttäuschung, nämlich einen zu kleinen Lautsprecher an einer zu großen Aufgabe. Hilfreich ist die Frage, wie oft laut gehört wird: Ein Wohnzimmer braucht eine andere Auslegung als ein täglich genutzter Medienraum.
Unsichtbarer Dual-8" Subwoofer (2 überstreichbare Paneele), Wand/Decke
Unsichtbarer Quad-8" Subwoofer (2 überstreichbare Paneele à 2 Woofer), Wand/Decke
Unsichtbarer 2-Wege-Flachlautsprecher (überstreichbar), Wand/Decke
Unsichtbarer 8" 2-Wege-Flachlautsprecher (überstreichbar), Wand/Decke
Unsichtbarer 8" Stereo-Flachlautsprecher (Einzel-Stereo, überstreichbar), Wand/Decke
Unsichtbarer 8" 3-Wege-Flachlautsprecher (überstreichbar), Wand/Decke
Unsichtbarer Dual-8" 3-Wege-Flachlautsprecher (überstreichbar), Wand/Decke
Unsichtbares 3-Wege-Zweipanel-Spitzenmodell mit Dual-8"-Bandpass-Bass (überstreichbar), Wand/Decke
Die Reihe unterscheidet sich weniger im Aussehen als im inneren Aufbau, und genau daran hängt die Eignung. Die Zweiwege-Modelle teilen das Signal in Bass und Hochton auf; sie sind unkompliziert, effizient und für Musik in Wohnräumen völlig ausreichend. Die Dreiwege-Modelle wie der LR324 fügen eine eigene Mitteltonsektion hinzu, die genau den Bereich übernimmt, in dem menschliche Stimmen liegen. Das hört man nicht als mehr Lautstärke, sondern als bessere Verständlichkeit, wenn im Film gleichzeitig gesprochen und gepoltert wird. Der LR430 setzt zwei 8-Zoll-Flachwoofer ein und ist das Spitzenmodell der neuen Generation für große Räume und pegelfeste Fronten. Daneben steht der STLRX85 in eXtended-Bauart, dessen Woofer in einer Bandpass-Kammer arbeiten und dadurch aus begrenzter Fläche mehr Tiefgang holen. Er verteilt zwei 8-Zoll-Woofer und vier Mitteltöner auf zwei Paneele und erreicht damit Pegel bis 105 Dezibel. Für Ihre Wahl heißt das: Je mehr der Raum leisten soll, desto weiter oben in dieser Aufzählung liegt die passende Antwort. Alle Modelle teilen dasselbe Grundprinzip aus ebener Abstrahlfläche und integrierter Rückkammer und lassen sich deshalb frei mischen.
Zwei Sonderfälle tauchen in der Praxis immer wieder auf, und für beide hält die Reihe eine eigene Lösung bereit. Der erste Fall: Es gibt nur eine einzige Stelle, an der überhaupt etwas eingebaut werden kann, etwa in einem schmalen Raum oder über einer durchgehenden Möbelzeile. Dann liefert der LR224S beide Stereokanäle aus einem einzigen Paneel und erzeugt Räumlichkeit aus einer Einbaustelle, was einem einzelnen Monolautsprecher deutlich überlegen ist. Der zweite Fall betrifft den Tiefbass. Wenn Filme körperlich wirken sollen, reichen Vollbereichsmodelle allein nicht, und die Reihe ergänzt dafür eigene Bass-Paneele. Der LR24W arbeitet als Zweipanel-System mit je einem großen Woofer. Der LR30W verteilt vier Woofer auf zwei Paneele und lässt sich per Steckbrücke an den vorhandenen Verstärker anpassen. Nach unten reicht der LR24W bis 30 Hertz, der LR30W bis 20 Hertz. Alle Bass-Paneele brauchen eine eigene Endstufe mit Tiefpass. Rechnen Sie diesen Verstärker von Anfang an mit ein, nicht erst am Ende der Planung. Die Bass-Paneele lassen sich auch in der Decke unterbringen, wenn alle Wände bereits durch Fenster, Türen oder Möbel belegt sind.
Damit das Ergebnis stimmt, sollten Sie drei Dinge früh klären. Erstens die Einbautiefe: Jedes Modell bringt eine akustisch abgestimmte Rückkammer mit und ist damit einbaufertig. Doch wenn die Konstruktion sehr flach ist, lässt sich diese Kammer abnehmen, was die Tiefe verringert und die Abstimmung verändert. Zweitens die Verstärkerleistung: Die Vollbereichsmodelle liegen bei acht Ohm und laufen an gewöhnlichen Endstufen, verlangen aber jeweils eine Mindestleistung, damit sie ihre Fläche wirklich bewegen. Ein zu schwacher Verstärker klingt kraftlos und wird schnell übersteuert. Drittens die Oberfläche, denn Farbe, leichte Tapete, Textil oder ein geeigneter Strukturputz sind vorgesehen, dicke oder starre Beschichtungen dagegen nicht. Und es gibt Fälle, in denen eine andere Gattung schlicht besser passt: Wer eine sehr präzise Stereobühne auf einem festen Hörplatz sucht, kommt mit klassischen Einbau- oder Standlautsprechern weiter. Auch dort, wo gar keine Fläche geöffnet werden darf, bleibt nur eine sichtbare Lösung an oder vor der Wand. Selbstrückstellende Schutzschaltungen sichern die Wege gegen Überlastung ab, ersetzen aber keine saubere Auslegung von Verstärker und Pegel.