Blaze PowerZone Connect 254 – vier Kanäle für Küche, Bad und weitere Räume mit Lautsprechern hinter Putz
Der Blaze PowerZone Connect 254 ist ein Verstärker mit vier Kanälen in kompakter Bauform. Er versorgt zum Beispiel zwei Räume mit je einem Stereopaar oder bis zu vier Räume mit je einem Lautsprecher. Das passt zu unsichtbaren Lautsprechern, die in Wand oder Decke eingebaut und anschließend überspachtelt werden. Jeder Kanal gibt 60 Watt an 8 oder 4 Ohm ab. Die Systemleistung beträgt 250 Watt, per Powershare kann ein Kanal davon bis zu 250 Watt nutzen. Für 70- und 100-Volt-Anlagen stehen zwei Ausgänge mit je 125 Watt zur Verfügung. Der Matrix-DSP legt jede Quelle frei auf jeden der vier Kanäle. Dazu kommen Klangregelung, Hochpass, Verzögerung sowie Vorrang für Durchsagen. Die Einrichtung geschieht im Browser mit der eingebauten Web-App PowerZone Control. Der Verstärker belegt eine Höheneinheit in halber Rackbreite und ist rund 320 Millimeter tief. Er wiegt 2,8 Kilogramm. Im Bereitschaftsbetrieb bleibt der Verbrauch unter 0,5 Watt, die Leistungsaufnahme nennt der Hersteller mit 75 Watt.
Zwei Räume aus einem Verstärker
In vielen Häusern sollen zuerst zwei Räume Musik bekommen, etwa Küche und Bad oder Wohnzimmer und Esszimmer. Unsichtbare Lautsprecher passen gut dazu, denn nach dem Einbau sieht man sie nicht mehr. Dafür gibt es die Invisible Series von Sonance und die LineaRadiance-Paneele von Stealth Acoustics. Sie werden eingesetzt, verspachtelt und wie die übrige Fläche gestrichen. Als passive Lautsprecher brauchen sie einen Verstärker, der zentral im Technikschrank steht. Der PowerZone Connect 254 bringt dafür vier Kanäle mit. Zwei davon bilden das Stereopaar für den einen Raum, die anderen zwei versorgen den zweiten Raum. Jeder Raum bekommt so seine eigene Zone mit eigener Lautstärke und eigener Quelle. Genauso lassen sich vier kleine Räume mit je einem Lautsprecher bedienen, zum Beispiel Flur, Gäste-WC, Ankleide und Hauswirtschaftsraum. Auch eine Mischung ist möglich, etwa ein Stereoraum und zwei Räume mit je einem Lautsprecher. Welche Aufteilung passt, hängt vom Grundriss ab. Blaze ist die Verstärkerlinie von Sonance, Lautsprecher und Verstärker stammen damit auf Wunsch aus einer Hand. Für mehr als vier Kanäle gibt es Modelle mit acht Kanälen. Bei einer Sanierung lässt sich so Raum für Raum vorgehen: erst zwei Zonen, später ein weiterer Verstärker.
Leistung und Betriebsarten
Jeder der vier Kanäle liefert 60 Watt, an 8 Ohm ebenso wie an 4 Ohm. Ob das für einen Raum reicht, beurteilt der Fachbetrieb anhand von Raumgröße und Lautsprechern. Die Systemleistung beträgt 250 Watt. Powershare verschiebt bei Bedarf Leistung zu einem Kanal, der dann bis zu 250 Watt nutzen kann. So bekommt ein größerer Raum mehr, während ein kleiner Nebenraum mit wenig auskommt. Der Übertragungsbereich umfasst 20 Hz bis 20 kHz. Die Endstufen arbeiten in Class-D-Technik auf Basis von Pascal UMAC. Ein Hochpass im DSP hält zudem sehr tiefe Frequenzen von kleinen Modellen fern. Für größere Gebäude mit vielen Lautsprechern an langen Leitungen beherrscht der 254 den Betrieb mit 70 oder 100 Volt. Dann stehen zwei Ausgänge mit je 125 Watt bereit. Sonance bietet dafür unsichtbare Lautsprecher mit Übertrager an. Welche Betriebsart zum Gebäude passt, entscheidet Ihr Fachbetrieb. Nicht an den 254 gehören die Sonance-Modelle IS10W und IS15W, zwei Woofer für tiefe Töne. Hier schreibt der Hersteller im Datenblatt seine DSP-Endstufen vor. Für Bass-Paneele von Stealth Acoustics plant man ebenfalls einen separaten Verstärker für Subwoofer ein. Die übrigen Lautsprecher in Wand und Decke versorgt der 254 mit seinen vier Kanälen.
Freies Routing und Klangregelung
Der Matrix-DSP des 254 kann jede Quelle auf jeden der vier Ausgänge legen. Im Bad läuft dann eine andere Musik als in der Küche. Beide Räume behalten dabei ihre eigene Lautstärke. Die Eingangsmischung kann auch zwei Signale verbinden, etwa Musik und eine Durchsage. Mit Vorrang und Ducking wird die Musik bei einer Ansage leiser und kehrt danach zurück. Für die Klangregelung stehen Equalizer, Hochpass und Delay bereit. Das ist bei unsichtbaren Lautsprechern hilfreich. Ein überspachtelter Lautsprecher klingt im gefliesten Bad anders als in einer Küche mit Holzfronten. Mit dem Equalizer lässt sich dieser Unterschied verringern. Laut Einbauanleitung der Invisible Series empfiehlt Sonance, DSP-Klangvorgaben zu verwenden. Ihr Fachbetrieb hinterlegt diese als Presets im Verstärker. Abrufbar sind sie später jederzeit wieder. Die Einstellungen nimmt der Fachbetrieb in der Web-App PowerZone Control vor. Sie steckt im Verstärker und öffnet sich im Browser, per Netzwerkkabel oder über das integrierte WLAN. Eine eigene App oder Software ist dafür nicht nötig. Konfigurierbare GPIO-Anschlüsse binden Schaltsignale anderer Technik ein. Ein digitaler S/PDIF-Eingang und ein passender Ausgang runden die Ausstattung ab.
Kompakt im Technikschrank
Der 254 misst 220,98 × 43,18 × 320,04 Millimeter und wiegt 2,8 Kilogramm. Trotz vier Kanälen nimmt er nur eine Höheneinheit und die halbe Rackbreite ein. Im Technikschrank bleibt daneben Raum für weitere Technik halber Breite. Laut Hersteller nimmt er 75 Watt auf, im Bereitschaftsbetrieb unter 0,5 Watt. Er entspricht ErP und Energy Star und hat eine UL-Listung. Wer zwei Räume mit unsichtbaren Lautsprechern plant, sollte früh an die Leitungen denken. Zu jedem Lautsprecher führt eine eigene Leitung vom Technikschrank, und zwar bevor geputzt wird. Später sind neue Leitungen nur mit Aufwand möglich, weil die Lautsprecher dann schon unter Spachtel und Farbe liegen. Ein Netzwerkanschluss am Schrank macht die Web-App bequem erreichbar. Alternativ verbindet sich der Fachbetrieb über das eingebaute WLAN. Für die Belüftung sollte der Verstärker nicht dicht an anderer Technik sitzen. Soll später ein Subwoofer dazukommen, plant der Fachbetrieb eine eigene Endstufe dafür ein. Wächst die Anlage um weitere Räume, ergänzt ein zweites Modell der Serie die vorhandenen Zonen. Die Einrichtung läuft dann über dieselbe Web-App. Ein Telefon oder Laptop im Heimnetz genügt dafür.
Technische Daten Blaze PowerZone Connect 254
| Bauart | 4-Kanal DSP-Installationsverstärker, Class-D (Pascal UMAC), PowerZone Connect 1U Serie |
|---|---|
| Frequenzgang | 20 Hz – 20 kHz (+0 / -0,25 dB, 8 Ω Last, 3 dB unter Nennleistung) |
| Belastbarkeit | 4 × 60 W an 8 Ω / 4 Ω · 2 × 125 W an 70/100 V · Systemleistung 250 W · Powershare bis 250 W auf einem Kanal |
| Impedanz | 8 Ω / 4 Ω · 70 V / 100 V (Hi-Z) |
| Abmessungen | 220,98 × 43,18 × 320,04 mm (B × H × T); 1 HE, halbe Rack-Breite |
| Gewicht | 2,8 kg |
| Besonderheiten | Voller Matrix-DSP mit freiem Routing auf vier Ausgänge; Web-App PowerZone Control über RJ45 oder integrierten WLAN-Zugangspunkt; Mehrzonen-Setup, Eingangsmischung, Vorrang/Ducking, EQ, Hochpass, Delay, Presets; konfigurierbare GPIO; S/PDIF-Ein-/Ausgang; Leistungsaufnahme 75 W, Standby < 0,5 W; ErP/Energy Star, UL gelistet |