Serie Stealth Acoustics VerstaerkerKI
Stealth Acoustics · Serie · Unsichtbare Subwoofer

Verstärker für den Tiefton, der nicht zu sehen ist

Warum der Tiefton eine eigene Endstufe braucht

Unsichtbare Subwoofer sitzen in der Wand oder in der Decke, verputzt und gestrichen, und genau deshalb haben sie keine Elektronik an Bord. Sie sind passiv, brauchen also Leistung von außen, und zwar mehr als die übrigen Kanäle einer Anlage. Ein AV-Receiver liefert am Subwoofer-Ausgang nur ein Signal und keine Leistung; dazwischen gehört eine Endstufe. Dieser Verstärker ist für diese Stelle gebaut und für nichts anderes. Er hat einen Kanal und gibt darauf 250 Watt an 8 Ohm oder 350 Watt an 4 Ohm ab, je nachdem, was der Subwoofer verlangt. Zwei Eigenschaften machen ihn im Wohnraum angenehm. Ein Subsonic-Filter hält sehr tiefe Signale fern, die man nicht hört, die die Membran aber bewegen und Leistung kosten. Und er schaltet sich selbst ein, sobald ein Signal anliegt, und nach einer Pause wieder ab. Sie müssen ihn also nicht bedienen und auch nicht in eine Fernbedienung einlernen. Nach der Montage im Schrank bleibt er dort und arbeitet, wenn der Film läuft. Mehr soll er auch nicht tun. Er steht im Technikschrank, nicht im Wohnzimmer, und von dort aus versorgt er den Tiefton. Was Sie davon merken, ist allein das Ergebnis im Raum: ein Bass, der aus der Wand kommt und nicht aus einer Kiste in der Ecke.

Was der Verstärker leistet

Die beiden Zahlen gehören zusammen gelesen. 250 Watt gelten für einen Subwoofer mit 8 Ohm, 350 Watt für einen mit 4 Ohm. Welche davon für Ihre Anlage gilt, steht im Datenblatt des Subwoofers und nicht am Verstärker. Entscheidend ist dabei, dass die gesamte Leistung auf einen Ausgang geht. Eine zweikanalige Endstufe derselben Größe müsste sie teilen, und davon hätte der Tiefton weniger. Für einen unsichtbaren Subwoofer ist das wichtig. Er muss eine Fläche in Bewegung setzen, die in der Wand steckt, und das kostet mehr Leistung als ein frei stehender Lautsprecher braucht. Der Verstärker ist für den Einbau im Technikschrank gedacht. Er hat Rackmaße, belegt zwei Höheneinheiten und wiegt 14,2 Kilogramm. Ein Platz im Schrank mit Luft darüber und darunter ist deshalb Teil der Planung, ebenso eine Steckdose in Reichweite. Steht kein Schrank zur Verfügung, braucht es ein Regal, das das Gewicht trägt und die Wärme abgeben kann. Verstecken Sie ihn nicht in einem geschlossenen Möbel ohne Lüftung. Fragen Sie beim Einbau nach, wie viel Platz im Schrank nach der Montage noch frei ist. Diese Angabe entscheidet darüber, ob sich die Anlage später um einen Kanal erweitern lässt, ohne den Schrank zu tauschen.

Was er nicht kann

Dieser Verstärker hat keine Klangeinstellung. Es gibt keinen Equalizer, keine Raumkorrektur, keine Verzögerung und keine Trennfrequenz, die sich einstellen lässt. Er hat auch keinen Netzwerkanschluss, lässt sich also nicht über eine Anwendung auf dem Telefon bedienen und nicht in eine Haussteuerung einbinden. Wer so etwas erwartet, wird enttäuscht sein. Der Grund ist einfach: Diese Aufgaben erledigt das Gerät davor. In fast jeder Anlage ist das ein AV-Receiver oder ein Vorverstärker, und dort werden Trennfrequenz, Pegel und Phase eingestellt, oft zusammen mit einer automatischen Einmessung. Der Verstärker nimmt das fertige Signal und macht Leistung daraus. Für Sie heißt das: Die Einstellung findet an einer Stelle statt, nämlich dort, wo Sie ohnehin alles andere einstellen. Es gibt keine zweite Schraube, die den Klang verändert und die man nach einem Jahr vergessen hat. Was bleibt, ist ein Teil der Anlage ohne Bedienung. Wenn im Schrank nichts blinkt und nichts klackt, arbeitet er richtig. Für eine Anlage, die über Jahre gleich klingen soll, ist das ein Vorteil. Jede Einstellung, die es nicht gibt, kann auch niemand aus Versehen verändern, und das gilt für Handwerker, Gäste und Kinder gleichermaßen.

Vor dem Einbau zu klären

Drei Fragen, und alle gehören in das Gespräch vor dem Einbau. Erstens: Welche Last hat der Subwoofer, 8 oder 4 Ohm? Davon hängt ab, welche Leistung ankommt, und bei einem Subwoofer in der Wand lässt sich das später nicht mehr nachsehen. Zweitens: Woher kommt die Trennfrequenz? Es braucht einen AV-Receiver oder einen Vorverstärker mit eigenem Subwoofer-Ausgang, denn der Verstärker selbst bringt keine mit. Drittens: Wo steht er? Zwei Höheneinheiten, 14,2 Kilogramm, eine Steckdose und Luft zum Atmen sind die Anforderungen, und ein Schrank unter der Treppe erfüllt sie selten. Haben Sie zwei unsichtbare Subwoofer im Raum, rechnen Sie mit zwei Endstufen, weil hier nur ein Ausgang vorhanden ist. Lassen Sie sich die Leitung vom Schrank zum Subwoofer vor dem Verputzen zeigen und notieren Sie, wo sie läuft. Diese Notiz ist in zehn Jahren mehr wert als jede Bedienungsanleitung, denn von der Anlage ist dann nichts mehr zu sehen. Lassen Sie sich außerdem notieren, welche Trennfrequenz eingestellt wurde und wer sie eingestellt hat. Kommt Jahre später ein anderer Receiver, ist dieser Wert der schnellste Weg zurück zum gewohnten Klang. Fragen Sie zuletzt nach einem Termin zum Einmessen.