AudioControl Director M6400 – sechzehn Kanäle mit DSP
Der AudioControl Director M6400 ist ein Matrix-Verstärker mit sechzehn Kanälen. Sein Hersteller ist ein Unternehmen aus dem Nordwesten der USA, das seit 1977 besteht. Der M6400 eignet sich für Häuser, in denen viele Räume unsichtbare Lautsprecher in Wand oder Decke bekommen. Diese Lautsprecher sind passiv und hängen am Verstärker im Technikschrank. Jeder Kanal liefert 65 Watt an 8 Ohm und 100 Watt an 4 Ohm. Zwei gebrückte Kanäle geben 175 Watt mono ab. Für jeden Kanal gibt es eine eigene Klangregelung, grafisch oder parametrisch. Eine Audio-Matrix verteilt acht analoge und zwei digitale Eingänge nach S/PDIF auf die Ausgänge. Über Ethernet mit TCP/IP und über RS-232 lässt er sich einrichten und in eine Haussteuerung einbinden. Liegt ein Signal an, schaltet er sich selbst ein, ein Triggereingang und -ausgang ist vorhanden. Als Stereopaare genutzt, reichen die Kanäle für acht Räume. Der M6400 belegt zwei Höheneinheiten und wiegt 7,3 Kilogramm.
Viele Räume, jeder mit eigenem Kanalpaar
Wer unsichtbare Lautsprecher in vielen Räumen plant, braucht viele Verstärkerkanäle. Die Lautsprecher selbst sind passiv, sie werden überspachtelt und gestrichen und bleiben unsichtbar. Ihre Leistung kommt aus dem Technikschrank. Der Director M6400 bietet dafür sechzehn Kanäle in einem Gerät. Er gehört zu einer Serie, die Matrix, Klangprozessor und Verstärkung in einem Gehäuse vereint. Als Paare genutzt, versorgen die Kanäle acht Räume in Stereo. Denkbar sind etwa Wohnzimmer, Küche, Esszimmer, Bad, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Arbeitszimmer und Flur. In jedem Raum kann eine eigene Quelle in eigener Lautstärke laufen. Ebenso lassen sich die Kanäle einzeln nutzen, wenn ein kleiner Raum mit einem Lautsprecher auskommt. Jeder Kanal gibt 65 Watt an 8 Ohm oder 100 Watt an 4 Ohm ab. Das ist eine Leistungsklasse für normal große Wohnräume, in denen Musik den Alltag begleitet. Wo mehr verlangt wird, lassen sich zwei Kanäle brücken. Sie liefern dann gemeinsam 175 Watt mono, zum Beispiel für einen passiven Subwoofer. Ob ein Bassmodell dafür geeignet ist, steht im Datenblatt des Lautsprechers. Ihr Fachbetrieb gleicht das vor der Bestellung ab.
Acht analoge und zwei digitale Quellen
Die Audio-Matrix des M6400 nimmt acht analoge Eingänge und zwei digitale Eingänge nach S/PDIF auf. Jede dieser Quellen lässt sich auf jeden Ausgang legen. So kann ein Streamer die Küche bespielen, während der Fernseher seinen Ton ins Wohnzimmer schickt. Im Kinderzimmer läuft vielleicht ein Hörspiel, im Bad das Radio. Ebenso lässt sich dieselbe Musik auf alle Räume verteilen, wenn Gäste im Haus sind. Mit acht analogen Eingängen finden auch ältere Zuspieler ihren Platz, etwa ein CD-Spieler. Der zweite digitale Anschluss steht zum Beispiel für einen weiteren Streamer bereit. Gesteuert wird das über eine Haussteuerung, die per Ethernet oder RS-232 mit dem Verstärker verbunden ist. Über TCP/IP lässt er sich außerdem einrichten. Eine Autosensing-Funktion schaltet ihn ein, sobald ein Signal anliegt. Alternativ übernimmt ein Triggersignal von einer Quelle diese Aufgabe. Über den Triggerausgang kann er weitere Komponenten mitschalten. So läuft die Anlage nur, wenn tatsächlich Musik spielt. Im Wohnraum ist von alldem nichts zu sehen, dort bleiben nur glatte Wände und ein Bedienfeld oder das Smartphone. Für Sie heißt das: Musik in vielen Räumen, ohne dass irgendwo Technik herumsteht.
Grafische oder parametrische Klangregelung
Ein Lautsprecher hinter Putz klingt im gefliesten Bad anders als im Schlafzimmer mit Teppich und Vorhängen. Deshalb verfügt der M6400 für jeden Kanal über einen eigenen digitalen Signalprozessor. Die Klangregelung arbeitet wahlweise grafisch oder parametrisch. Die grafische Variante teilt den Frequenzbereich in feste Bänder, die sich anheben oder absenken lassen. Bei der parametrischen wählt man Frequenz, Breite und Stärke jedes Eingriffs selbst. Der grafische Modus eignet sich für schnelle Korrekturen, der parametrische für genaue Eingriffe. Damit kann Ihr Fachbetrieb gezielt korrigieren, was in einem Raum stört. Ein Dröhnen im Bass lässt sich mildern, ein matter Klang hinter dickem Putz auffrischen. Gespeichert bleiben die Werte für jede Quelle, die in diesem Zimmer läuft. Weil der Verstärker im Netzwerk hängt, lassen sich Anpassungen später über das Netzwerk vornehmen. Ändert sich etwas im Raum, etwa durch neue Möbel, wird die Einstellung nachgezogen. Bei sechzehn Kanälen mit ganz unterschiedlichen Räumen lohnt sich diese Feinarbeit. Auch zwei Lautsprecher im selben Raum lassen sich getrennt abstimmen, falls einer in der Decke und einer in der Wand sitzt. Für Sie bleibt nur das Ergebnis hörbar: ein stimmiger Klang in jedem Zimmer.
Einbau und Planung im Rohbau
Der M6400 belegt im Rack zwei Höheneinheiten. Seine Maße betragen 432 mal 89 mal 394 Millimeter, das Gewicht liegt bei 7,3 Kilogramm. Ein Technikschrank im Hauswirtschaftsraum oder Keller ist ein guter Standort. Dort sollte die Abwärme über eine ausreichende Belüftung abziehen können. Neben dem Verstärker finden meist auch Streamer, Netzwerktechnik und die Haussteuerung ihren Platz. Bei sechzehn Kanälen laufen viele Lautsprecherleitungen an dieser Stelle zusammen. Deshalb ist eine saubere Beschriftung wichtig, damit jede Leitung ihrem Raum zugeordnet bleibt. Geplant werden die Leitungen im Rohbau. Zu jedem Raum mit unsichtbaren Lautsprechern führt eine eigene Leitung bis zum Technikschrank. Bei Stereo sind es zwei Adernpaare oder ein Kabel mit vier Adern. Ein Netzwerkkabel zum Verstärker gehört ebenfalls dazu. Soll eine Quelle den M6400 per Trigger wecken, braucht auch diese Verbindung ihren Weg. Nach dem Spachteln und Streichen lässt sich kaum noch etwas nachziehen. Legen Sie deshalb lieber eine Leitung mehr, als später eine Wand zu öffnen. Ihr Fachbetrieb hilft, die Zonen so zu legen, dass auch Erweiterungen möglich bleiben. Hinter dem Verstärker braucht es Platz für sechzehn Lautsprecheranschlüsse samt Leitungen.
Technische Daten Director M6400
| Bauart | 16-Kanal-Matrix-Verstärker mit DSP (Director Series) |
|---|---|
| Belastbarkeit | 16 × 65 W an 8 Ω / 100 W an 4 Ω · 175 W mono gebrückt |
| Impedanz | 8 Ω / 4 Ω |
| Abmessungen | 432 × 89 × 394 mm (B × H × T, 2 HE) |
| Gewicht | 7,3 kg |
| Besonderheiten | 16 Kanäle in 2 HE; DSP (grafisch/parametrisch) je Kanal; Audio-Matrix (8 analog + 2 S/PDIF); Ethernet/TCP-IP + RS-232; Autosensing; Trigger In/Out |