Blaze PowerZone Connect 1502 – Verstärker für weitläufige Räume mit Lautsprechern unter Putz
Der Blaze PowerZone Connect 1502 bündelt viel Leistung in zwei Kanälen. Gedacht ist er für Räume, in denen zahlreiche unsichtbare Lautsprecher gemeinsam arbeiten. Dazu zählen große Wohnhallen, Galerien über zwei Geschosse oder ein Veranstaltungsraum im eigenen Haus. Die Lautsprecher der Sonance Invisible Series und die Paneele von Stealth Acoustics verschwinden dort hinter Spachtel und Farbe. Sie sind passiv und hängen an einer Endstufe im Technikschrank. Laut Hersteller gibt jeder Kanal 750 Watt an 4 Ohm und 400 Watt an 8 Ohm ab. Auch an 2 Ohm sind es 750 Watt. Gebrückt liefert der 1502 1.500 Watt auf einem Kanal. An 100-Volt-Linien stehen 1.500 Watt bereit, an 70-Volt-Linien 1.200 Watt. Ein Limiter begrenzt die Ausgangsleistung, damit die Lautsprecher nicht überlastet werden. Klangregelung, Hochpass und Verzögerung übernimmt der eingebaute Signalprozessor. Eingestellt wird alles im Browser über PowerZone Control. Im Rack belegt der 1502 zwei Höheneinheiten.
Viele Paneele, zwei Kanäle
In sehr großen Räumen genügt ein einzelnes Lautsprecherpaar selten. Damit Musik und Sprache überall ähnlich laut ankommen, verteilt man mehrere unsichtbare Lautsprecher über Decke und Wände. Jedes dieser Modelle bleibt nach dem Verputzen verborgen. Für die Bewohner wirkt der Raum dann ruhig und aufgeräumt, obwohl darin eine vollständige Anlage steckt. Kein Gitter, keine Box und kein Kabel lenken vom Raum ab. Der PowerZone Connect 1502 versorgt solche Gruppen mit zwei leistungsstarken Kanälen. Entweder bilden beide zusammen ein Stereopaar für einen großen Raum. Oder jeder Kanal übernimmt eine eigene Zone, zum Beispiel Halle und Empore. Auch ein großer Hobbyraum oder ein Fitnessraum im Keller kommt in Frage. Sind mehrere Lautsprecher parallel verbunden, sinkt die Gesamtimpedanz. Der Verstärker ist laut Datenblatt auch an 2 Ohm einsetzbar und gibt dort 750 Watt je Kanal ab. Wie viele Paneele an eine Leitung dürfen, rechnet Ihr Fachbetrieb anhand der Lautsprecherdaten aus. Die Quelle kann ein Streamer, ein Mehrraumsystem oder ein digitaler Zuspieler am S/PDIF-Eingang sein. Ein S/PDIF-Ausgang reicht das Signal bei Bedarf an weitere Technik weiter. Die Wahl der Quelle bleibt so offen, auch wenn später neue Zuspieler hinzukommen.
Schutz durch den Limiter
Lautsprecher unter Putz lassen sich nicht einfach austauschen. Ein defektes Paneel würde bedeuten, die Wand zu öffnen und neu zu streichen. Umso wichtiger ist es, die Lautsprecher vor zu viel Leistung zu schützen. Der 1502 besitzt dafür einen Limiter. Er begrenzt den Pegel an den Ausgängen auf einen Wert, den Ihr Fachbetrieb passend zu den angeschlossenen Modellen festlegt. Selbst wenn jemand die Musik sehr weit aufdreht, bleibt die Belastung im erlaubten Bereich. Bei einer Feier mit vielen Gästen ist das eine beruhigende Sicherheit. Ergänzend arbeitet der Hochpass. Er filtert Frequenzen unterhalb der Grenze heraus, die ein Lautsprecher noch sinnvoll wiedergeben kann. Das schont die Membran und verringert Verzerrungen bei höherer Lautstärke. Mit Blaze bietet Sonance eine eigene Verstärkerlinie an, zu der auch der 1502 gehört. Für die Invisible Series rät Sonance in der Einbauanleitung zu DSP-Klangvorgaben. Diese lassen sich im 1502 als Presets ablegen und bei Bedarf wieder laden. Welche Vorgaben genau verwendet werden, entscheidet der Fachbetrieb bei der Einrichtung. Notiert werden sollte das Ergebnis in der Anlagendokumentation, damit es bei späteren Arbeiten nachvollziehbar bleibt.
Siebzig oder hundert Volt
In Gebäuden mit vielen Räumen hängen die Lautsprecher oft an langen Leitungen. Für solche Fälle gibt es die Technik mit 70 oder 100 Volt. Dabei wird das Signal mit hoher Spannung übertragen, und jeder Lautsprecher besitzt einen eigenen Übertrager. So lassen sich viele Lautsprecher an einer Linie betreiben, auch über größere Entfernungen. Der 1502 liefert an einer 100-Volt-Linie 1.500 Watt. An einer 70-Volt-Linie sind es 1.200 Watt. Welche Spannung zum Einsatz kommt, hängt von den gewählten Lautsprechern ab. Passend dazu hat Sonance Modelle der Invisible Series für 70 und 100 Volt im Programm. Damit lässt sich etwa ein Gästehaus, ein Bürotrakt oder eine Praxis mit unsichtbaren Deckenlautsprechern ausstatten. Auch in solchen Räumen bleiben die Lautsprecher unter Putz verborgen. Eingänge lassen sich mischen und mit Vorrang versehen. Kommt eine Durchsage, wird die Musik automatisch abgesenkt. Konfigurierbare GPIO-Kontakte nehmen externe Signale auf. Mit der Verzögerung stimmt man Lautsprecher in langen Fluren oder großen Sälen zeitlich ab. Laut Datenblatt reicht der Frequenzgang des 1502 von 20 Hz bis 20 kHz, bei einem Rauschabstand von über 108 dB. Für die Bewohner bleibt davon nur die Musik, die Technik ist nicht zu sehen.
Einbau und Planung
Wie die anderen Modelle der 2U-Serie belegt der 1502 zwei Höheneinheiten. Er misst 440 × 89 × 320 Millimeter und wiegt 5,9 Kilogramm. Die Leistungsaufnahme liegt laut Blaze bei 350 Watt. Im Technikschrank oder Hauswirtschaftsraum sollte die Wärme gut abgeführt werden. Planen Sie dort eine ausreichende Belüftung ein. Ein Technikraum mit Tür und Lüftungsgitter ist dafür besser geeignet als ein geschlossener Möbelschrank. Zur Einrichtung öffnet Ihr Fachbetrieb die Web-App PowerZone Control im Browser. Die Verbindung läuft über RJ45 oder das integrierte WLAN des Verstärkers. Spätere Änderungen lassen sich genauso vornehmen, ohne an die Lautsprecher in der Wand zu müssen. Ihr Fachbetrieb kann so etwa den Limiter nachstellen, wenn weitere Lautsprecher dazukommen. Entscheidend für den 1502 ist eine Planung schon im Rohbau. Jede Lautsprechergruppe braucht ihre eigene Leitung bis zum Schrank. Ein Leerrohr zu jedem Raum schafft Reserve für spätere Erweiterungen. Bei hoher Leistung und langen Wegen sollte der Leitungsquerschnitt großzügig gewählt werden. Der 1502 erfüllt ErP und Energy Star und ist UL gelistet. Wenn alles fertig ist, bleiben glatte Flächen, und der Klang scheint aus dem Raum selbst zu kommen.
Technische Daten Blaze PowerZone Connect 1502
| Bauart | 2-Kanal DSP-Installationsverstärker, Class-D (Pascal UMAC), PowerZone Connect 2U Serie |
|---|---|
| Frequenzgang | 20 Hz – 20 kHz (+0 / -0,5 dB, 8 Ω Last, 3 dB unter Nennleistung) |
| Belastbarkeit | 2 × 750 W an 4 Ω · 2 × 400 W an 8 Ω · 2 × 750 W an 2 Ω · 1 × 1.500 W gebrückt · 1 × 1.500 W an 100 V, 1 × 1.200 W an 70 V · Systemleistung 1.500 W |
| Impedanz | 2 Ω / 4 Ω / 8 Ω · 70 V / 100 V (Hi-Z) |
| Abmessungen | 440 × 89 × 320 mm (2 HE) |
| Gewicht | 5,9 kg |
| Besonderheiten | Brückenbetrieb (BTL) mit 1.500 W; 2-Ohm-fähig; voller Matrix-DSP; Web-App PowerZone Control über RJ45 oder integrierten WLAN-Zugangspunkt; Mehrzonen-Setup, Eingangsmischung, Vorrang/Ducking, EQ, Hochpass, Delay, Limiter, Presets; konfigurierbare GPIO; S/PDIF-Ein-/Ausgang; Rauschabstand > 108 dB; Leistungsaufnahme 350 W; ErP/Energy Star, UL gelistet |