Blaze PowerZone Connect 3004 – vier Kanäle mit viel Reserve für Lautsprecher unter Putz
Blaze by Sonance · PowerZone Connect 2U Serie

Blaze PowerZone Connect 3004 – vier Kanäle mit viel Reserve für Lautsprecher unter Putz

Der Blaze PowerZone Connect 3004 bringt 3.000 Watt Systemleistung auf vier Kanäle. Er ist für große Häuser und Gebäude gedacht, in denen viele unsichtbare Lautsprecher zu versorgen sind. Lautsprecher der Sonance Invisible Series und Paneele von Stealth Acoustics sitzen dort verborgen in Wand und Decke. Nach Spachteln und Anstrich sieht man nichts mehr von ihnen. Nur die Musik verrät, wo sie sitzen. Als passive Modelle hängen sie an einer Endstufe, die zentral im Technikschrank steht. Laut Hersteller liefert jeder Kanal 750 Watt an 4 Ohm und 400 Watt an 8 Ohm. Zwei Kanäle lassen sich brücken, insgesamt sind so 2 × 1.500 Watt möglich. An 100-Volt-Linien gibt der 3004 ebenfalls 2 × 1.500 Watt ab, an 70 Volt 2 × 1.200 Watt. Ein Signalprozessor mit voller Matrix regelt Klang, Hochpass, Verzögerung, Limiter und Vorrang. Die Einstellungen nimmt Ihr Fachbetrieb im Browser über die Web-App PowerZone Control vor. Im Rack beansprucht der 3004 zwei Höheneinheiten und wiegt 7,4 Kilogramm.

Viele Lautsprecher je Zone

In großen Räumen reicht ein Lautsprecherpaar selten aus. Ein Wohnbereich über zwei Etagen oder ein Saal braucht mehrere unsichtbare Lautsprecher, damit der Ton gleichmäßig verteilt wird. Jeder Kanal des PowerZone Connect 3004 hat genug Leistung für eine solche Gruppe. Mit vier Kanälen entstehen zwei Stereozonen oder vier einzelne Zonen. Ein Beispiel: Halle, Wohnbereich, Bibliothek und Wintergarten erhalten je einen Kanal mit mehreren Paneelen. Jede dieser Zonen hat ihre eigene Lautstärke und kann ein anderes Programm hören. Alle Lautsprecher bleiben unter Putz verborgen. Die Decke sieht danach aus wie zuvor, nur die Musik ist neu im Raum. Weil die Lautsprecher passiv sind, führt von jeder Gruppe eine Leitung zum Technikschrank. Dort steht der Verstärker zusammen mit Streamer, Netzwerk und Haussteuerung. Digitale Quellen kommen über den S/PDIF-Eingang, ein S/PDIF-Ausgang gibt das Signal bei Bedarf weiter. Bei sehr großen Anwesen kann ein Kanal nebenbei auch eine überdachte Terrasse übernehmen. Im Vordergrund stehen aber die Räume im Haus, in denen die Lautsprecher in Wand und Decke verschwinden. Für jede Zone lässt sich dabei eine eigene Klangeinstellung hinterlegen.

Lange Leitungen mit 70 oder 100 Volt

Je größer ein Gebäude, desto länger werden die Wege vom Technikschrank zu den Räumen. Bei normalen Lautsprecherleitungen steigen auf weiten Strecken die Verluste. Für viele Lautsprecher an langen Leitungen gibt es die Technik mit 70 oder 100 Volt. Jeder Lautsprecher hat dabei einen Übertrager, der die passende Leistung abgreift. So hängen zahlreiche Lautsprecher an einer gemeinsamen Linie. Der 3004 liefert an 100-Volt-Linien 2 × 1.500 Watt und an 70-Volt-Linien 2 × 1.200 Watt. Sonance hat für diesen Betrieb eigene Modelle der Invisible Series. Sie lassen sich ebenso verputzen wie die übrigen Lautsprecher der Serie. Denkbar ist das in einem Wohnhaus mit Einliegerwohnung, Büro und Gästebereich. Auch eine Praxis oder Kanzlei im eigenen Haus lässt sich so ausstatten. Wohnung und Arbeitsbereich können dabei getrennte Zonen mit eigener Musik bilden. Durchsagen erhalten Vorrang und senken die Musik in den betroffenen Zonen ab. Über GPIO-Kontakte lassen sich externe Steuersignale einbinden. Ihr Fachbetrieb legt fest, welche Räume an welcher Linie hängen und wie die Zonen aufgeteilt werden. Eine frühe Abstimmung mit dem Elektriker spart dabei doppelte Wege.

Brückenbetrieb und Limiter

Wo eine Zone besonders viel Leistung braucht, lassen sich zwei Kanäle zusammenschalten. Der 3004 liefert dann 1.500 Watt auf dem gebrückten Kanal. Die zwei anderen Kanäle stehen weiter für normale Zonen bereit. Werden beide Paare gebrückt, sind es 2 × 1.500 Watt. Ein gebrückter Kanal eignet sich auch für einen passiven Subwoofer, wenn dessen Daten passen. Davon ausgenommen sind die Woofer der Sonance Invisible Series. Sonance schreibt für sie im Datenblatt eigene Sonance-DSP-Endstufen vor. Die Bass-Paneele von Stealth Acoustics betreibt man an einer Endstufe für Subwoofer. Bei so viel Leistung spielt der Limiter eine wichtige Rolle. Er begrenzt, was höchstens an einem Ausgang ankommt, und schützt so die Lautsprecher in der Wand. Ein Tausch hinter frischem Anstrich wäre aufwendig, deshalb lohnt diese Vorsorge. Ein Hochpass entlastet sie zusätzlich von Frequenzen, die sie nicht wiedergeben können. Klangregelung und Verzögerung passen jeden Ausgang an seinen Raum an. Ein hallender Flur bekommt so eine andere Einstellung als ein Kaminzimmer mit Teppich. Wie alle Blaze-Modelle stammt der 3004 aus der Verstärkerlinie von Sonance. Für die Invisible Series empfiehlt Sonance in der Einbauanleitung DSP-Klangvorgaben. Der 3004 kann Einstellungen als Presets ablegen, die Auswahl trifft Ihr Fachbetrieb.

Einbau und Einrichtung

Der PowerZone Connect 3004 misst 440 × 89 × 320 Millimeter und wiegt 7,4 Kilogramm. Im Rack belegt der 3004 zwei Höheneinheiten. Daneben bleibt Platz für Streamer, Netzwerktechnik oder einen zweiten Verstärker. Laut Blaze nimmt der 3004 im Betrieb 700 Watt auf. Ein gut belüfteter Technikschrank oder ein eigener Technikraum ist deshalb sinnvoll. Die Einrichtung übernimmt Ihr Fachbetrieb über die Web-App PowerZone Control. Sie läuft im Browser und verbindet sich über RJ45 oder das eingebaute WLAN. Dort werden Zonen, Klang, Limiter und Vorrang festgelegt. Eine Software muss dafür nicht installiert werden. Änderungen lassen sich später auf demselben Weg vornehmen, ohne an die verputzten Lautsprecher zu müssen. Das gilt auch, wenn ein Raum neu eingerichtet wird und anders klingt als vorher. Für die Planung heißt das: Alle Leitungen zum 3004 gehören in den Rohbau. Jede Zone und jede Linie braucht ihren eigenen Weg zum Technikschrank. Ein Plan mit allen Leitungen hilft später bei Wartung und Erweiterung. Beim 3004 nennt das Datenblatt über 108 dB Rauschabstand und einen Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz. Der 3004 erfüllt ErP und Energy Star und ist UL gelistet. Wer Musik über das Netzwerk einspeisen möchte, findet mit dem 3004D eine Variante mit Dante.

Technische Daten Blaze PowerZone Connect 3004

Bauart4-Kanal DSP-Installationsverstärker, Class-D (Pascal UMAC), PowerZone Connect 2U Serie
Frequenzgang20 Hz – 20 kHz (+0 / -0,5 dB, 8 Ω Last, 3 dB unter Nennleistung)
Belastbarkeit4 × 750 W an 4 Ω · 4 × 400 W an 8 Ω · 2 × 1.500 W gebrückt · 2 × 1.500 W an 100 V, 2 × 1.200 W an 70 V · Systemleistung 3.000 W
Impedanz2 Ω / 4 Ω / 8 Ω · 70 V / 100 V (Hi-Z)
Abmessungen440 × 89 × 320 mm (2 HE)
Gewicht7,4 kg
BesonderheitenBrückenbetrieb (BTL) mit 2 × 1.500 W; voller Matrix-DSP; Web-App PowerZone Control über RJ45 oder integrierten WLAN-Zugangspunkt; Mehrzonen-Setup, Vorrang/Ducking, EQ, Hochpass, Delay, Limiter, Presets; konfigurierbare GPIO; S/PDIF-Ein-/Ausgang; Rauschabstand > 108 dB; Leistungsaufnahme 700 W; ErP/Energy Star, UL gelistet; Dante-Variante: Connect 3004D

Herstellerdokumente

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