Blaze PowerZone Connect 2004D – vier Kanäle, Dante und unsichtbare Lautsprecher
Der Blaze PowerZone Connect 2004D ist ein Verstärker mit vier Kanälen und einem Anschluss für Audinate Dante. Über eine eigene RJ45-Buchse empfängt er Tonsignale direkt aus dem Netzwerk. An seinen Ausgängen arbeiten passive Lautsprecher, die man nicht sieht. Dazu zählen die Sonance Invisible Series und die LineaRadiance-Paneele von Stealth Acoustics. Sie werden in Wand oder Decke eingesetzt, überspachtelt und gestrichen. Danach erinnert nichts mehr an die Technik dahinter. Laut Hersteller liefert jeder Kanal 500 Watt an 4 Ohm und 250 Watt an 8 Ohm. Zwei Kanäle können zu einem gebrückten Kanal mit 1.000 Watt verbunden werden. Für Anlagen mit 70 oder 100 Volt stehen 2 × 1.000 Watt bereit. Der Signalprozessor mit voller Matrix übernimmt Zonen, Klangregelung, Hochpass, Verzögerung und Limiter. Durchsagen erhalten Vorrang vor der Musik. Eingerichtet wird der 2004D über die Web-App PowerZone Control im Browser. Im Rack belegt er zwei Höheneinheiten bei 7,4 Kilogramm Gewicht.
Musik aus dem Netzwerk
Dante ist ein Verfahren der Firma Audinate, mit dem sich Audiosignale über ein Netzwerk übertragen lassen. Der PowerZone Connect 2004D besitzt dafür eine eigene Netzwerkbuchse. Sie ist getrennt vom Anschluss, über den die Einrichtung läuft. Die Musik kommt dann von einer Quelle oder einem Audiosystem, das ebenfalls Dante unterstützt. Analoge Signalleitungen zum Verstärker entfallen damit. Das hilft vor allem in größeren Häusern und Gebäuden mit mehreren Technikschränken. Jeder Verstärker kann nahe bei den Räumen stehen, die er versorgt. Die Lautsprecherleitungen werden dadurch kürzer. Ein Haus mit Nebengebäude oder Einliegerwohnung lässt sich so über das vorhandene Netzwerk einbinden. Für die Bewohner bleibt diese Technik unsichtbar, so wie die Lautsprecher selbst. Ergänzend gibt es einen digitalen S/PDIF-Eingang und einen S/PDIF-Ausgang. Damit lässt sich auch eine Quelle ohne Dante anschließen, etwa ein Streamer. Wer gar kein Dante braucht, wählt den PowerZone Connect 2004 ohne diese Schnittstelle. Die Leistungsdaten an 4 und 8 Ohm sind bei beiden Modellen gleich. Ob Dante in Ihrem Fall Vorteile bringt, hängt von der übrigen Technik im Haus ab.
Vier Kanäle für mehrere Räume
Mit vier Kanälen versorgt der 2004D zwei Räume in Stereo oder vier Zonen mit je einem Kanal. Denkbar sind ein großes Wohnzimmer und eine Wohnküche, jeweils mit einem Lautsprecherpaar. In beiden Räumen kann dann unterschiedliche Musik laufen. Ebenso lassen sich Bad, Schlafzimmer, Flur und Arbeitszimmer einzeln ansteuern. Jede Zone hat ihre eigene Lautstärke und ihre eigene Klangeinstellung. Weil jeder Kanal kräftig ist, können pro Zone auch mehrere unsichtbare Lautsprecher spielen. Das ist sinnvoll in langen oder hohen Räumen, damit der Ton überall ähnlich ankommt. Man hört die Musik dann nicht nur an einer Stelle, sondern im ganzen Raum. Braucht ein Raum noch mehr, lassen sich zwei Kanäle brücken. Ein solcher Kanal liefert dann 1.000 Watt. Damit lässt sich zum Beispiel ein passiver Subwoofer betreiben, sofern er zu den Daten passt. Ausgenommen sind die Woofer der Sonance Invisible Series. Für sie verlangt Sonance laut Datenblatt eigene Sonance-DSP-Endstufen. Die Bass-Paneele von Stealth Acoustics hängen an einer Endstufe für Subwoofer. Ihr Fachbetrieb wählt die passende Aufteilung der Kanäle nach Ihren Räumen. Eine frühe Absprache verhindert, dass später Leitungen fehlen.
Einstellen im Browser
Unsichtbare Lautsprecher klingen hinter Putz je nach Raum anders. In einem Bad mit Fliesen wirkt der Ton heller, in einem Schlafzimmer mit Teppich weicher. Auch die Einbauhöhe und die Größe des Raums spielen eine Rolle. Der Signalprozessor des 2004D bietet deshalb für jeden Ausgang eine eigene Klangregelung. Ein Hochpass nimmt tiefe Frequenzen heraus, die den Lautsprecher unnötig belasten würden. Die Verzögerung gleicht Laufzeiten zwischen weit entfernten Lautsprechern aus. Ein Limiter begrenzt die Leistung, damit kein Paneel überlastet wird. Das schützt Lautsprecher, die nach dem Verputzen nicht mehr ohne Aufwand erreichbar sind. Der 2004D kommt aus der Blaze-Linie, mit der Sonance Verstärker anbietet. In der Einbauanleitung der Invisible Series empfiehlt Sonance, DSP-Klangvorgaben einzusetzen. Im 2004D lassen sich Einstellungen als Presets speichern. Welche Vorgaben im einzelnen Raum zum Einsatz kommen, entscheidet Ihr Fachbetrieb. Für die Einrichtung öffnet er die Web-App PowerZone Control im Browser. Er erreicht den Verstärker über RJ45 oder über dessen eingebautes WLAN. Konfigurierbare GPIO-Kontakte nehmen zusätzlich externe Steuersignale auf. Spätere Änderungen sind jederzeit möglich, ohne eine Wand zu öffnen. Die Klangeinstellungen bleiben dabei für jede Zone getrennt erhalten.
Planung für größere Gebäude
Der 2004D eignet sich auch für Gebäude, in denen sehr viele Lautsprecher verteilt werden. Dafür gibt es die Technik mit 70 oder 100 Volt. An solchen Linien liefert der Verstärker 2 × 1.000 Watt. Viele Lautsprecher mit Übertrager hängen dann an einer gemeinsamen Leitung. Sonance führt dafür eigene Modelle in der Invisible Series. Auch sie verschwinden unter Spachtel und Farbe. Durchsagen erhalten Vorrang, die Musik wird währenddessen leiser. So erreicht ein Hinweis alle gewünschten Räume, ohne dass jemand von Hand an der Lautstärke drehen muss. Für die Planung des 2004D gilt: Leitungen gehören in den Rohbau. Jede Zone braucht eine Lautsprecherleitung zum Technikschrank, dazu kommen Netzwerkleitungen für Dante und Einrichtung. Der Verstärker misst 440 × 89 × 320 Millimeter und belegt zwei Höheneinheiten. Bei einer Leistungsaufnahme von 700 Watt sollte der Schrank gut belüftet sein. Ein eigener Technikraum oder ein Hauswirtschaftsraum mit Luftaustausch bietet sich dafür an. Laut Datenblatt hat der 2004D einen Rauschabstand von über 108 dB und einen Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz. Der 2004D erfüllt ErP und Energy Star und ist UL gelistet. Nach der Fertigstellung bleiben in den Räumen nur glatte Flächen zurück. Die Technik bleibt im Schrank, im Alltag zählt nur die Musik.
Technische Daten Blaze PowerZone Connect 2004D
| Bauart | 4-Kanal DSP-Installationsverstärker mit Audinate Dante, Class-D (Pascal UMAC), PowerZone Connect 2U Serie |
|---|---|
| Frequenzgang | 20 Hz – 20 kHz (+0 / -0,5 dB, 8 Ω Last, 3 dB unter Nennleistung) |
| Belastbarkeit | 4 × 500 W an 4 Ω · 4 × 250 W an 8 Ω · 2 × 1.000 W gebrückt · 2 × 1.000 W an 70/100 V · Systemleistung 2.000 W |
| Impedanz | 2 Ω / 4 Ω / 8 Ω · 70 V / 100 V (Hi-Z) |
| Abmessungen | 440 × 89 × 320 mm (2 HE) |
| Gewicht | 7,4 kg |
| Besonderheiten | Audinate-Dante-Schnittstelle (eigener RJ45-Port); Brückenbetrieb (BTL) mit 2 × 1.000 W; voller Matrix-DSP; Web-App PowerZone Control über RJ45 oder integrierten WLAN-Zugangspunkt; Mehrzonen-Setup, Vorrang/Ducking, EQ, Hochpass, Delay, Limiter, Presets; konfigurierbare GPIO; S/PDIF-Ein-/Ausgang; Rauschabstand > 108 dB; Leistungsaufnahme 700 W; ErP/Energy Star, UL gelistet |